Start Profi-Sport 7. Etappe Tour de France 2026: Tim Merlier siegt im Sprint in Bordeaux

7. Etappe Tour de France 2026: Tim Merlier siegt im Sprint in Bordeaux

Übersicht

Tim Merlier (Soudal Quick-Step) hat die 7. Etappe der Tour de France 2026 im Massensprint gewonnen. Zweiter auf dem Weg von Hagetmau nach Bordeaux wurde Søren Wærenskjold (Uno-X Mobility). Auf Rang drei landete Biniam Girmay (NSN Cycling Team). Hinter Max Kanter (XDS Astana Team) wurde Jasper Philipsen (Alpecin-Premier Tech) Fünfter.

In der Gesamtwertung führt weiter Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG).

So verlief die 7. Etappe der Tour de France 2026

Die frühe Flucht des Tages bildeten Baptiste Veistroffer (Lotto-Intermarché) und Jakub Otruba (Caja Rural-Seguros RGA). Das Duo setzte sich schon bei Kilometer null ab, bekam vom Feld aber nie wirklich viel Spielraum. Die Sprintteams hielten die Lücke kontrolliert, vor allem Alpecin-Premier Tech und Soudal Quick-Step zeigte sich über weite Strecken an der Spitze des Pelotons.

Veistroffer nutzte die Gelegenheit, um sich wie schon auf der 5. Etappe erneut offensiv zu zeigen. Der Franzose gewann den Zwischensprint in Landiras vor Otruba. Dahinter setzte sich Mads Pedersen (Lidl-Trek) im Sprint des Feldes durch und baute seine Führung in der Punktewertung weiter aus. Auch Girmay, Kanter, Philipsen und Merlier sammelten dort noch Punkte.

Die einzige Bergwertung des Tages war die Côte de Béguey, ein kurzer Anstieg der 4. Kategorie. Auch dort war Veistroffer vorne und sicherte sich den einen Punkt.

Im Feld blieb die Kontrolle bei den Teams der Sprinter. Die Ausreißer hielten sich zwar lange vorn, doch ihr Vorsprung schrumpfte im Finale kontinuierlich. Rund 18 Kilometer vor dem Ziel war die Flucht beendet.

Uno-X attackierte auf den finalen 20 Kilometern

Nach dem Zusammenschluss kam noch einmal Unruhe auf. Uno-X Mobility versuchte, mit Attacken das erwartete Sprintfinale zu stören. Unter anderem Jonas Abrahamsen (Uno-X Mobility) suchte noch einmal die Offensive. Doch Alpecin-Premier Tech und die weiteren Sprintteams ließen sich nicht mehr überraschen. Die letzten Kilometer führten über teils schmale Straßen und anschließend in Richtung Garonne.

Vor allem die Positionierung war entscheidend. Auf den letzten Kilometern waren mehrere Teams kurzzeitig vorn zu sehen. Netcompany Ineos Cycling Team führte das Feld auf die Brücke über die Garonne, Cofidis mischte sich ebenfalls ein. 2,2 Kilometer vor Ziel setzte sich Alpecin-Premier Tech an die Spitze, mit dabei Mathieu van der Poel.

Van der Poel war auch im Lead-Out der letzte Mann vor Philipsen und fuhr den Sprint an. 250 Meter vor Ziel startete Jasoper Philipsen seinen Sprint. Er eröffnete seinen Sprint am rechten Straßenrand und kämpfte dort um Platz und Linie – kurzzeitig gegen Fernando Gaviria.

Die Entscheidung fiel über die linke Seite. Merlier kam mit enormer Geschwindigkeit aus dem Windschatten, zog an den Konkurrenten vorbei und setzte sich klar durch. Wærenskjold wählte die Mitte und sprintete auf Rang zwei. Girmay wurde Dritter, dahinter folgten Kanter und Philipsen.

Foto: Photonews.be