Start Profi-Sport Vorschau 21. Etappe Giro d’Italia 2026: Sprint-Finale in Rom

Vorschau 21. Etappe Giro d’Italia 2026: Sprint-Finale in Rom

Übersicht

21. Etappe | 31. Mai 2026 | Rom – Rom | 131 km | 500 Höhenmeter

Der Giro d’Italia endet 2026 wie schon in den Jahren zuvor in Rom – und damit mit einem Sprint Royal. Die 21. Etappe führt über 131 Kilometer vom Stadtteil Rom-EUR ins Zentrum der Ewigen Stadt. Nachdem die Profis zunächst nach Ostia hinaus- und anschließend wieder zurückgefahren sind, wartet im Finale ein 9,5 Kilometer langer Stadtcircuit, der achtmal absolviert wird.

Strecke der 21. Etappe des Giro d’Italia 2026

Der Start erfolgt in Rom. Zunächst führt die Route aus dem Bereich EUR über die Via Cristoforo Colombo in Richtung Küste. Über Casal Palocco und die Fontana dello Zodiaco erreichen die Rennfahrer nach rund 20 Kilometern den Küstenort Ostia. Wenige Kilometer später wird an der Küste die einzige Zwischensprintwertung bei Rennkilometer 23,1 ausgefahren. Danach geht es zunächst auf identischem Weg zurück nach Rom. Bereits nach gut 39 Kilometern biegen die Fahrer auf den Stadtkurs ein. Dieser ist 9,5 Kilometer lang und wird achtmal absolviert.

Der Rundkurs führt an mehreren markanten Punkten des römischen Zentrums vorbei, darunter die Fori Imperiali. Für das Rennen entscheidend sind jedoch weniger die Sehenswürdigkeiten als der Rhythmus: Lange Geraden wechseln sich mit Richtungswechseln und kurzen Wellen ab. Für die Sprinterteams ist der mehrfach zu fahrende Rundkurs ein Vorteil. Die Fahrer sehen Linien, Kurven, Engstellen und Pflasterabschnitte mehrfach, bevor es ernst wird. Gleichzeitig wird das Finale dadurch nicht automatisch einfach. Auf einem Stadtkurs steigt die Nervosität mit jeder Runde, weil alle Sprintzüge wissen, an welchen Stellen sie vorne positioniert sein müssen.

Die Bonussekunden am Red-Bull-Kilometer werden bereits bei Rennkilometer 77,7 vergeben.

Die letzten Kilometer sind vergleichsweise sprintfreundlich. Es gibt nur noch einen kleinen Richtungswechsel, die Zielgerade ist 350 Meter lang und acht Meter breit. Etwa 500 Meter vor der Ziellinie steigt die Straße mit rund fünf Prozent an. Das verändert im Vergleich zu einer topfebenen Zielanfahrt das Timing ein wenig. Wer dort als Anfahrer zu früh anzieht, kann sein Lead-out auf der leicht ansteigenden Passage möglicherweise nicht perfekt zu Ende bringen. Gleiches gilt natürlich auch für den Sprintleader, der zu früh im Wind verhungern könnte.

Karte der 21. Etappe des Giro d’Italia 2026


Das Finalparcours der 21. Etappe des Giro d’Italia 2026 in Rom

Favoriten-Check: Etappensieg und Rosa Trikot

Die 21. Etappe des Giro d’Italia 2026 ist seit einigen Jahren der Schlusspunkt in Rom – und zugleich die letzte große Gelegenheit für die Sprinter. Nach drei harten Wochen wartet ein Finale, das wie gemacht ist für einen Massensprint: 131 Kilometer, nur 500 Höhenmeter, keine Bergwertung und ein abschließender Stadtkurs, der achtmal durch die italienische Hauptstadt führt.

Der Favoritencheck muss bei Paul Magnier (Soudal Quick-Step) beginnen. Außer in Neapel, wo ihn ein Sturz vor ihm behinderte, hat der Franzose bei diesem Giro bislang alle Massensprints gewonnen. Besonders bemerkenswert war der Erfolg in Pieve di Soligo, den so wohl kaum jemand auf der Rechnung hatte.

In Rom wartet nun ein deutlich leichteres und „einfacheres“ Profil auf die endschnellen und explosiven Männer. Eigentlich genau das Terrain für Jonathan Milan (Lidl-Trek). Der Italiener ist mit großen Erwartungen in diesen Giro gestartet, wollte Etappen gewinnen und sich nach 2023 und 2024 erneut das Maglia Ciclamino sichern. Doch in den entscheidenden Sprintankünften musste er sich bislang immer wieder geschlagen geben. Rom ist nun seine letzte Chance, den Giro doch noch versöhnlich abzuschließen. Das Profil passt zu ihm: Die lange, breite Zielgerade und der schnelle Anlauf sollten Milan entgegenkommen, weil er seine enorme Endgeschwindigkeit über einen längeren Sprint ausspielen kann. Für Lidl-Trek wird entscheidend sein, ihn so lange wie möglich aus dem Wind zu halten.

Dylan Groenewegen (Unibet Rose Rockets) ist der dritte große Name für das Finale. Schon auf der 3. Etappe in Sofia kam er unter die besten Drei. Das römische Finale könnte dem Niederländer sogar besser liegen als einige der bisherigen Ankünfte: wenig Höhenmeter und eine lange Schlussgerade, auf der Erfahrung und Timing besonders wertvoll sind. Groenewegen muss nicht zwingend den stärksten Zug besitzen, wenn er im entscheidenden Moment das richtige Hinterrad findet.

Dahinter bleibt der Kreis der Kandidaten nicht klein. Matteo Malucelli (XDS Astana Team), Tobias Lund Andresen (Decathlon CMA CGM), Casper van Uden (Team Picnic PostNL) und Madis Mihkels (EF Education-EasyPost) gehören zu den Fahrern, die man auf der Rechnung haben muss.

Wertungen der 21. Etappe des Giro d’Italia 2026

Bergwertungen
keine

Sprintwertungen
• Fontana dello Zodiaco | Rennkilometer 23,1 | Intermediate Sprint
• Red Bull km | Rennkilometer 77,7| Zeitbonifikationen

TV-Tipp: 21. Etappe des Giro d’Italia im Fernsehen

Ab 16:00 Uhr überträgt Eurosport 1 die 21. Etappe der Italien-Rundfahrt live im Free-TV.

Karten & Grafiken: © RCS Sport