Tim Merlier hat bei der Tour de France 2026 den zweiten Etappensieg in Folge gefeiert. Der Belgier von Soudal Quick-Step setzte sich auf der 8. Etappe nach 180,4 Kilometern von Périgueux nach Bergerac im Sprint durch. Zweiter wurde Biniam Girmay (NSN Cycling Team), Rang drei ging an Olav Kooij (Decathlon CMA CGM Team). Jasper Philipsen (Alpecin-Premier Tech) kam auf Platz vier.
Der Tag war geprägt von der lange Flucht eines Trio, bei dem sich Liam Slock (Lotto-Intermarché) am längsten vorne hielt. Der Belgier fuhr im Finale allein an der Spitze und wurde erst 1,5 Kilometer vor dem Ziel gestellt.
So verlief die 9. Etappe der Tour de France 2026
Kurz nach dem scharfen Start konnten sich Jakub Otruba (Caja Rural-Seguros RGA), Thibault Guernalec (TotalEnergies) und Liam Slock ohne große Gegenwehr absetzen, sodass sich nach wenigen Kilometern diese Trio die Gruppe des Tages boildte.
Das Peloton ließ die drei Triozunächst fahren, kontrollierte den Abstand aber früh. Soudal Quick-Step arbeitete für Merlier, Alpecin-Premier Tech für Philipsen. Der Vorsprung der Ausreißer stieg nie deutlich über zwei Minuten.
Beim Zwischensprint in Saint-Cyprien setzte sich Otruba in der Spitzengruppe durch. Dahinter holte Philipsen im Feld wichtige Punkte vor Max Kanter (XDS Astana Team) und Mads Pedersen (Lidl-Trek). An den beiden Bergwertungen war Slock der aktivste Fahrer. Er gewann sowohl an der Côte de Domme als auch an der Côte du Buisson-de-Cadouin und setzte sich dort rund 40 Kilometer vor dem Ziel allein ab.
Zu diesem Zeitpunkt lag das Feld noch rund 1:40 Minuten zurück. Obwohl NSN Cycling Team zusätzlich in die Nachführarbeit einstieg, blieb Slock lange Zeit vorne. Der Lotto-Fahrer hielt seinen Vorsprung erstaunlich stabil und ging mit etwa einer Minute Vorsprung auf die letzten zehn Kilometer. Im Peloton wurde die Situation dadurch zunehmend hektisch.
Im Finale übernahmen mehrere Sprintteams Verantwortung. XDS Astana Team rückte für Kanter nach vorn, auch Tudor Pro Cycling Team und Cofidis mischten sich in die Verfolgung ein. Alpecin-Premier Tech blieb mit mehreren Fahrern prominent an der Spitze, während Soudal Quick-Step Merlier im entscheidenden Moment wieder in Position bringen musste.
Slock wehrte sich bis tief in das Finale. Erst 1,5 Kilometer vor dem Ziel wurde der Belgier eingeholt. Danach war der Weg frei für den Sprint, doch die letzten Meter in Bergerac waren technisch und unruhig. XDS Astana führte das Feld in den finalen Kilometer, anschließend kam Alpecin-Premier Tech nach vorn. Van der Poel übernahm auf den letzten paar hundert Meter die Posiionn des letzten Mannes für Philipsen.
Merlier kam zwar von weit hinten, gewann aber klar
Philipsen wurde früh in Position gebracht, konnte den Sprint aber nicht entscheidend durchziehen. Rund 200 Meter vor dem Ziel kamen Kooij und Merlier mit deutlich höherer Geschwindigkeit vorbei. Merlier kam von weit hinten, fand aber im richtigen Moment den freien Weg und zog mit hoher Endgeschwindigkeit an den Konkurrenten vorbei.
Girmay sprintete auf Rang zwei, Kooij wurde Dritter. Philipsen belegte Platz vier, vor Pavel Bittner (Team Picnic PostNL), Rick Pluimers (Tudor Pro Cycling Team), Pascal Ackermann (Team Jayco-AlUla), Clément Russo (Groupama-FDJ United), Kanter und Milan Fretin (Cofidis).
Tadej Pogačar bleibt ohne Probleme in Gelb
Für die Klassementfahrer verlief der Tag weitgehend ruhig. Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) kam sicher mit dem Hauptfeld ins Ziel und verteidigte das Gelbe Trikot. Auch Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike), Isaac del Toro (UAE Team Emirates-XRG), Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe), Juan Ayuso (Lidl-Trek), Paul Seixas (Decathlon CMA CGM Team) und Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) blieben ohne Zeitverlust.
Durch seinen zweite Etappensieg in Folge hat sich Tim Merlier jetzt auch in der Punktwertung weit nach vorne gearbeitet. Er liegt mit 213 Punkte nur 15 Zähler hinter dem Führenden Mads Pdersen
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