Start Profi-Sport Vorschau 4. Etappe Tour de France 2026: Chance für Ausreißer

Vorschau 4. Etappe Tour de France 2026: Chance für Ausreißer

Übersicht

4. Etappe | 7. Juli | Carcassonne – Foix | 182 km

Nach nur einem Tag in den Pyrenäen, dem Abschnitt von Granollers nach Les Angles, verlässt die Tour de France 2026 das Hochgebirge zunächst wieder. Einfach wird der vierte Tagesabschnitt der Frankreich-Rundfahrt deshalb jedoch keineswegs. Auf 182 Kilometern vom Start in der Festungsstadt Carcassonne bis ins Ziel nach Foix führt die Strecke über mehrere Anstiege der Ariège. Vier kategorisierte Bergwertungen und zahlreiche Wellen machen die Etappe zu einer sehr abwechslungsreichen Angelegenheit.

Die Strecke ist nicht schwer genug für einen Kampf der besten Klassementfahrer. Für klassische Sprinter ist sie jedoch möglicherweise zu anspruchsvoll. Damit entsteht ein spannendes Terrain für eine Ausreißergruppe, für bergfeste Klassikerfahrer und für Sprinter, die auch nach einem anstrengenden Tag über hügeliges Terrain noch um den Sieg sprinten können. Entscheidend wird vor allem die Frage sein, ob die Ausreißer ihren Segen von den GC-Teams bekommen und welchen Einfluss der Anstieg zum Col de Montségur rund 35 Kilometer vor dem Ziel hat beziehungsweise wie hart dieser Berg gefahren wird.

Strecke der 4. Etappe der Tour de France 2026

Nach dem Start in Carcassonne führt die Route zunächst in südöstlicher Richtung durch das Département Aude. Die ersten Kilometer über Monze und Pradelles-en-Val verlaufen noch vergleichsweise moderat. Doch bereits nach Lagrasse steigt die Straße erstmals merklich an.

Über Villerouge-Termenès und Félines-Termenès führt der Parcours hinauf zum Col de Bedos. Die erste kategorisierte Bergwertung des Tages wird bei Rennkilometer 48,2 erreicht. Mit 3,3 Kilometern Länge und einer durchschnittlichen Steigung von 4,4 Prozent ist dies zwar nur ein Anstieg der 4. Kategorie. Hier könnte sich allerdings eine Fluchtgruppe besser und schneller absetzen als im flacheren Gelände davor.

Nur wenig später wartet bereits die nächste Schwierigkeit auf die Fahrer. Nach der Passage über Mouthoumet und Le Pont d’Orbieu beginnt die Auffahrt zum Col du Paradis – einem Berg der 3. Kategorie. Der Anstieg zum Col du Paradis ist 5,8 Kilometer lang, im Durchschnitt 4,1 Prozent steil und wird nach knapp 65 Kilometern erreicht.

Über Quillan zum Col de Coudons

Danach folgt ein längerer abschüssiger Abschnitt, ehe die Fahrer über Serres und Couiza bei Rennkilometer 93,4 in Quillan die einzige Sprintwertung des Tages ausfahren.

Direkt hinter Quillan steigt die Straße erneut an. Über 10,7 Kilometer windet sich die Straße mit durchschnittlich 5,5 Prozent Steigung über den Col du Portel hinauf zum Col de Coudons. Dieser Anstieg der 2. Kategorie wird bei Rennkilometer 104,9 erreicht.

Durch die Ariège zum entscheidenden Col de Montségur

Nach dem Col de Coudons bleibt die Strecke zunächst auf einer Hochebene auf rund 900 Metern. Über Espezel und den Col de la Croix des Morts führt sie weiter ins Département Ariège. Nach einer Abfahrt hinunter nach Bélesta erreichen die Profis Fougax-et-Barrineuf, das am Fuß des wichtigsten Anstiegs dieser Etappe liegt: des Col de Montségur.

Die Auffahrt zu diesem Berg der 1. Kategorie ist 6,9 Kilometer lang und im Durchschnitt 6,6 Prozent steil. Die Kuppe liegt auf 1.059 Metern Höhe und wird gut 35 Kilometer vor dem Ziel in Foix erreicht.

Spätestens hier dürfte sich entscheiden, welche Fahrer sich noch Chancen auf den Etappensieg ausrechnen können. Ein großer Teil der klassischen Sprinter dürfte an einem solchen Anstieg nach den vorherigen Belastungen in Schwierigkeiten geraten. Für starke Puncheure und bergfeste Sprinter bietet der Col de Montségur dagegen die Chance, die Konkurrenz deutlich zu reduzieren. Auch innerhalb einer Fluchtgruppe eignet sich dieser letzte kategorisierte Anstieg der Etappe zu einer rennentscheidenden Attacke.

Nach der Kuppe des Col de Montségur führt die Strecke zunächst bergab über Montferrier und Lavelanet. Das Finale verläuft jedoch nicht ausschließlich in einer langen Abfahrt. Über Ilhat und Le Pradet warten auf dem Weg nach Foix noch wellige Passagen, ehe die Fahrer auf die Zielgerade kommen, die auf den letzten paar hundert Metern noch leicht ansteigt.

Karte der 4. Etappe der Tour de France 2026


Das Finale der 4. Etappe der Tour de France 2026

Favoriten-Check: Etappensieg und Gelbes Trikot

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Wertungen der 4. Etappe der Tour de France 2026

Sprintwertungen
Quillan | Rennkilometer 93,4

Bergwertungen
Col de Bedos (485 m) | 4. Kategorie | 3,3 km mit 4,4 % | Rennkilometer 48,2
Col du Paradis (622 m) | 3. Kategorie | 5,8 km mit 4,1 % | Rennkilometer 64,9
Col de Coudons (883 m) | 2. Kategorie | 10,7 km mit 5,5 % | Rennkilometer 104,9
Col de Montségur (1.059 m) | 2. Kategorie | 6,9 km mit 6,6 % | Rennkilometer 146,7

TV-Tipp: 4. Etappe der der Tour de France 2026 im Fernsehen

Ab 13:00 Uhr überträgt Eurosport 1 die 4. Etappe der Frankreich-Rundfahrt live im Free-TV. „Das Erste“ geht ab 14:05 Uhr „on air“.

Profile: © A.S.O.
Karte: © GEOATLAS