Michael Valgren (EF Education-EasyPost) hat die 17. Etappe des Giro d’Italia 2026 gewonnen. Der Däne setzte sich auf dem 202 Kilometer langen Abschnitt von Cassano d’Adda nach Andalo nach einem taktisch geprägten Rennen einer großen Ausreißergruppe durch. Auf den letzten 1.100 Metern löste er sich aus der Spitzengruppe und entschied die Etappe mit einem starken späten Angriff für sich. Zweiter wurde Andreas Leknessund (Uno-X Mobility) mit einem Rückstand von drei Sekunden. Rang drei ging an Damiano Caruso (Bahrain Victorious), der sich damit auf Rang neun in der Gesamtwertung vorschob.
In der Gesamtwertung führt weiter Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike), der mit den GC-Favoriten 5:15 Minute später die Ziellinie überquerte.
So verlief die 17. Etappe des Giro d’Italia 2026
Die 17. Etappe des Giro d’Italia 2026 entwickelt sich wie erwartet zu einem Tag für die Ausreißer. Schon früh zeigte sich, dass viele Teams diese Etappe als realistische Chance auf einen Tageserfolg eingeplant hatten. Nach mehreren Angriffen bildete sich zunächst eine sieben Mann große Spitzengruppe. Mit dabei Andreas Leknessund (Uno-X Mobility), Jan Christen (UAE Team Emirates-XRG), Michael Valgren (EF Education-EasyPost), Rémi Cavagna (Groupama-FDJ United), Niklas Larsen (Unibet Rose Rockets), Alessandro Tonelli (Team Polti VisitMalta) und Manuele Tarozzi (Bardiani CSF 7 Saber). Dahinter folgten weitere Konter, ehe sich das Rennen am ersten Anstieg endgültig eskalierte.
Großer Kampf um die richtige Gruppe

Am ersten Anstieg, dem Passo dei Tre Termini, bildete sich mit Tobias Bayer (Alpecin-Premier Tech), Lorenzo Milesi (Movistar-Team), Mick van Dijke (Red Bull -Bora-Hansgrohe);, Mattia Bais (Team Polti VisitMalta) und Tomas Kopecky (Unibet Rose Rockets) weitere fünf Verfolger auf. An der Passhöhe hatte die erste Verfolgergruppe zur Spitzengruppe aufgeschlossen. Vorne also nun 11 Fahrer. Mit einem Rückstand von 45 Sekunden folgte eine weiter große Gruppe. Dazu zählten 17 Fahrer. Damiano Caruso (Bahrain Victorious), Jardi Christiaan van der Lee (EF Education-EasyPost), Giulio Ciccone (Lidl-Trek), Simone Gualdi (Lotto Intermarché), Enric Mas (Movistar Team), Juan Pedro López (Movistar Team), Einer Rubio (Movistar Team), Jan Hirt (NSN Cycling Team), David de la Cruz (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team), Mark Donovan (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team), Aleksandr Vlasov (Red Bull-ora-Hansgrohe), Gianmarco Garofoli (Soudal Quick-Step), Fabio Van den Bossche (Soudal Quick-Step), Gijs Leemreize (Team Picnic PostNL), Florian Stork (Tudor Pro Cycling Team), Igor Arrieta (UAE Team Emirates-XRG) und Jhonatan Narváez (UAE Team Emirates-XRG).
60 Kilometer langes Solo von Zeitfahrspezialist Remi Cavagna

Bevor am zweiten Anstieg des Tages diese große Verfolgergruppe zur Spitze aufschließen konnte, setzte sich dort Remi Cavagna ab. Schnell hatte der TGV von Clermont-Ferrand, wie der Zeitfahrspezialist Cavagna auch genannt wird, abgesetzt. Der Franzose baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf rund zweienhalb Minuten gegenüber der Verfolgergruppe aus, während das Feld bereits über fünf Minuten zurücklag. Damit war früh klar: Visma | Lease a Bike kontrollierte das Rennen zwar im Hauptfeld, verfolgte die Flucht aber nicht mit letzter Konsequenz.
Narváez sammelte Punkte fürs Maglia Ciclamino
Wenige 100 Meter wurde Cavagna nach seinem 60 Kilometer langen Solo wieder eingeholt. Beim Zwischensprint nutzte Narváez seine Chance und sicherte sich de Maximalpunktzahl und konnte so die Führung in der Punktewertung von Paul Magnier (Soudal Quick-Step) übernehmen.
Immer wieder gab es in der Folge Attacken. Erfolgreich war aber erst ein Angriff rund 44 Kilometer vor dem Ziel mit Lopez, Valgren, Garofoli und Caruso. Leknessund konnte sich anschließen. In weiterem Verlauf stießen auch Rubio, de La Cruz, van Dijcke, Vlasov und Arrieta hinzu. Jetzt also 10 Fahrer an der Spitze.

In der Gruppe dahinter zu diesem Zeitpunkt Jardi Christiaan van der Lee, Giulio Ciccone, Simone Gualdi, Enric Mas, Jan Hirt, Mark Donovan, Florian Stork und Jhonatan Narváez. Immer wieder versuchte Narvaez und Ciccone zu beschleunigen und nach vorne zu springen. Doch ohne Erfolg. Zumal an der Spitze am Anmstieg nach Andalo-Lever Einer Rubio das Tempo immer wieder verschärfte. Rubio konnte sich dann mit Arrieta und Valgren absetzen. Arrieta verlor kurzzeitig den Anschluss und konnte erst nach der kurzen Abfahrt in der Schlusssteigung zum Ziel wieder zu dem Führungs-Duo aufschließen. Doch Rubio attackierte erneut, wurde aber immer wieder gekontert. So konnten von hinten Caruso, Vlasov, Leknessund und Caruso noch aufschließen. Als es wieder flach wurde und alle sich anschauten, attackierte Michael Valgren von der letzten Position dieser Gruppe und konnte schnell ein paar Meter zwischen sich und seine Kontrahenten legen. Leknessund ging noch hinterher, konnte aber Valgren aber nicht mehr einholen und wurde Zweiter.
Ergebnis der 17. Etappe des Giro d’Italia 2026
Cassano d’Adda – Andalo, 202 Kilometer
1 – Michael Valgren (EF Education-EasyPost) – 4:41:33 Stunden
2 – Andreas Leknessund (Uno-X Mobility) +0:03
3 – Damiano Caruso (Bahrain Victorious) +0:06
4 – Aleksandr Vlasov (Red Bull-Bora-hansgrohe) +0:06
5 – Einer Rubio (Movistar Team) +0:06
6 – Igor Arrieta (UAE Team Emirates-XRG) +0:14
7 – Gianmarco Garofoli (Soudal Quick-Step) +0:52
8 – David de la Cruz (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team) +1:08
9 – Jhonatan Narváez (UAE Team Emirates-XRG) +1:44
10 – Mark Donovan (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team) +1:44
Fotos: Photonews.be
