Start Profi-Sport Vorschau 15. Etappe Tour de France 2026: Bergankunft am Plateau de Solaison

Vorschau 15. Etappe Tour de France 2026: Bergankunft am Plateau de Solaison

Übersicht

15. Etappe | 19. Juli | Champagnole – Plateau de Solaison | 183,9 km

Am letzten Tag der zweiten Tour-Woche geht es noch einmal „hoch her“. Die 15. Etappe mit Start in Champagnole führt zur Bergankunft am Plateau de Solaison in den französische Alpen. Ein weiterer harter Tag beim Kampf um die Top-Platzierungen in der Gesamtwertung.

Vor allem der Schlussanstieg mit 11,3 Kilometern Länge und durchschnittlich 9,1 Prozent Steigung ist ein Berg, der keine Schwäche verzeiht. Nach zwei harten Tour-Wochen und direkt nach der anspruchsvollen Vogesen-Etappe wird hier nicht nur Kletterstärke gefragt sein, sondern auch Substanz. Wer am Solaison einbricht, kann Minuten verlieren – und womöglich schon entscheidend an Boden im Rennen um den eine Podiumsplatzierung. Wer hier einen schwachen Tag erwischt, kann im Gesamtklassement deutlich Zeit verlieren.

Dieser Anstieg der Hors Categorie einer Höhe von 1.508 Metern feiert seine Premiere bei der Tour, ist im Radsport aber kein Unbekannter. Bei der Dauphiné 2022 sicherte sich Primož Roglič hier oben den Gesamtsieg, während sein damaliger Teamkollege Jonas Vingegaard die Etappe gewann. Ein gutes Omen?

Strecke der 15. Etappe der Tour de France 2026

Nach dem Start in Champagnole führt die Strecke zunächst in südöstlicher Richtung durchs Jura auf überwiegend welliges Terrain. Bereits nach 17,3 Kilometern wird in Saint-Laurent-en-Grandvaux auf 906 Metern Höhe die einzige Sprintwertung des Tages ausgefahren.

Danach verläuft der Parcours über den unkategorisierte Col de la Savine und Morez weiter nach Les Rousses. Danach steigt die Straße zur erste Bergwertung des Tages an

Côte des Rousses: Erste Bergwertung im Jura

Der Anstieg zur Côte des Rousse (3. Kategorie) ist 6,6 Kilometer lang und weist eine durchschnittliche Steigung von 5,1 Prozent auf.

Wer sich auf dieser Etappe Chancen auf den Tagessieg ausrechnet, muss bergfest genug sein, um bereits im Jura vorne zu bleiben und sich zugleich genügend Kraft für die wesentlich schwereren Anstiege im Finale aufzusparen.

Nach der Bergwertung führt die Route über Le Tabagnoz, Mijoux und Lélex weiter in Richtung Bellegarde-sur-Valserine. Die Fahrer verlassen den Jura und bewegen sich zunehmend in Richtung Haute-Savoie beziehungsweise Alpen. Über Chézery-Forens, Confort und Léaz verläuft die Strecke zunächst tendenziell bergab.

Nach rund 100 Rennkilometern führt die Strecke über Vulbens und Viry weiter nach Annemasse und La Muraz. Das Profil bleibt weiter wellig, enthält auf diesem Abschnitt aber keine offizielle Bergwertung.

Le Salève – Col de la Croisette: Extrem steile Rampe vor der Bergankunft

Das erste große „Highlight“ dieser Etappe ist die Auffahrt zum Col de la Croisette am Salève (1. Kategorie). Der Anstieg ist zwar nur 4,6 Kilometer lang, weist jedoch eine durchschnittliche Steigung von 11,2 Prozent auf. Von der Passhöhe auf 1.175 Metern sind es keine 50 Kilometer mehr bis ins Ziel.

Die Daten machen deutlich, weshalb der Col de la Croisette weit mehr ist als nur ein Vorspiel ist. Steigungen von deutlich über zehn Prozent verlangen den Fahrern nach mehr als 130 Kilometern viel ab. In einer Ausreißergruppe dürfte sich hier bereits zeigen, wer realistisch um den Etappensieg kämpfen kann.

Auch im Feld der Favoriten besitzt der Col de la Croisette enorme Bedeutung. Ein Angriff auf den Gesamtsieg muss hier noch nicht zwangsläufig erfolgen, doch ein hohes Tempo kann die Zahl der Helfer drastisch reduzieren. Wer am Salève früh unter Druck gerät, steht vor einer äußerst schwierigen Aufgabe: Nach der anschließenden Rennphase wartet noch die brutale Schlussauffahrt zum Plateau de Solaison.

Nach dem Col de la Croisette führt die Strecke über Le Coin und La Muraz weiter zur Côte du Mont (3. Kategorie). Dieser Anstieg ist lediglich 2,1 Kilometer lang, im Durchschnitt jedoch 8,3 Prozent steil. Über Arbusigny, Cornier, La Roche-sur-Foron und Bonneville führt der Parcours anschließend nach Thuet bergab.

Plateau de Solaison – das Finale der 15. Etappe der Tour de France 2026

Kurz hinter Thuet beginnt der Schlussanstieg zum Plateau de Solaison. Erstmals in der Tour-Geschichte ist dieser Anstieg Teil des Rennens. Der Anstieg der Hors Categorie führt über 11,3 Kilometer mit durchschnittlich 9,1 Prozent Steigung. Auf schmalen engen Straßen führt die Strecke zur Bergankunft durch die Dörfer des Bornes-Massivs hinauf auf 1.508 Metern Höhe.

Ein Angriff an dieser Steigung kann in kürzester Zeit deutliche Lücken reißen. Gleichzeitig ist der Anstieg lang und steil genug, um ein Ausscheidungsfahren zu „veranstalten“.

Karte der 15. Etappe der Tour de France 2026


Favoriten-Check: Etappensieg und Gelbes Trikot

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Wertungen der 15. Etappe der Tour de France 2026

Sprintwertungen
Saint-Laurent-en-Grandvaux | Rennkilometer 17,3

Bergwertungen
Côte des Rousses (1.097 m) | 3. Kategorie | 6,6 km mit 5,1 % | Rennkilometer 44,5
Le Salève – Col de la Croisette (1.175 m) | 1. Kategorie | 4,6 km mit 11,2 % | Rennkilometer 136,0
Côte du Mont (823 m) | 3. Kategorie | 2,1 km mit 8,3 % | Rennkilometer 147,7
Plateau de Solaison (1.508 m) | Hors Categorie | 11,3 km mit 9,1 % | Rennkilometer 183,9

TV-Tipp: 15. Etappe der der Tour de France 2026 im Fernsehen

Ab 13:00 Uhr überträgt Eurosport 1 die 15. Etappe der Frankreich-Rundfahrt live im Free-TV. „Das Erste“ geht ab 14:03 Uhr „on air“.

Profile: © A.S.O.
Karte: © GEOATLAS