Start Profi-Sport Vorschau 12. Etappe Vuelta a España 2026: Bergankunft am Calar Alto

Vorschau 12. Etappe Vuelta a España 2026: Bergankunft am Calar Alto

Übersicht

12. Etappe | 3. September | Vera – Calar Alto | 166,6 km

Die Profis müssen wieder ihr Bergbein anschnallen und klettern. Die 12. Etappe der Vuelta a España 2026 führt von Vera zur Bergankunft Calar Alto uf mehr als 2.100 Metern. In nackten Zahlen sind das fünf Anstiege auf 166,6 Kilometern und rund 4.500 Höhenmetern. Spätestens im letzten Renndrittel dürfte es zum Kampf um das Rote Trikot kommen: Erst führt der 13,1 Kilometer lange Alto de Velefique tief in die Berge Andalusiens, nach der Abfahrt geht es nahezu ohne Erholung hinauf zum astronomischen Observatorium auf dem Calar Alto.

Damit steht nach dem Alto de Aitana an Tag neun die nächste große Kletterprüfung dieser Vuelta an. Die Schwierigkeit dieses Tagesabschnitts liegt dabei nicht allein in den rund 4.500 Höhenmetern, sondern auch in der langen Belastung und der Höhe: Vom Start nahe Meereshöhe führt die Etappe bis auf über 2.100 Meter.

Der Calar Alto gehört zudem zu den traditionsreichen Bergankünften der Spanien-Rundfahrt. Roberto Heras, Igor Antón und Miguel Ángel López haben hier bereits gewonnen. Zuletzt führte 2017 eine Vuelta-Etappe komplett hinauf zum Observatorium, damals setzte sich López gegen einige der stärksten Klassementfahrer seiner Zeit durch. Neun Jahre später kehrt die Rundfahrt zurück – und erneut dürfte dieser Berg kaum einen Zufallssieger hervorbringen.

Strecke der 12. Etappe der Vuelta a España 2026

Der Start der Etappe erfolgt in Vera in der Provinz Almería. Die Küstenstadt feiert ihre Vuelta-Premiere 2026. Direkt vom Meerespiegel führt der Kurs sofort ins hügelige Hinterland. Bereits nach 7,7 Kilometern beginnt der erste offizielle Anstieg des Tages zum Alto del Cabecico. Der Weg hoch zur Bergwertung der 3. Kategorie st ist 8,3 Kilometer lang und durchschnittlich 3,3 Prozent steil. Nach der Bergwertung führt die Stecke zunächst bergab nach Zurgena und weiter über Arboleas und Albox. Danach steigt die Strecke allmählich wieder an.

Bei Rennkilometer 52,6 geht es erneut „kategorisiert“ aufwärts. 4,9 Kilometer lang und durchschnittlich 4,5 Prozent steil führt die Streße hoch zum Der Alto de Cóbdar, ebenfalls eine Bergwertung der 3. Kategorie.

Es folgt nur ein kurze Zwischenabfahrt, ehe die Straße weiter ansteigt. Über Chercos erreichen die Fahrer den Anstieg zum Collado García. Er ist mit 18,5 Kilometern der längste Anstieg der ersten Etappenhälfte. Durchschnittlich beträgt die Steigung allerdings nur 2,4 Prozent. Die Bergwertung der 2. Kategorie wird nach 86,4 gefahrenen Kilometern abgenommen.

Auch wenn immer kurze Senken die Auffahrt unterbrochen haben, so sind die Fahrer rund 40 Kilometer am Stück berghoch gefahren. Von der Passhöhe auf auf 1.239 Metern Höhe folgt die längste Abfahrt des Tages. Rund 20 Kilometer führt sie hinunter, ehe bei Rennkilometer 122,3 ein frühes Finale mit dem Anstieg zum Alto de Velefique beginnen könnte.

Der Alto de Velefique ist die erste echte Hochgebirgstest dieser Etappe. 13,1 Kilometer lang und durchschnittlich 7,2 Prozent steil führt die Straße zur Bergwertung der 1. Kategorie. Dabei „erklettern“ sich die Fahrer 951 Höhenmeter.

Das macht Velefique zu einem idealen Ausscheidungsberg. Wer eine Vorentscheidung sucht, kann mit seinem Team hier ein Ausscheidungsfahren veranstalten. Von der Bergwertung auf 1.789 Metern, bei der es für die die ersten Drei noch Bonussekunden zu gewinnen gibt, sind es nur noch 31,2 Kilometer bis zum Ziel – und die letzten 16,9 Kilometer führen erneut bergauf.

Schlussanstieg zum Observatorium am Calar Alto auf 2.153 Metern

Vom Velefique führt die Abfahrt hinunter nach Bacares, von wo es direkt in die Schlusssteigung zum Calar Alto geht . Durchschnittlich steigt die Straße auf den 16,9 Kilometern mit 5,6 Prozent an. Insgesamt werden dabei 952 Höhenmeter überwunden, um das Ziel am Observatorium auf mehr als 2.100 Metern Höhe zu erreichen.

Der Durchschnittswert von 5,6 Prozent ist allerdings etwas irreführend. Der Calar Alto ist kein gleichmäßiger Anstieg. Gleich zu Beginn gibt es steilere Abschnitte mit mehr als zehn Prozent, später wechseln sich steile Passagen mit flacheren Stücken und sogar kurzen Gefällen ab.

Gerade diese wechselnde Charakteristik macht den Berg taktisch schwierig. Auf flacheren Abschnitten können kleine Gruppen zusammenarbeiten und einzelne Angreifer wieder zurückholen. Auf den steileren Passagen wiederum können innerhalb weniger hundert Meter große Unterschiede entstehen.

Besonders interessant wird es im letzten Drittel. Drei Kilometer vor dem Ziel weist ein Kilometer eine durchschnittliche Steigung von rund 9,5 Prozent auf. Die Gelegenheit zum entscheidenden Angriff.

Karte der 12. Etappe der Vuelta a España 2026

Schlussanstieg der 12. Etappe der Vuelta a España 2026

Favoriten-Check: Etappensieg und Rotes Trikot

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Wertungen der 12. Etappe der Vuelta a España 2026

Sprintwertung
Velefique | Rennkilometer 123,7 | Intermediate Sprint

Bergwertungen
Alto del Cabecico (471 m) | 3. Kategorie | 8,3 km mit 3,3 % | Rennkilometer 16,0
Alto de Cóbdar (668 m) | 3. Kategorie | 4,9 km mit 4,5 % | Rennkilometer 57,5
Collado García (1.239 m) | 2. Kategorie | 18,5 km mit 2,4 % | Rennkilometer 86,4
Alto de Velefique (1.789 m) | 1. Kategorie & Zeitbonifikationen | 13,1 km mit 7,2 % | Rennkilometer 135,4
Calar Alto | Bergankunft | 16,9 km mit 5,6 % | Rennkilometer 166,6

TV-Tipp: 12. Etappe der Vuelta a España 2026 im Fernsehen

Ab 12:45 Uhr überträgt Eurosport 1 die 12. Etappe der Vuelta a España 2026 live im Free-TV.

Grafiken: © Unipublic