Start Profi-Sport Vorschau 10. Etappe Vuelta a España 2026: ein Tag für Ausreißer?

Vorschau 10. Etappe Vuelta a España 2026: ein Tag für Ausreißer?

Übersicht

10. Etappe | 1. September | Alcaraz – Elche de la Sierra | 184,7 km

Nach dem ersten Ruhetag startet die Vuelta a España 2026 mit einem wellige Tagesabschnitt in der Provinz Albacete. Die 184,7 Kilometer langen 10. Etappe von Alcaraz nach Elche de la Sierra „enthält“ lediglich drei Bergwertungen der 3. Kategorie . Alledings summiert sich das Auf und Ab des Tags am Ende auf knapp 3.000 Höhenmeter.

Gelingt es den Teams der Sprinter, die Ausreißer unter Kontrolle zu halten, ist ein Sprint möglich. Allerdings „scheint“ das Profil inklusive des ansteigenden Finals für klassische Sprinter fast zu schwer.

Gut möglich also, dass sich eine Fluchtgruppe mit Puncheuren absetzt, die den Sieg dann unter sich ausmachen. Es könnte ein Tag für Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike) oder Mads Pedersen (Lidl-Trek) werden.

Strecke der 10. Etappe der Vuelta a España 2026

Die zweite Rennwoche startet in Alcaraz, im Südwesten der Provinz Albacete. Von dort führt die Strecke zunächst nach Nordosten. Schon dieser erste Abschnitt zeigt den Charakter des Tages: Die Straße steigt immer wieder in Richtung Puerto de las Cruces an, ohne dass es eine offizielle Bergwertung gibt.

Anschließend verläuft der Parcours hinunter nach Riópar, das bei Rennkilometer 33 erreicht wird. Knapp zehn Kilometer später beginnt die erste von drei kategorisierten Steigungen. Die Auffahrt zum Puerto del Peralejo (3. Kategorie) ist 5,2 Kilometer lang und durchschnittlich 4,3 Prozent steil..

Nach der Bergwertung bleibt das Profil weiter wellig. Über Fuente-Higuera und El Pozuelo geht es nach Aýna. Eine längere komplett flache Passage fehlt. Nach 78,6 Kilometern beginnt die Auffahrt zum Puerto de Aýna. Auch dieser Anstieg gehört zur 3. Kategorie. Die offiziellen Eckdaten lauten 7,7 Kilometer bei durchschnittlich vier Prozent.

Wie bereits der Peralejo ist auch Aýna kein Berg, an dem die Klassementfahrer normalerweise aktiv werden müssen. Seine Länge sorgt aber dafür, dass schwere Sprinter erneut Energie investieren müssen. Gerade wenn vorne eine starke Gruppe unterwegs ist und dahinter beispielsweise Lidl-Trek oder Visma-Lease a Bike Tempo machen, kann sich die Belastung im weiteren Verlauf summieren.

Danach verändert sich das Profil etwas. Die Strecke führt über eine längere, Zeit tendenziell bergab, ehe das Terrain etwas moderater.

Bei Rennkilometer 125 gibt es in Hellín den Zwischensprint, bei dene es neben Punkten fürs Grüne Trikot auch Zeitbonifikationen zu gewinnen gibt. Von dort geht es über Isso weiter nach Socovos.

Die letzte der drei offiziellen Bergwertung beginnt gut 30 Kilometer vor dem Ziel. Über 9,7 Kilometer führt die Straße hoch zum Puerto de Socovos. Der Anstieg des Tages ist lang, dafür mit 3,5 Prozent flach. Von der Passhöhe der Bergwertung der 3. Kategorie verbleiben nur noch 21,5 Kilometer bis Elche de la Sierra.

Danach verläuft der Parcours tendenziell leicht wellig bergab über Socovos und Férez in Richtung Zielort Elche de la Sierra. Die letzten rund 4,5 Kilometer zur Ziellinie verlaufen leicht bergauf.

Karte der 10. Etappe der Vuelta a España 2026


Favoriten-Check: Etappensieg und Rotes Trikot

Ausreißer oder Sprint eines reduzierten Feldes? Das ist die Frage, die am Ende des Tags beantwortet wird. Aufgrund des anspruchsvollen Profils stehen die Chancen für die Ausreißer besser. Mit in die Gruppe des Tages wollen sich sicher auch zwei prominente Namen schummeln.

Nummer eins: Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike). Der Belgier führt die Punktewertung. Die vielen Höhenmeter sollten ihm wenig ausmachen. Zudem hat Van Aert bereits auf der 7. Etappe seine gute Form gezeigt, als er einen Großteil des Tages in der Flucht verbrachte und hinter Andreas Leknessund und Tobias Halland Johannessen Dritter wurde.

Nummer zwei: Mads Pedersen (Lidl-Trek). Der Däne wartet bei dieser Vuelta noch auf seinen ersten Etappensieg, scheint sich seiner Bestform aber anzunähern. In Xeraco wurde er auf der 8. Etappe nur hauchdünn von Bryan Coquard geschlagen. Zuvor hatte Pedersen betont, dass er trotz seiner Helferdienste für Mattias Skjelmose weiterhin an einen eigenen Etappenerfolg glaubt.

Doch das sind nur zwei von vielen. Nach dem Ruhetag dürften zahlreiche Mannschaften gezielt Fahrer in die Gruppe schicken wollen. Das Profil bietet dafür praktisch vom Start weg Möglichkeiten, und die drei Bergwertungen sind nicht schwer genug, um eine Gruppe früh stark zu dezimieren.

In derr Gesamtwertung dürfte es auf den vorderen Platzierungen keine Veränderungen geben.

Wertungen der 10. Etappe der Vuelta a España 2026

Sprintwertung
Hellín  | Rennkilometer 125,0 | Intermediate Sprint & Zeitbonifikationen

Bergwertungen
Puerto del Peralejo (1.132 m) | 3. Kategorie | 5,2 km mit 4,3 % | Rennkilometer 47,6
Puerto de Aýna (950 m) | 3. Kategorie | 7,7 km mit 4,0 % | Rennkilometer 86,3
Puerto de Socovos (782 m) | 3. Kategorie | 9,7 km mit 3,5 % | Rennkilometer 163,2

TV-Tipp: 10. Etappe der Vuelta a España 2026 im Fernsehen

Ab 14:45 Uhr überträgt Eurosport 1 die 10. Etappe der Vuelta a España 2026 live im Free-TV.

Grafiken: © Unipublic