Start Profi-Sport Vorschau 11. Etappe Vuelta a España 2026: Sprinterchance in Lorca

Vorschau 11. Etappe Vuelta a España 2026: Sprinterchance in Lorca

Übersicht

11. Etappe | 2. September | Cartagena – Lorca | 151,3 km

In der zweiten Vuelta-Woche gibt es nur eine echte Flachetappe und zwar die des 11. Tagesabschnitts von Cartagena nach Lorca. Gut 1.300 Höhenmeter summieren scih auf den 151,3 Kilometer. Die meiste davon am einzigen kategorisieren Anstieg des Tages, dem 9,5 Kilometer langen Alto de Aledo. Die Bergwertung der 3. Kategorie wird rund 30 Kilometer vor dem Ziel abgenommen. Allerdings haben die Sprinter bei den vergangenen Entscheidungen gezeigt, das sie solch ein Berg nicht aus der Bahn wirft und deshalb könnte es in Lorca zumindest zum Sprint eines reduzierten Feldes kommen.

Wie übrigens 2010, als die Vuelta in Lorca zuletzt Halt gemacht hat. Damals setzte sich der US-Amerikaner Tyler Farrar durch.

Strecke der 11. Etappe der Vuelta a España 2026

Starten werden die Profis in Cartagena. Von der Hafenstadt an der Costa Cálida führt die Strecke zunächst in Richtung Südosten und anschließend entlang beziehungsweise in unmittelbarer Nähe zur Küste des Mar Menor.
Über Los Partidarios geht es wellig nach Portmán. Anschließend verläuft der Kurs flach weiter über Los Nietos, Los Urrutias und Los Alcázares weiter. Nach rund 40 Kilometern verlässt die Vuelta die unmittelbare Küstenregion und biegt über Torre-Pacheco und Roldán ins Landesinnere ein.
Ab Torre-Pacheco fahren die Profis über Roldán und Balsapintada geht es nach Fuente Álamo. Danach führt die Strecke über Cuevas de Reyllo, Cánovas und El Parentón in Richtung Totana. Größere topografische Schwierigkeiten gibt es auf diesen rund 60 Kilometern nicht.

Nach 111,9 Kilometern erreicht das Rennen Totana. Dort wird der Zwischensprint ausgefahren. Nur wenige hundert Meter später beginnt bereits der einzige kategorisierte Anstieg des Tages.

Die Straße führt über 9,5 Kilometer mit durchschnittlich 4,2 Prozent Steigung zum Alto de Aledo, einer Bergwertung der 3. Katrgorie. Von dort oben sind es noch knapp 30 Kilometer bis ins Ziel. Selbst wenn einzelne Sprinter auf dem Anstieg kurzzeitig den Anschluss verlieren, bleibt noch eine halbe Rennstunde Zeit, den Rückstand wettzumachen.
Nach dem Gipfel führt die Strecke über Aledo zunächst bergab beziehungsweise in überwiegend fallendem Terrain nach Lorca. Rund 16 Kilometer vor dem Ziel beginnt der letzte weitgehend flache Abschnitt.

Karte der 11. Etappe der Vuelta a España 2026

Favoriten-Check: Etappensieg und Rotes Trikot

Klar – ich straffe nur den obigen Favoritencheck zur 11. Etappe, vor allem bei Wiederholungen und mehrfach ähnlichen Prognosen.

Favoritencheck: Brennan erneut der Mann, den es zu schlagen gilt

Die 11. Etappe der Vuelta a España 2026 bietet den Sprintern eine der besten Gelegenheiten dieser Rundfahrt. ES ist lediglich eine Bergwertung zu bewältigen. Der Alto de Aledo beginnt gut 41 Kilometer vor dem Ziel und führt über 9,5 Kilometer mit durchschnittlich 4,2 Prozent. Vom Gipfel bleiben noch 32 Kilometer bis Lorca, größtenteils bergab.

Damit spricht vieles für einen Massensprint. Zwar könnten Teams am Alto de Aledo versuchen, das Tempo zu verschärfen und einzelne Sprinter unter Druck zu setzen. Die Strecke bis zum Ziel ist anschließend aber lang genug, um kleinere Rückstände wieder zu schließen.

Der klare Favorit ist Matthew Brennan (Team Visma | Lease a Bike). Der 21-Jährige hat bereits zwei Etappen dieser Vuelta gewonnen und dabei gezeigt, dass er auch nach einem anspruchsvolleren Finale noch über große Endschnelligkeit verfügt. Besonders aussagekräftig war sein Erfolg auf der 5. Etappe: Dort überstand Brennan den späten Alto de Paüls und schlug anschließend Jordi Meeus (Red Bull-BORA-hansgrohe) und Vincenzo Albanese (EF Education-EasyPost) im Sprint.

Zudem kann sich Brennan auf ein starkes Team verlassen. Wout van Aert und Christophe Laporte haben ihn bislang mehrfach hervorragend positioniert. In Lorca spricht das flache Finale dafür, erneut Brennan als erste Sprintoption einzusetzen.

Einer seiner gefährlichsten Gegner dürfte Jordi Meeus sein. Der Belgier wurde auf der 5. Etappe Zweiter hinter Brennan und belegte auch beim Sprint in Xeraco Rang drei. Der Alto de Aledo sollte für ihn kein unüberwindbares Hindernis darstellen. Kommt Meeus mit dem Hauptfeld nach Lorca, gehört er im direkten Sprint zu Brennans stärksten Konkurrenten.

Auch Bryan Coquard (Cofidis) gehört nach seinem Sieg auf der 8. Etappe in den Favoritenkreis. Der Franzose bezwang dort Mads Pedersen im Fotofinish und feierte seinen ersten Grand-Tour-Etappensieg. Seine Bergfestigkeit ist auf einem Parcours mit einem späten Anstieg ebenfalls ein Vorteil.

Dahinter kommen Hugo Hofstetter (NSN Cycling Team), Alessandro Romele (XDS Astana), Vincenzo Albanese, Pau Miquel (Bahrain Victorious) und Orluis Aular (Movistar Team) für eine vordere Platzierung infrage. Auch Magnus Cort (Uno-X Mobility) zählt nach seinem zweiten Platz auf der 10. Etappe zum erweiterten Kreis.

Eine Schlüsselstelle wartet erst ganz zum Schluss: Rund 400 Meter vor dem Ziel folgt eine fast 180 Grad enge Kurve. Die Positionierung dürfte deshalb entscheidend sein und erhöht den Wert eines starken Sprintzuges.

Wertungen der 11. Etappe der Vuelta a España 2026

Sprintwertung
Totana | Rennkilometer 111,9 | Intermediate Sprint & Zeitbonifikationen

Bergwertungen
Alto de Aledo / Morrón de Totana (623 m) | 3. Kategorie | 9,5 km mit 4,2 % | Rennkilometer 121,8

TV-Tipp: 11. Etappe der Vuelta a España 2026 im Fernsehen

Ab 14:45 Uhr überträgt Eurosport 1 die 11. Etappe der Vuelta a España 2026 live im Free-TV.

Grafiken: © Unipublic