Start Profi-Sport 8. Etappe Vuelta a España 2026: Coquard siegt, Pogačar stürzt

8. Etappe Vuelta a España 2026: Coquard siegt, Pogačar stürzt

Übersicht

Bryan Coquard (Cofidis) hat die 8. Etappe der Vuelta a España 2026 gewonnen. Der Franzose setzte sich nach 171 Kilometern von Puçol nach Xeraco im Sprint gegen Mads Pedersen (Lidl-Trek) durch und feierte damit mit 34 Jahren seinen allerersten Etappensieg bei einer Grand Tour. Dritte wurde Jordi Meeus (Red Bull-Bora-Hansgrohe).

Überschattet wurde die Etappe vom schweren Sturz des Gesamtführenden Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG), der das Rennen aufgeben musste. Enric Mas (Movistar) übernimmt damit die Führung in der Gesamtwertung Rote Trikot.

So verlief die 8. Etappe der Vuelta a España 2026

Bereits in der Neutralisation kam es zu einem größeren Sturz. Unter anderem ging Primož Roglič (Red Bull-BORA-hansgrohe) zu Boden, konnte das Rennen aber fortsetzen. Schwerer erwischte es Floris Van Tricht (NSN Cycling Team) und Diego Uriarte (Equipo Kern Pharma). Beide mussten die Vuelta verlassen. Wegen des Zwischenfalls wurde das Rennen später eröffnet. Wenig gab auch Mattia Gaffuri (Picnic PostNL) auf.

Sinuhé Fernández (Burgos Burpellet-BH) ging als Einziger in die Offensive vom Feld. Der Spanier blieb über weite Teile des Tages der einzige Ausreißer und konnte sich mehrere Minuten Vorsprung erarbeiten. Das Peloton hielt ihn jedoch stets unter Kontrolle.

Solist Fernández lange vor dem Feld

Erst im letzten Rennviertel wurde der Abstand zu Fernández deutlich reduziert. 38 Kilometer vor dem Ziel war seine Solofahrt schließlich beendet. Damit war das Feld noch vor dem Zwischensprint in Simat de la Valldigna wieder geschlossen.

Von dort waren es nur wenige Kilometer bis zur einzigen kategorisierten Steigung des Tages. Der Puerto de Barx führte über 4,7 Kilometer bei durchschnittlich 5,6 Prozent und sollte eigentlich die entscheidende Prüfung für die Sprinter werden.

Schwerer Sturz beendete Pogačars Vuelta

Rund 32 Kilometer vor dem Ziel stürzte Tadej Pogačar im vorderen Teil des Pelotons schwer. Der Träger des Roten Trikots blieb zunächst auf der Straße sitzen und wurde von den Rennärzten sowie Mitarbeitern von UAE Team Emirates-XRG versorgt. Er hatte tiefe Schürf- und Schnittverletzungen an der linken Schulter und an der linken Gesichtshälfte erlitten.

Das Feld wartete zunächst ab und verringerte das Tempo hoch zum Puerto de Barx. Als klar war, dass Pogačar ncht wiedr zurückkommen würde, wurde das Rennen von den Fahrern wieder eröffnet.

Kurz nach der Kuppe des Puerto de Barx attackierte Xabier Mikel Azparren (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team). Der Spanier konnte sich etwa 15 Sekunden Vorsprung erarbeiten und zwang die Sprinterteams zur Nachführarbeit. Zehn Kilometer vor dem Ziel kam es erneut zu einem Sturz, bei dem vor allem Roland Thalmann (Tudor Pro Cycling Team) betroffen war.

Azparren wehrte sich lange gegen das herannahende Peloton. Noch drei Kilometer vor dem Ziel lag er allein vorne. Erst rund 1,5 Kilometer vor der Linie wurde Azparren gestellt. Damit war der Weg für einen Massensprint frei.

Massensturz auf den letzten 300 Metern

Auf dem finalen Kilometer war van Aert vorne, während sein Teamkollege Brennan weiter hinten Schwierigkeiten hatte, sich für den Sprint zu positionieren. Brennan musste seinen Sprint außerhalb der Top Ten eröffnen.

Dann kam es rund 300 Meter vor dem Ziel zum nächsten großen Sturz. Im hinteren Teil der Sprintgruppe gingen zahlreiche Fahrer zu Boden oder wurden aufgehalten. Vorne konnten Pedersen, Meeus und Coquard ihre Sprints dagegen fortsetzen.

Pedersen eröffnete den Sprint und lag zunächst in Führung. Coquard hatte sich am Hinterrad von Meeus positioniert und kam auf den letzten Metern noch einmal stark auf. Der Franzose zog neben Pedersen und war im Fotofinish knapp vorne. Meeus belegte Rang drei, Ben Turner wurde Vierter und Jordan Labrosse (Decathlon CMA CGM) Fünfter. Brennan erreichte das Ziel auf Rang zehn.

Fotos: Photonews.be