Start Profi-Sport Vorschau 8. Etappe Vuelta a España 2026: Sprint in Xeraco?

Vorschau 8. Etappe Vuelta a España 2026: Sprint in Xeraco?

Übersicht

8. Etappe | 29. August | Puçol – Xeraco | 171 km

An Tag acht der Vuelta a España 2026 bekommen die Sprinter wieder eine Chance. Die dritte in dieser ersten Woche – sofern sie den Puerto de Barx überstehen. Dieser Berg der 2. Kategorie ist das einzig echte Hindernis auf der 171 Kilometer lange Fahrt von Puçol nach Xeraco. 27,4 Kilometer vor dem Ziel könnte der 4,7 Kilometer lange und durchschnittlich 5,6 Prozent steile Anstieg die Hoffnungen der Sprinter und ihrer Teams zunichtemachen.

Einige Teams könnte ein Interesse daran haben, den Berg schnell hoch zu fahren, um die Konkurrenten anzuhängen. Allerdings verbleibt noch eine knappe halbe Rennstunde, um den Rückstand bis ins Ziel zu kompensieren. Nur wer auf dem Puerto de Barx deutlich mehr als eine halbe Minute verliert, dürfte deshalb Schwierigkeiten bekommen, vor dem Finale wieder Anschluss zu finden.

Strecke der 8. Etappe der Vuelta a España 2026

Die 8. Etappe startet in Puçol, das rund 20 Kilometer nördlich von Valencia liegt. Von dort führt die Strecke einen großen Bogen um Valencia und führt über La Pobla de Farnals, Massamagrell, Meliana in Richtung Vaaencia. Schlägt dann einen großen Bogen um die Stadt und und verläuft über Bétera, San Antonio de Benagéber und Riba-roja de Túria ohne großen topographische Schwierigkeiten ins Hinterland.

Nach gut 80 Kilometern erreicht die Profis Montserrat und fahren über Montroi, Real und Catadau weiter nach Süden. Über Carlet geht es schließlich Richtung Algemesí und Alzira. Die Strecke nähert sich nun langsam den Bergen westlich der Costa de Valencia.

Über La Barraca d’Aigües Vives gelangen die Profis nach Simat de la Valldigna. Dort wird bei Rennkilometer 138,9 die Sprintwertung abgenommen, bei der es neben den Punkten noch zusätzlich Bonussekunden zu gewinnen gibt. Hier beginnt auch direkt der einzige kategorisierte Anstieg des Tages.

Der Puerto de Barx ist als Anstieg der 2. Kategorie eingestuft.Er ist 4,7 Kilometer lang und durchschnittlich 5,6 Prozent steil. Die reinen Zahlen wirken nicht besonders bedrohlich. Ein fast fünf Kilometer langer Anstieg mit knapp sechs Prozent reicht aber durchaus, um klassische, schwere Sprinter in Schwierigkeiten zu bringen – vor allem wenn Mannschaften mit kletterstärkeren schnellen Männern das Tempo forcieren.

Von der Bergwertung auf 319 Metern sind es noch 27,4 Kilometer bis zum Ziel in Xeraco, das am Meer liegt. Nach einer kurzen noch ansteigenden Passage über Barx und La Drova führt die Strecke deutlich bergab. Anschließend folgt ein weitgehend flaches Finale nach Xeraco.

Die letzten 5,4 Kilometer beginnen mit der Einfahrt nach Xeraco. Danach führt die Strecke Richtung Küste zum Ziel.

Karte der 8. Etappe der Vuelta a España 2026


Das Finale der 8. Etappe der Vuelta a España 2026

Favoriten-Check: Etappensieg und Rotes Trikot

Die 8. Etappe der Vuelta a España 2026 bietet den Sprintern die nächste große Chance – vorausgesetzt, die endschnellen Fahrer überstehen den Barx, eine Bergwerung der 2. Kategorie. Gerade dort könnten Mannschaften versuchen, das Rennen schnell zu machen und einige der Sprinter abzuhängen. Nach der Bergwertung sind es nur noch 27 Kilometer bis ins Ziel.

Der klare Favorit ist Matthew Brennan (Team Visma | Lease a Bike). Der Brite hat die beiden bisherigen Sprintentscheidungen dieser Vuelta für sich entschieden: zunächst in Manosque und anschließend auf der 5. Etappe in Roquetes. Dort setzte er sich nach einem starken Lead-out von Wout van Aert und Christophe Laporte vor Jordi Meeus durch. Bemerkenswert war dabei, dass auch ein kategorisierter Anstieg rund 25 Kilometer vor dem Ziel Brennan nicht entscheidend in Schwierigkeiten brachte.

Die größte Herausforderung könnte diesmal aus den eigenen Reihen kommen. Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike) führt nach seiner offensiven Fahrt auf der 7. Etappe mit 104 Punkten die Punktewertung an, zwei Zähler vor Tadej Pogačar. Van Aert sammelte auf dem Weg nach Valdelinares die volle Punktzahl beim Zwischensprint und wurde am Ende sogar Dritter der Bergetappe. In Xeraco könnte er deshalb selbst Interesse an weiteren Punkten haben. Bislang hat Visma in den Sprintetappen allerdings konsequent Brennan unterstützt.

Jordi Meeus (Red Bull-BORA-hansgrohe) dürfte Brennans gefährlichster Gegner in einem klassischen Massensprint sein. Der Belgier wurde auf der 5. Etappe Zweiter und hat damit seine Geschwindigkeit bereits unter Beweis gestellt. Für ihn geht es vor allem darum, am Barx keinen entscheidenden Rückstand zu kassieren. Kommt Meeus mit der ersten Gruppe nach Xeraco, gehört er zu den wenigen Fahrern, die Brennan im direkten Sprint ernsthaft fordern können.

Ein ganz anderes Interesse besitzt Mads Pedersen (Lidl-Trek). Der Däne kann nicht darauf hoffen, Brennan in einem Sprint in der Ebene zu schlagen. Deshalb könnte Lidl-Trek versuchen, am Barx für die Selektion zu sorgen. Pedersen ist bergfester als viele klassische Sprinter und würde von einem möglichst harten Rennen profitieren.

Dahinter gibt es weitere Kandidaten wie Hugo Hofstetter (NSN Cycling Team), Vincenzo Albanese (EF Education-EasyPost) oder Orluis Aular (Movistar Team).

Wertungen der 8. Etappe der Vuelta a España 2026

Sprintwertungen
Simat de la Valldigna  | Rennkilometer 137,4 | Intermediate Sprint & Zeitbonifikationen

Bergwertungen
Puerto de Barx (319 m) | 2. Kategorie | 4,7 km mit 5,6 % | Rennkilometer 143,6

TV-Tipp: 8. Etappe der Vuelta a España 2026 im Fernsehen

Ab 15:00 Uhr überträgt Eurosport 1 die 8. Etappe der Vuelta a España 2026 live im Free-TV.

Grafiken: © Unipublic