Alberto Bettiol (XDS Astana Team) hat die 13. Etappe des Giro d’Italia 2026 von Alessandria nach Verbania gewonnen. Der Italiener erreichte das Ziel als Solist, nachdem er am letzten Anstieg des Tages rund 13 Kilometer vor dem Ziel zunächst Andreas Leknessund (Uno-X Mobility) eingeholt und anschließend selbst attackiert hatte. Leknessund belegte am Ende den zweiten Platz mit einem Rückstand von 26 Sekunden. Auf Rang drei kam Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step) – 44 Sekunden zurück.
Alle drei gehörten zu einer 15 Fahrer starken Spitzengruppe, die vom Peloton freie Fahrt bekam. Die GC-Favoriten erreichten das Ziel im großen Feld mit einem Rückstand von rund 13 Minuten.
Alberto Bettiols Erfolg war für sein Team XDS Astana Team bereits der dritte Etappensieg bei dieser Italien-Rundfahrt.
So verlief die 13. Etappe des Giro d’Italia 2026 von Alessandria nach Verbania

Wie erwartet entwickelte sich die 13. Etappe des Giro d’Italia 2026 zu einem Tag für die Ausreißer. Dementsprechend umkämpft war auch die Anfangsphase. Zu den auffälligsten Fahrern zählten dabei Mikkel Bjerg (UAE Team Emirates-XRG) und Filippo Ganna (Netcompany Ineos). Doch zunächst blieb das Rennen lange offen, Attacken und Konter prägten die ersten Rennkilometer.
Dann setzte sich zunächst eine sieben Fahrer starke Gruppe ab: Vicente Rojas (Bardiani-CSF 7 Saber), Larry Warbasse (Tudor Pro Cycling Team), Andreas Leknessund (Uno-X Mobility), Michael Valgren (EF Education-EasyPost), Mark Donovan (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team), Diego Sevilla (Team Polti VisitMalta) und Johan Jacobs (Groupama-FDJ United). Jacobs war schon in den Tagen zuvor sehr offensiv gefahren.
Dahinter formierten sich gleich zwei Verfolgergruppen. In der ersten befanden sich Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step), Mikkel Bjerg (UAE Team Emirates-XRG), Francesco Busatto (Alpecin-Premier Tech), Mirco Maestri (Team Polti VisitMalta) und Alberto Bettiol (XDS Astana Team). Diese Gruppe lag anfänglich rund eine halbe Minute zurück.
Die zweite Verfolgergruppe folgte wiederum etwa eine halbe Minute hinter der ersten. Mit dabei waren Axel Huens und Joshua Kench (beide Groupama-FDJ United), zwei Teamkollegen von Johan Jacobs, sowie Toon Aerts (Lotto-Intermarché) und Markus Hoelgaard (Uno-X Mobility).
Beide Verfolgergruppen konnten schließlich ganz nach vorne aufschließen, nachdem das Feld entschieden hatte, die Nachführarbeit vorerst einzustellen. So wuchs der Abstand schnell auf mehr als drei Minuten an. Die Führenden bauten ihren Vorsprung weiter aus.
Im Feld übernahm Bahrain Victorious zwar die Kontrolle für den Träger des Rosa Trikots, Afonso Eulálio, betrieb aber keine konsequente Nachführarbeit. Der Vorsprung wuchs zwischenzeitlich auf rund zehn Minuten an.
Bettiol setzte eine Konterattacke erfolgreich am letzten Berg

Damit war früh klar: Der Tagessieg würde aus der Fluchtgruppe vergeben. Im Finale begann zunächst Groupama-FDJ United, die Gruppe über den Anstieg in Bieno und in Richtung Ungiasca auszudünnen. Kench forcierte, Valgren, Leknessund und Bettiol blieben zunächst dran. Als Leknessund am steilsten Abschnitt hoch nach Ungiasca angriff, sah es kurz so aus, als könne der Norweger die Vorentscheidung erzwingen. Doch Bettiol reagierte stark, schloss zu Leknessund auf und setzte kurz vor der Bergwertung von Ungiasca den entscheidenden Konter.
Auf der Kuppe hatte Bettiol Leknessund bereits abgeschüttelt. Der Italiener sicherte sich zudem die Bergwertung an Ungiasca und ging mit Vorsprung in die Abfahrt. Rund 13 Kilometer solo reichten Bettiol schließlich zum Etappensieg.
Ergebnis der 13. Etappe des Giro d’Italia 2026
1 – Alberto Bettiol (XDS Astana Team) – 3:51:33 Stunden
2 – Andreas Leknessund (Uno-X Mobility) +0:26
3 – Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step) +0:44
4 – Michael Valgren (EF Education-EasyPost) +0:44
5 – Mark Donovan (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team) +0:44
6 – Joshua Kench (Groupama-FDJ United) +0:44
7 – Mikkel Bjerg (UAE Team Emirates-XRG) +1:33
8 – Francesco Busatto (Alpecin-Premier Tech) +1:35
9 – Markus Hoelgaard (Uno-X Mobility) +1:35
10 – Diego Sevilla (Team Polti VisitMalta) +1:35
Fotos: photonews.be
