Matthew Brennan feierte am Ende des 17. Tagesabschnitts der Vuelta a España 2026 seinen fünften Etappensieg. Der 21 Jahre alte Profi aus dem Team Visma | Lease a Bike sprintete nach 185 Kilometern von Dos Hermanas nach Sevilla deutlich vor Jordi Meeus (Red Bull-Bora-Hansgrohe) und Magnus Cort (Uno-X Mobility) zum Sieg. Alessandro Romele (XDS Astana Team) wurde Vierter vor Steffen De Schuyteneer (Lotto-Intermarché).
Enric Mas (Movistar) verteidigte einen Tag vor dem wichtigen Einzelzeitfahren die Führung in der Gesamtwertung.
So verlief die 17. Etappe der Vuelta a España 2026
Auf der flachsten Straßenetappe dieser Vuelta gab es keine einzige kategorisierte Steigung und weniger als 1.000 Höhenmeter. Entsprechend klar war die Rollenverteilung: Die Sprinterteams wollten die letzte sichere Chance für ihre schnellen Männer nutzen. Nach dem offiziellen Start des Rennens setzten sich auch nur die Fahrer ab: Enzo Paleni (Groupama-FDJ United), Sinuhé Fernández (Burgos Burpellet-BH) und Fredrik Dversnes (Uno-X Mobility).
Dversnes beendete seinen Ausreißversuch allerdings schon wenig später und ließ sich wieder ins Peloton zurückfallen. Damit blieben Paleni und Fernández zu zweit an der Spitze. Ihr Vorsprung wuchs nach 18 Kilometern auf rund 4:30 Minuten an. Visma | Lease a Bike reagierte als erste Mannschaft und übernahm die Kontrolle. 60 Kilometer vor dem Ziel lag der Vorsprung der Ausreißer noch bei rund zwei Minuten.
Windkante teilte das Feld kurzzeitig
Gleichzeitig nahm die Nervosität auf den offenen Straßen rund um Sevilla zu. Rund 50 bis 60 Kilometer vor dem Ziel erhöhte Red Bull-Bora-hHansgrohe das Tempo im Seitenwind. Das Peloton zog sich zunächst in die Länge und teilte sich kurzzeitig in zwei Gruppen.
Die Aktion entwickelte sich jedoch nicht zu einer entscheidenden Windkante. Das Tempo wurde wieder etwas geringer, die zurückgefallenen Fahrer schafften den Anschluss und das Feld lief erneut zusammen.
Rund 15 Kilometer vor dem Ziel beschleunigte Paleni und ließ seinen Begleiter deutlich zurück. Fernández wurde wenig später eingeholt, während Paleni allein weiterfuhr. Der Franzose hielt sich überraschend lange vor dem herannahenden Peloton. Erst rund drei Kilometer vor der Ziellinie war seine lange Flucht endgültig beendet.
Doch kaum war der Franzose gestellt, versuchten mehrere Fahrer die fehlende Organisation der Sprintmannschaften auszunutzen. Drei Profis versuchten, sich auf den kurvenreichen Straßen im Finale kurzzeitig ab.zusetzen Van Aert reagierte persönlich und neutralisierte den Angriff. Damit hielt der Belgier das Rennen für Brennan zusammen.
Uno-X Mobility übernahm mit gleich mehreren Fahrern die Spitze des Feldes und bereitete das Finale für Magnus Cort vor. Van Aert brachte Brennan wieder nach vorne. Der Belgier führte seinen Teamkollegen durch das hektische Finale und platzierte ihn schließlich am Hinterrad des Uno-X-Zuges. Unter der Flamme Rouge lagen mehrere Fahrer der norwegischen Mannschaft vor Cort. Brennan saß direkt dahinter.
Cort wurde auf der Zielgeraden von seinen Teamkollegen lanciert und eröffnete den Sprint. Brennan wartete diesmal etwas länger als bei seinen vorherigen Erfolgen. Dann zog der Brite aus dem Windschatten des Dänen, beschleunigte und gewann.
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