Start Profi-Sport 9. Etappe der Vuelta a España 2026: Enric Mas gewinnt am Alto de Aitana

9. Etappe der Vuelta a España 2026: Enric Mas gewinnt am Alto de Aitana

Übersicht

Enric Mas (Movistar) hat die 9. Etappe der Vuelta a España 2026 gewonnen und seine Führung im Gesamtklassement ausgebaut. Der Spanier setzte sich nach 187,4 Kilometern von La Vila Joiosa zur Bergankunft auf dem Alto de Aitana im Sprint gegen Oscar Onley (Netcompany Ineos) durch. Primož Roglič (Red Bull-Bora-Hansgrohe) wurde mit zwölf Sekunden Rückstand Dritter, Felix Gall (Decathlon CMA CGM) folgte sechs Sekunden später auf Rang vier.

Für Mas war dieser Erfolg sein zweiter Vuelta-Etappensieg fest – acht Jahre nach seinem Erfolg auf der Collada de la Gallina.

Vor dem ersten Ruhetag führt Mas nun mit 1:18 Minuten Vorsprung auf Roglič.

So verlief die 9. Etappe der Vuelta a España 2026

Einen Tag nach dem schweren Sturz und dem Ausscheiden von Tadej Pogačar stand erstmals Mas im Roten Trikot des Gesamtführenden am Start.

Von Beginn an wurde um die Fluchtgruppe gekämpft. Nach neun Kilometern konnten sich zunächst Pavel Sivakov (UAE Team Emirates-XRG), Alexey Lutsenko (NSN Cycling Team), Andreas Kron (Uno-X Mobility), Alastair Mackellar (EF Education-EasyPost), Fabian Weiss (Tudor Pro Cycling Team) und Alessandro Romele (XDS Astana Team) etwa 20 Sekunden absetzen. Doch dahinter gingen die Attacken weiter.

24 Fahrer große Spitzengruppe

Am Puerto de Tárbena, der ersten Bergwertung des Tages, musste Weiss seine Begleiter wieder ziehen lassen. Finn Fisher-Black (Red Bull-Bora-Hansgrohe), Urko Berrade (Equipo Kern Pharma), Valentin Paret-Peintre (Soudal Quick-Step), Santiago Buitrago (Bahrain Victorious) und Stefan Küng (Tudor Pro Cycling Team) gehörten zu den Fahrern, die sich auf dem Weg zur Spitze machten.

Bis zum Puerto de El Miserat hatte sich vorne eine 15-köpfige Gruppe gebildet. Santiago Buitrago (Bahrain Victorious) setzte sich dort an der Bergwertung durch und übernahm virtuell die Führung im Bergklassement. Weitere Fahrer schlossen sich. an. Nach über 100 Rennkilometern umfasste die Spitzengruppe schließlich 24 Profis – darunter auch Ramses Debruyne vom Team Alpecin-Premier Tech.

Nach dem Puerto de Tudons griff Romele an. Der Italiener setzte sich in der Abfahrt alleine ab und gewann zunächst den Zwischensprint. Auch am Puerto de Benifallim fuhr er als Erster über die Bergwertung. Dahinter gingen Pavel Sivakov und der spanische Meister Marcel Camprubí (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team) in die Verfolgung. Rund 40 Kilometer vor dem Ziel schlossen die beiden zu Romele auf.

Decathlon übernahm für Gall die Kontrolle

Im Feld übernahm jetzt Decathlon CMA CGM übernahm für Felix Gall das Kommando. Der Österreicher war als Dritter der Gesamtwertung mit 1:21 Minuten Rückstand auf Mas in die Etappe gestartet und hatte damit die Chance, den neuen Gesamtführenden direkt unter Druck zu setzen

Die drei Spitzenreiter erreichten den Fuß des 22 Kilometer langen Schlussanstiegs Alto de Aitana mit rund eineinhalb Minuten Vorsprung auf ihre ersten Verfolger. Das Peloton lag zu diesem Zeitpunkt noch etwa fünf Minuten zurück. Romele musste schon früh in der Schlusssteigung abreißen lassen, sodass Sivakov und Camprubí vorne verblieben.

Dahinter hielt Decathlon das Tempo weiter hoch, so dass sich der Abstand zu den Führenden  schnell verringere.

Zehn Kilometer setzte sich Sivakov ab, doch sein Vorsprung wurde immer kleiner.

Gall eröffnete den Kampf der Favoriten

Rund acht Kilometer vor dem Ziel fuhr Gregor Mühlberger noch ein Leadout für seinen Kapitän Gall attackierte. Der Österreicher konnte jedoch daraus keinn ntscheidenden Vorteil schöpfen. Mas, Roglič, Onley, Richard Carapaz (EF Education-EasyPost), Jarno Widar (Lotto-Intermarché) und weitere Klassementfahrer blieben in Reichweite. Kurz darauf versuchte Gall ein zweites Mal, sich abzusetzen – erneut ohne Erfolg.

5,5 Kilometer vor dem Ziel ging Carapaz in die Offensive. Der Ecuadorianer konnte sich kurz von der Gruppe lösen, wurde aber rund einen Kilometer später wieder eingeholt. Auch Sivakovs langer Versuch endete rund 4,5 Kilometer vor dem Gipfel.

Gall attackierte 3,8 Kilometer vor dem Ziel ein weiteres Mal. Doch auch sein dritter Versuch brachte keine Entscheidung. Als anschließend das Tempo kurz herausgenommen wurde, konnten Mattias Skjelmose (Lidl-Trek), Cristian Rodríguez (XDS Astana Team) und Widar wieder aufschließen.

Mas attackierte drei Kilometer vor dem Ziel

Dann griff erstmals Mas im Roten Trikot selbst an. Rund 3,2 Kilometer vor dem Ziel beschleunigte er; nur Onley konnte folgen. Roglič reagierte etwas später und schaffte es unterhalb der Zwei-Kilometer-Marke noch einmal bis an das Duo heran. Gall dagegen konnte die Beschleunigung nicht mehr mitgehen.

Mas erhöhte erneut das Tempo und Roglič musste wieder reißen lassen. Nur Onley blieb am Hinterrad des Gesamtführenden. Mas fuhr von vorne und hielt das Tempo hoch. Trotz dieser taktisch eigentlich ungünstigen Ausgangslage ließ er Onley auch im Sprint keine Chance. Der Movistar-Kapitän eröffnete selbst den Sprint und brachte seine Führung souverän bis über die Ziellinie.

Foto: Photonews.be