Start Unkategorisiert 19. Etappe Tour de France 2026: Tadej Pogačar siegt in Alpe d’Huez

19. Etappe Tour de France 2026: Tadej Pogačar siegt in Alpe d’Huez

Übersicht

Tadej Pogačar (UAE Team Emirates XRG) hat die Bergankunft in Alpe d’Huez nach 127,9 Kilometern gewonnen. Der Weltmeister setzte sich früh am Schlussanstieg der 19. Etappe der Tour de France ab aus der Gruppe der Gesamtklassementfahrer ab. Nach und nach holte er die vor ihm liegenden Ausreißer ein. Zweiter wurde Lenny Martinez (beide Bahrain Victorious) mit einem Rückstand von sechs Sekunden. Dritter wurde Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) – neun sekunden zurück. Er und Martinez gehörten zu einer über 40 Mann Fahrer großen Spitzengruppe, die sich bereits am ersten Anstieg des Tages gebildet hatte.

Remco Evenepoel (Red Bull–Bora–Hansgrohe) kam 2:29 Minuten später als der Sieger ins Ziel. Isaac Del Toro überquerte als Siebter die Ziellinie (+2:41)

Tadej Pogačar baute mit diesen Sieg seine Führung in der Gesamtwertung aus. Er liegt nun 7:11 Minute vor Remco Evenepoel. Auf Platz fünf rückte Lenny Martinez vor (+13:00 Minuten). Er verdrängte die beiden Lidl-Trek-Profis Mattias Skjelmose und Juan Ayuso, da er auch von der Tempoarbeit derer Teamkollegen in der Spitzengruppe profitierte. Carapaz machte auch Plätze im GC gut. Er ist jetzt Achter mit einem Rückstand von 21:15 Minuten. Zudem übernahm der Olympiasieger aus Ecuador die Führung in der Bergwertung.

So verlief die 19. Etappe Tour de France 2026

Das Rennen begann direkt bergauf. Bereits hoch zum Col Bayard, einem 4,8 Kilometer langen Anstieg mit durchschnittlich 7,2 Prozent, gab es eine erste größere Selektion ein. Sean Quinn und Ben Healy (beide EF Education-EasyPost), Derek Gee-West (Lidl-Trek) und Tobias Halland Johannessen attackierten früh.

42 Fahrer in der Spitzengruppe

Wenig später entstand eine deutlich größere Gruppe, die sich vom Peloton lösen konnte. Dazu zählten insgesamt 42 Fahrer:

  • Adam Yates (UAE Team Emirates XRG)
  • Bruno Armirail, Matteo Jorgenson, Sepp Kuss, Davide Piganzoli (alle Team Visma | Lease a Bike)
  • Mattia Cattaneo (Red Bull–Bora–Hansgrohe)
  • Derek Gee, Mads Pedersen, Quinn Simmons, Mathias Vacek (alle Lidl-Trek)
  • Richard Carapaz, Alex Baudin, Ben Healy, Sean Quinn (alle EF Education-EasyPost)
  • Tiesj Benoot, Matthew Riccitello (beide Decathlon CMA CGM Team)
  • Harold Tejada (XDS Astana Team)
  • Lenny Martinez, Antonio Tiberi (beide Bahrain Victorious)
  • Thymen Arensman, Tobias Foss, Joshua Tarling (alle Netcompany Ineos Cycling Team)
  • Valentin Paret-Peintre (Soudal Quick-Step)
  • Ben O’Connor, Felix Engelhardt, Michael Matthews (alle Team Jayco AlUla)
  • Tobias Halland Johannessen, Anders Halland Johannessen (beide Uno-X Mobility)
  • George Bennett (NSN Cycling Team)
  • Pablo Castrillo, Raúl García Pierna, Javier Romo, Einer Rubio (alle Movistar Team)
  • Ion Izagirre (Cofidis)
  • Damien Howson (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team)
  • Clément Braz Afonso, Guillaume Martin-Guyonnet, Quentin Pacher (alle Groupama-FDJ United)
  • Marc Hirschi, Michael Storer, Yannis Voisard (alle Tudor Pro Cycling Team)
  • Sebastian Berwick (Caja Rural-Seguros RGA)

An der Passhöhe Col Bayard kämpften Valentin Paret-Peintre und Richard Carapaz um das Gepunktete Trikot. DerFranzose gewann und übernahm damit virtuell die Führung in der Bergwertung. Auch am Col du Noyer, einem Anstieg der 1. Kategorie, war Paret-Peintre erneut der Erste.

Visma, Lidl-Trek und EF arbeiteten in der Fluchtgruppe

Nach dem Col du Noyer wuchs der Vorsprung der Spitzengruppe weiter, da die Teams Visma-Lease a Bike (Armirail), EF Education-EasyPost (Healy, Baudin) und Lidl-Trek (Gee-West).gut zusammenarbeiteten.

Im Peloton kontrollierte zunächst UAE Team Emirates-XRG, dann stieg Red Bull-Bora-Hansgrohe mit ein. Das Tempo reichte zunächst aber nicht, um die große Fluchtgruppe entscheidend zurückzuholen. Der Vorsprung wuchs zwischenzeitlich auf rund vier Minuten.

Wenige Kilometer vor dem Zwischensprint in Le Périer (Rennkilometer 89,4) fielen die ersten Helfer aus der Spitzengruppe zurück. Auf Ben Healy folgte Joshua Tarling.

Im Feld beteiligte sich jetzt auch Pinarello Q36.5 an der Tempoarbeit, da der Rückstand auf knapp viereinhalb Minuten angewachsen war.

Den Zwischensprint – 38 Kilometer vor dem Ziel – gewann erwartungsgemäß Mads Pedersen. Der Däne baute seinen Vorsprung auf Jasper Philipsen (Alpecin-Premier Tech) auf 57 Punkte aus. Nach dem Zwischensprint stieg die Straße wieder an, auch wenn der offizielle Anstieg zur nächsten Bergwertung zum Col d’Ornon, noch nicht begann. Weitere Fahrer wie Jorgenson, Paret-Peintre, Engelhardt, Hirschi, O’Connor und Matthews mussten dem Tempo in der Ausreißergruppe Tribut zollen. Auch Gee-West ließ sich zurückfallen, um dann jetzt im Feld mitzuhelfen. Der Kanadier hatte zuvor schon in der Spitzengruppe gepaced.

Bis zur Passhöhe des Anstiegs der 2. Kategorie verkleinerte sich durch die Tempoarbeit von Bruno Amirail die Spitzengruppe auf 14 Fahrer. Carapaz sicherte sich dieses Ma die Maximalpunktzahl von 5 Punkten.

Gruppe ums GC am Col d’Ornon nur noch 11 Fahrer stark

Die Gruppe ums Gelbe Trikot kam mit einem Rückstand von 3:47 Minuten zur Bergwertung und umfasste nur noch 11 Fahrer. Felix Großschartner (UAE Team Emirates-XRG) führte diese GC-Gruppe in die Abfahrt. Ihm folgten Tadej Pogačar und Isaac del Toro (beide UAE Team Emirates-XRG), Remco Evenepoel, Maxim Van Gils und Jai Hindley (alle Red Bull–Bora–Hansgrohe), Mattias Skjelmose und Juan Ayuso (beide Lidl-Trek), Paul Seixas und Nicolas Prodhomme (beide Decathlon CMA CGM Team) sowie Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team). In der Abfahrt fuhren sie auf Vacek und Pedersen auf, die sie bei der Tempoarbeit unterstützten.

Die Spitzengruppe kam mit einen Rückstand von rund 3:10 Minuten in den Schlussanstieg nach Alpe d’Huez. Juan Ayuso und Tom Pidcock waren die erste Klassementfahrer, die bereits zu Beginn des 13,8 kilometerlangen Hors Categore-Anstiegs zurückfielen.

Während vorne Arensman das Tempo beschleunigte und die Gruppe reduzierte, fuhr Pogačar bereits 12,5 Kilometer vor dem Ziel los. Keiner seiner Konkurrenten folgte dem Träger des Gelben Trikots.

Spitzen-Trio mit Kuss, Martinez und Carapaz hoch nach Alpe d’Huez

An der Spitze waren elf Kilometer vor Ziel nur noch Kuss, Martinez und Carapaz. Pogacar war nur noch zweieinhalb Minuten zurück. Dahinter die Verfolger angeführt von Tiesj Benoot, der das Tempo für seinen Kapitän Paul Seixas machte. In der Gruppe waren noch Evenepoel, Del Toro, Skjelmose und Cattaneo, der von vorne zurückkam.

Carapaz attackierte dann an der Spitze, zunächst konnte nur Martinez mitgehen. Doch Kuss kam zurück. In der GC-Verfolgergruppe, die rund acht Kilometer vor dem Ziel, bereits über eine Minute hinter Pogačar zurücklag, machte Sexas jetzt das Tempo. Kurze Zeit später kam Riccitello von vorne für Seixas zurück. Ayuso lag bereits knapp zwei Minuten hinter diese Gruppe.

Gut fünf Kilometer vor dem Ziel attackierte Carapaz erneut, doch ohne seine Attacke wurde von Martinez gekontert. Ach Kuss kam zurück.. An der 5-Kilometer-Marke hatte Pogačar noch knapp 50 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Die Gruppe um Evenepoel, Seixas und Del Toro sowie Skjelmose lagen über zwei Minute hinter dem „Gelben“.

Pogačar hatte die Spitzenreiter dreieinhalb Kilometer vor dem Ziel im Blick. Allerdings attackierte Carapaz kurz vor dem Zusammenschluss und konnte sich leicht absetzen. Pogačar holte erst Kuss und dann Martinez ein. In der Gruppe dahinter attackierte Evenepoel und konnte sich zunächst leicht absetzen. Danach ging Del Toro.

Pogačar hatte, Martinez im Schlepptau, den Führenden Carapaz 1,7 Kilometer vor dem Ziel eingeholt. 800 Meter vor dem Ziel beschleunigte Pogačar und konnte sich absetzen. Für den Weltmeister aus Slowenien war es sein erster Sieg auf der „Alpe“.

Fotos: photonews.be