Start Profi-Sport Vorschau 2. Etappe Giro d’Italia 2026: Bergauf-Sprint in Tarnovo

Vorschau 2. Etappe Giro d’Italia 2026: Bergauf-Sprint in Tarnovo

Übersicht

2. Etappe | 9. Mai 2026 | Burgas – Veliko Tarnovo | 221 km | 2.600 Höhenmeter


Bereits am zweiten Tag des Giro d’Italia erwartet die Fahrer ein langer Riemen. Mit 221 Kilometern ist der Abschnitt zwischen Burgas und Veliko Tarnovo die zweitlängste Etappe dieser Italien-Rundfahrt. Die reine Distanz dürfte die Fahrer an diesem Tag weniger vor Probleme stellen, das Finale dagegen schon eher. Nicht, weil es besonders anspruchsvoll wäre, sondern weil die Abfolge von Steigungen und Abfahrten auf den letzten 15 Kilometern das Rennen hektisch und nervös machen kann.

Direkt nach den Zeitbonifikationen am Red-Bull-Kilometer geht es über die letzte Bergwertung des Tages hinauf zum Lyaskovets Monastery. Danach folgt eine schnelle Abfahrt, die direkt in die finalen drei Kilometer mündet. Nach einem kurzen Kopfsteinpflasterabschnitt steigt die Straße rund 1.900 Meter vor dem Ziel noch einmal an – mit Steigungen von bis zu neun Prozent.

Ein Finale also, das sprintstarke Puncheure und Klassikerfahrer begünstigt, da nicht nur die Explosivität bergauf, sondern auch die Positionierung entscheidend sein wird. Für die schwereren Kraftsprinter dürfte dieses Finale wohl zu anspruchsvoll sein, sodass ein Wechsel des Rosa Trikots mehr als wahrscheinlich ist. Da das Feld an diesen kurzen Anstiegen reißen kann, werden die GC-Teams ihre Kapitäne weit vorne halten. Das Rennen dürfte dadurch extrem schnell werden – hoffentlich aber nicht im Chaos enden.

Strecke der 2. Etappe des Giro d’Italia 2026

Der Start in Burgas erfolgt auf breiten Straßen. Die ersten Kilometer sind flach und führen über Karnobat und Lozents durch gut kontrollierbares Terrain. Bis Sliven dürfte das Rennen vor allem von der Frage geprägt sein, welche Gruppe sich lösen darf und wie viel Vorsprung ihr die Teams mit Anwärtern auf den Tagessieg sowie den GC-Favoriten zugestehen.

Nach der ersten Sprintwertung in Sliven bei Rennkilometer 116,3 verändert sich der Charakter der Etappe. Der Parcours wird welliger. Bei Rennkilometer 108,6 beginnt der Anstieg zum Byala-Pass. Nach einer kurzen Abfahrt folgt dann die Auffahrt zum Vratnik-Pass. Beide Pässe sind Bergwertungen der 3. Kategorie. Also keineswegs echte Berge, können sie, wenn scharf gefahren wird, durchaus zu einer Zäsur im Feld führen.

Danach beruhigt sich das Terrain wieder, und die Etappe verläuft leicht wellig und abfallend in Richtung Ziel. Das Finale wird wohl schon vor Mindya eröffnet. Mit hohem Tempo wird das Peloton die letzten Ausreißer einsammeln und dann über den Zwischensprint am Red-Bull-Kilometer direkt in den letzten kategorisierten Anstieg des Tages „ballern“. Der Lyaskovets-Monastery-Pass wird nur rund elf Kilometer vor dem Ziel erreicht und ist ebenfalls als Bergwertung der 3. Kategorie eingestuft. Von dort führt die Strecke hinunter nach Veliko Tarnovo.

Das Tempo dürfte so hoch bleiben, dass sich hier niemand mehr entscheidend absetzen kann. Das eigentliche und unmittelbare Finale ist technisch und schwerer als eine klassische Sprintankunft. Die letzten drei Kilometer beginnen flach, führen dann durch Tsarevets bergauf und enthalten kurze Pflasterpassagen. Die offiziellen Angaben nennen Steigungen von bis zu neun Prozent. Erst im letzten Kilometer flacht die Straße wieder etwas ab, ehe sie nach einem kurzen Gefälle noch einmal leicht Richtung Ziel ansteigt.

Karte der 2. Etappe des Giro d’Italia 2026


Das Finale der 2. Etappe des Giro d’Italia 2026

Favoriten-Check: Etappensieg und Rosa Trikot

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Wertungen der 2. Etappe des Giro d’Italia 2026

Bergwertungen
• Byala Pass | 3. Kategorie | Rennkilometer 116,3
• Vratnik Pass | 3. Kategorie | Rennkilometer 134,1
• Lyaskovets Monastery Pass | 3. Kategorie | Rennkilometer 210,6

Sprintwertungen
• Sliven | Rennkilometer 100,4 | Intermediate Sprint
• Red Bull-Kilometer – Zeitbonifikationen | Rennkilometer 204,5

TV-Tipp: 2. Etappe des Giro d’Italia im Fernsehen

Ab 10:45 Uhr überträgt Eurosport 1 die 2. Etappe der Italien-Rundfahrt live im Free-TV.

Karten & Grafiken: © RCS Sport