Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-Hansgrohe) hat den GP Cycliste de Québec 2026 gewonnen. Im Zweier-Sprint bezwang der Belgier seinen Fluchtgefährten Giulio Ciccone (Lidl-Trek) nach 206 Kilometern auf der leicht ansteigenden Zielgeraden. Anthon Charmig (Uno-X Mobility) wurde mit einem Rückstand von 15 Sekunden Dritter.
So verlief der Grand Prix Cycliste de Québec 2026
Nach zahlreichen Angriffen zu Beginn des Rennens bildete sich am Ende der zweiten Runde die Ausreißergruppe des Tages. In dieser Fluchtgruppe waren Nikias Arndt (Bahrain Victorious), Samuel Boardman (Modern Adventure Pro Cycling), Frank van den Broek (Team Picnic PostNL), Storm Ingebrigtsen (Uno-X Mobility), Aivaras Mikutis (Tudor Pro Cycling Team) und Jonas Rutsch (Lotto-Intermarché) vertreten.
Das Sextett setzte sich schnell um mehr als drei Minuten vom Peloton ab. Dahinter übernahmen vor allem Decathlon CMA CGM, Red Bull-Bora-Hansgrohe und das Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team die Nachführarbeitt.
Rund 80 Kilometer vor dem Ziel löste sich eine prominent besetzte Gruppe aus dem Peloton. Zu ihr gehörten unter anderem Quinn Simmons (Lidl-Trek), Ben Healy (EF Education-EasyPost), Bart Lemmen (Team Visma | Lease a Bike), Lennert Van Eetvelt (Lotto-Intermarché) und Maxim Van Gils (Red Bull-Bora-Hansgrohe).
Deren Vorstoß brachte maximal rund 20 Sekunden ein und wurde wenig später neutralisiert. In dieser Phase schmolz auch der Vorsprung der ursprünglichen Ausreißer. Fünf Runden – also rund 50 Kilometer vor dem Ziel war die frühe Fluchtgruppe eingeholt.
Nach dem Zusammenschluss setzte sich eine Gruppe mit gefährlichen Fahrern ab. Giulio Ciccone (Lidl-Trek), Anthon Charmig (Uno-X Mobility), Alberto Bettiol (XDS Astana Team), Quinten Hermans (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team), Jhonatan Narváez (UAE Team Emirates-XRG), Mauro Schmid (Team Jayco AlUla) und Alessandro Pinarello (NSN Cycling Team) gehörten dazu.
Paul Seixas ging in die Offensive
Rund 43 Kilometer vor dem Ziel betrug der Vorsprung dieser Gruppe etwa 20 Sekunden. Auf der Côte de la Montagne beschleunigte Paul Seixas (Decathlon CMA CGM) aus dem Feld. Neben Simmons und Healy konnten unter anderem Van Gils, Juan Ayuso (Lidl-Trek), Matteo Jorgenson (Team Visma | Lease a Bike) und Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team) folgen.
Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-Hansgrohe) hatte die erste Offensive verpasst, schloss die Lücke aber auf dem flacheren Abschnitt in Richtung Ziel wieder. Der Belgier setzte sein hohes Tempo anschließend fort und sorgte mit dafür, dass die vordere Gruppe nur wenige Kilometer später eingeholt wurde.
Bettiol griff rund 38 Kilometer vor dem Ziel an, setzte sich allein ab und erarbeitete sich schnell einen Vorsprung von etwa 15 Sekunden.
Evenepoel machte die Tempoarbeit an der Spitze
Zehn Kilometer später konnten Evenepoel, Ciccone, Charmig und Pinarello zu Bettiol aufschließen. Durch die Tempoarbeit von Evenepoel mussten Pinarello und Bettiol reißen lassen. So gingen mit Evenepoel, Ciccone und Charmig drei Spitzenreiter gemeinsam in die Schlussrunde.
Die Verfolgergruppe arbeitete nicht konsequent zusammen. Pidcock und Seixas versuchten mehrfach, den Abstand zu verkürzen, kamen aber nicht entscheidend näher. Sieben Kilometer vor dem Ziel attackierte Simmons. Der US-Meister näherte sich dem Spitzentrio bis auf rund 15 Sekunden, schaffte den Anschluss aber nicht.
Am Fuß des letzten Anstiegs, rund zwei Kilometer vor dem Ziel, verschärfte Evenepoel erneut das Tempo. Charmig konnte den beiden Führenden nicht mehr folgen.
Evenepoel eröffnete dann den langen Sprint von vorne. Ciccone versuchte noch, am Belgier vorbeizuziehen –ohne Erfolg. Nach 4:40:21 Stunden sicherte sich Evenepoel bei seiner zweiten Teilnahme seinen ersten Sieg beim GP Cycliste de Québec. Ciccone wurde zeitgleich Zweiter.
Überschattet wurde das Finale von einem Sturz im Sprint einer Verfolgergruppe rund 50 Meter vor Ziel. Ayuso und Seixas berührten, woraufhin der Spanier zu Boden ging. Ayuso blieb zunächst auf der Straße liegen und überquerte die Ziellinie anschließend zu Fuß.
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