Eddie Dunbar hat die 19. Etappe der Vuelta a España 2026 von Vélez-Málaga nach Peñas Blancas gewonnen. Der Ire vom Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team holte auf dem Schlussanstieg den zunächst enteilten Santiago Buitrago (Bahrain Victorious) noch ein und feierte seinen dritten Etappensieg bei der Spanien-Rundfahrt. Buitrago wurde mit 14 Sekunden Rückstand Zweiter. Dritter wurde Dunbars Teamkollege Thomas Gloag, er wies einen Rückstand von 54 Sekunden auf. Sie alle gehörten zu einer großen Ausreißer.
Für das Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team ist Dunbars Erfolg der erste Etappensieg bei einer Grand Tour.
Der Führende in der Gesamtwertung Enric Mas (Movistar) kam wenige Munten gemeinsam mit seinen wichtigsten Konkurrenten ins Ziel und behauptete das Rote Trikot.
So verlief die 19. Etappe der Vuelta a España 2026
Auf dem 210,8 Kilometer langen Weg von Vélez-Málaga nach Peñas Blancas dauerte es lange, bis sich eine Ausreißergruppe entscheidend absetzen konnte. Das hohe Tempo und zahlreiche Angriffe sorgten dafür, dass in der ersten Rennstunde 52 Kilometer zurückgelegt wurden. Zunächst versuchten unter anderem Steven Kruijswijk (Team Visma | Lease a Bike), Andreas Leknessund (Uno-X Mobility) und Jasha Sütterlin (Team Jayco AlUla), dem Feld zu entkommen. Ihr Vorsprung blieb jedoch gering.
Zahlreiche Attacken am Puerto de Las Abejas
Am Puerto del Viento, dem zweiten kategorisierten Anstieg des Tages, formierte sich schließlich die entscheidende Fluchtgruppe mit 16 Fahrern. Dazu gehörten neben Buitrago, Dunbar, Vermaerke und Leknessund auch Thomas Gloag (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team), Urko Berrade (Equipo Kern Pharma), Rudy Molard (Groupama-FDJ United), Pau Miquel (Bahrain Victorious), Bastien Tronchon (Groupama-FDJ United), Marcel Camprubí (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team), Sergio Samitier (Cofidis), Chris Hamilton (Team Picnic PostNL), Pablo Castrillo (Movistar Team), Mats Wenzel (Equipo Kern Pharma), Darren van Bekkum (XDS Astana Team) und Guillaume Martin (Groupama-FDJ United).
Richard Carapaz setzte GC-Fahrer unter Druck
Während sich die Spitzengruppe allmählich absetzte, eröffnete Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) rund 95 Kilometer vor dem Ziel auch den Kampf der Klassementfahrer. Der Gesamtvierte löste sich aus dem Feld und erhielt Unterstützung von seinem Teamkollegen Darren Rafferty (EF Education-EasyPost), der sich von vorne zurückfallen ließ.
Hinter Carapaz entstand eine Verfolgergruppe, in der unter anderem Widar, Léo Bisiaux (Decathlon CMA CGM), Jørgen Nordhagen (Team Visma | Lease a Bike), Luke Tuckwell (Red Bull-Bora-Hansgrohe) und Marco Brenner (Tudor Pro Cycling Team) vertreten waren. Weil Carapaz im Gesamtklassement nur gut zwei Minuten hinter Felix Gall (Decathlon CMA CGM) auf Rang drei lag, übernahm vor allem Decathlon die Nachführarbeit. Der Angriff des Ecuadorianers wurde schließlich neutralisiert.
Danach beruhigte sich die Situation im Feld. Die 16 Ausreißer konnten ihren Vorsprung deutlich vergrößern. Am Fuß des 18,7 Kilometer langen Schlussanstiegs nach Peñas Blancas verfügte die Spitzengruppe über ein Polster von mehr als sieben Minuten.
Buitrago sprengte die Spitzengruppe
Molard eröffnete auf den ersten steilen Rampen des Schlussanstiegs die entscheidende Phase. Der Franzose wurde jedoch schnell wieder eingeholt. Etwas mehr als 13 Kilometer vor dem Ziel erhöhte Buitrago das Tempo und setzte sich ab. Nur Gloag konnte zunächst folgen. Dahinter kämpfte sich Dunbar zurück, wenig später schloss auch Berrade wieder auf.
Zwei Kilometer vor dem Ziel attackierte Buitrago erneut. Dunbar versuchte zu folgen, konnte die Lücke aber zunächst nicht schließen. Der Kolumbianer lag zeitweise rund zehn Sekunden vor dem Iren und schien auf dem Weg zum Etappensieg zu sein. Auf dem letzten Kilometer kam Dunbar jedoch Meter um Meter näher. Rund 500 Meter vor der Ziellinie erreichte er Buitrago, zog unmittelbar vorbei und setzte sich schnell ab und gewann.
Gall, Carapaz, Roglič, Onley und Mas erreichten das Ziel gemeinsam 5:11 Minuten hinter Dunbar. Damit blieben die Abstände an der Spitze der Gesamtwertung unverändert: Mas führt weiterhin mit 1:37 Minuten vor Roglič und 3:01 Minuten vor Gall. Vor der letzten Bergetappe zum Collado del Alguacil besitzt der Spanier damit weiterhin eine komfortable Ausgangsposition im Kampf um den Gesamtsieg.
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