Stefan Küng (Tudor Pro Cycling Team) hat die 18. Etappe der Vuelta a España 2026 gewonnen. Der Schweizer benötigte für das 32,1 Kilometer lange Einzelzeitfahren von El Puerto de Santa María nach Jerez de la Frontera 35:22 Minuten und war drei Sekunden schneller als Callum Thornley (Red Bull-Bora-Hansgrohe). João Almeida (UAE Team Emirates-XRG) wurde mit neun Sekunden Rückstand Tagesdritter.
Im Kampf um den Gesamtsieg holte Primož Roglič (Red Bull-Bora-Hansgrohe) als Tagesvierter zwar Zeit auf Enric Mas (Movistar) auf, nahm dem Spanier aber lediglich 33 Sekunden ab. Mas verteidigte damit das Rote Trikot und führt drei Etappen vor Schluss noch mit 1:37 Minuten Vorsprung. Roglič machte allerdings in der Gesamtwertung einen Sprung auf Rang zwei. Der Slowene liegt jetzt 1:24 Minute vor Felix Gall (Decathlon CMA CGM Team).
So verlief die 18. Etappe der Vuelta a España 2026
Mathias Norsgaard (Lidl-Trek) eröffnete das Zeitfahren. Nur vier Minuten später ging mit Ethan Hayter (Soudal Quick-Step) bereits einer der Kandidaten auf den Etappensieg auf die Strecke. Hayter setzte erwartungsgemäß früh eine starke Marke. Nach 32,1 Kilometern stoppte die Uhr bei 35:55 Minuten. Das entsprach einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 53,6 km/h. Lange blieb der britische Zeitfahrmeister allerdings nicht an der Spitze.
Nur wenige Minuten später unterbot Callum Thornley (Red Bull-Bora-Hansgrohe) die Bestzeit um eine halbe Sekunde. Der junge Brite setzte eine Zeit gesetzt, an der sich anschließend einige der etablierten Spezialisten die Zähne ausbissen.
Erst als Stefan Küng an der ersten Zwischenzeit schneller war, war Thornleys Bestzeit in Gefahr. Auch nach 22,1 Kilometern stellte der Schweizer die schnellste Zwischenzeit auf. Im Ziel stoppte die Uhr schließlich bei 35:22 Minuten. Küng war damit drei Sekunden schneller als Thornley und neun Sekunden schneller als Almeida.
Wout van Aert startete als nächster Favorit. Am zweiten Messpunkt nach 22,1 Kilometern lag er acht Sekunden hinter Küng. Doch den letzten zehn Kilometern wuchs der Rückstand des Trägers des Grünen Trikots an. Im Ziel hatte er 20 Sekunden Rückstand.
Eine Entscheidung um den Etappensieg war (fast) gefallen. Nur Roglič konnte Küng noch gefährlich werden. Allen anderen GC-Fahrer zählten zu den weniger starken Zeitfahrern. Der Slowene begann zwar stark, kam aber n die Zwischenbestzeit von Küng nicht heran. Gegenüber Mas und Gall machte er allerdings Zeit gut.
Mas ließ sich allerdings nicht aus dem Rhythmus bringen. Der Movistar-Kapitän fuhr für seine Verhältnisse ein außergewöhnlich starkes Zeitfahren und verhinderte, dass Roglič seinen Vorsprung kontinuierlich ausbauen konnte. Am zweiten Messpunkt war die Differenz zwischen beiden auf rund 34 Sekunden angewachsen.
Gall geriet dagegen erheblich stärker unter Druck. Am zweiten Zwischenpunkt lag der Österreicher bereits 1:11 Minuten hinter Küng. Damit war früh klar, dass sein zweiter Gesamtrang gegenüber Roglič kaum zu verteidigen sein würde.
Roglič hielt sein hohes Tempo bis nach Jerez. Im Ziel war der Slowene 19 Sekunden lagsamer als Küng stehen. Das bedeutete am Ende Rang vier hinter Küng, Thornley und Almeida.
Mas hielt auch auf dem letzten Abschnitt dagegen. Statt weiter Zeit einzubüßen, stabilisierte er seinen Rückstand. Mas erreichte das Ziel 52 Sekunden hinter Küng und damit nur 33 Sekunden nach Roglič. Im Tagesklassement belegte der Movistar-Profi Rang zwölf.
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Foto: Photonews.be
