Start Profi-Sport 21. Etappe Giro d’Italia 2026: Jonathan Milan gewinnt in Rom

21. Etappe Giro d’Italia 2026: Jonathan Milan gewinnt in Rom

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Drei Wochen musste er darauf warten, dann schlug Jonathan Milan zu und siegte endlich. Der Italiener vom Team Lidl-Trek sprintete am Ende der Finaletappe des Giro d’Italia in Rom zum sieg. Zuvor war Milan mit einem vierten, dritten und zweiten Platz nur knapp gescheitert. Zweiter auf dem letzten Tagesabschnitt der diesjährigen Italien-Rundfahrt wurde Giovanni Lonardi (Team Polti VisitMalta). Auf Rang drei landete Paul Penhoët (Groupama-FDJ United). Einen respektablen sechsten Platz belegte Jensen Plowright vom Team Alpecin-Premier Tech.

Gesamtsieger des 109. Giro d’Italia ist Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike). Der Däne gewinnt die Grand Tour vor Felix Gall (Decathlon CMA CGM) und Jai Hindley (Red Bull-BORA-hansgrohe).

So verlief die 21. Etappe des Giro d’Italia 2026

Die 21. Etappe führte über 131 Kilometer von Rom nach Rom und war in zwei Teile gegliedert. Zunächst ging es vom Stadtteil EUR hinaus an die Küste nach Ostia und anschließend zurück in die Hauptstadt. Dort warteten acht Runden auf einem 9,5 Kilometer langen Stadtkurs. Wie bei der Schlussetappe einer Grand Tour üblich, verlief die erste Rennhälfte zunächst ruhig. Für Vingegaard und seine Mannschaft war es die Fahrt zur Krönung nach einem Giro, den der Däne vor allem in den Bergen entscheidend geprägt hatte.

Erst mit der Einfahrt auf den Rundkurs im Herzen Roms begann das eigentliche Rennen um den letzten Etappensieg dieser Italien-Rundfahrt.

Erste Angriffe auf dem Rundkurs in Rom

Auf den Stadtrunden, die unter anderem am Kolosseum und am Circo Massimo vorbeiführten, nahm das Tempo deutlich zu. Die Strecke war zwar weitgehend flach, mit mehreren Richtungswechseln und kurzen Wellen jedoch technisch anspruchsvoll genug, um Attacken zu ermöglichen.

Zunächst versuchten Ben Turner (Netcompany INEOS) und Andrea Mifsud (Team Polti VisitMalta), sich vom Feld abzusetzen. Das Duo konnte sich einen kleinen Vorsprung erarbeiten, wurde von den Sprintteams jedoch nie weit weggelassen. Beim Red Bull-Kilometer sicherte sich Igor Arrieta (UAE Team Emirates-XRG) die erste Position und gewann diese Sonderwertung und die damit verbundene Siegprämie von 15.000 Euro.

Nach dem Ende dieses Vorstoßes setzten sich Tobias Bayer (Alpecin-Premier Tech) und Rémy Rochas (Groupama-FDJ United) ab. Rund 38 Kilometer vor dem Ziel lagen die beiden Fahrer etwa 15 Sekunden vor dem Feld. Vor allem Soudal Quick-Step übernahm nun Verantwortung im Peloton. Die Mannschaft wollte die Chance auf einen weiteren Etappensieg von Magnier erhalten, der bei diesem Giro bereits drei Tageserfolge gefeiert und sich die Punktewertung gesichert hatte.

Ganna eröffnete das Finale mit einem Angriff

Auch Bayer und Rochas wurden wieder gestellt, doch die Angriffe hörten nicht auf. Wenig später entstand eine neue Spitzengruppe mit Rochas, Rémi Cavagna (Groupama-FDJ United), Matteo Sobrero (Lidl-Trek) und Victor Campenaerts (Team Visma | Lease a Bike). Der Vorsprung blieb gering, dennoch zwang die Gruppe die Sprintmannschaften zu konsequenter Nachführarbeit.

Rund 17 Kilometer vor dem Ziel setzte Filippo Ganna (Netcompany Ineos) selbst einen kraftvollen Angriff. Mit Sobrero und Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step) bildete er kurz darauf ein gefährliches Trio. Auf der finalen Runde lag diese Trio rund 18 Sekunden vor dem Feld, 5,5 Kilometer vor dem Ziel betrug der Abstand weiterhin 13 Sekunden.

Die Attacke brachte die Sprintteams unter Druck. Erst auf den letzten beiden Kilometern gelang es dem Feld, Ganna, Sobrero und Stuyven wieder einzuholen. Damit war der Weg frei für den erwarteten Sprint Royal – allerdings nach einem Finale, das deutlich härter und unübersichtlicher verlief als eine klassische Schaufahrt zum Abschluss einer Grand Tour.

Milan wartete lange – und sprintete zum ersten Giro-Sieg 2026

Auf dem letzten Kilometer übernahm Soudal Quick-Step die Spitze des Feldes, um Magnier in Position zu bringen. Auch Unibet Rose Rockets mischte sich für Dylan Groenewegen (Unibet Rose Rockets) in die Vorbereitung des Sprints ein. Der Niederländer eröffnete früh, konnte seine Geschwindigkeit auf der leicht ansteigenden Zielanfahrt aber nicht bis zur Linie halten.

Milan hielt sich zunächst zurück und startete seinen Sprint rund 150 Meter vor dem Ziel. Der Italiener beschleunigte kraftvoll und setzte sich deutlich von seinen Konkurrenten ab. Hinter ihm überraschte Lonardi mit Rang zwei, Penhoët komplettierte als Dritter das Podium. Groenewegen wurde Vierter, während Magnier im Finale nicht mehr entscheidend nach vorne kam und die Etappe auf Platz elf beendete.

Für Milan war der Erfolg eine späte Belohnung nach einer Rundfahrt, in der er zuvor mehrfach knapp gescheitert war. Im letzten Sprint dieses Giro fand der Italiener schließlich die richtige Position und die notwendige Endschnelligkeit, um sich in Rom durchzusetzen.

Foto: Photonews.be