Start Profi-Sport 20. Etappe Vuelta a España 2026: Mikel Landa gewinnt Königsetappe

20. Etappe Vuelta a España 2026: Mikel Landa gewinnt Königsetappe

Übersicht

Mikel Landa (Soudal Quick-Step) hat die 20. Etappe der Vuelta a España 2026 von La Calahorra zum Collado del Alguacil gewonnen. Der Baske setzte sich am Schlussanstieg aus einer Spitzengruppe ab und erreichte das Ziel als Solist. Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility) wurde mit 47 Sekunden Rückstand Zweiter, Ramses Debruyne (Alpecin-Premier Tech) belegte mit 1:27 Minuten Rückstand Rang drei. Für den 36 Jahre alten Mikel Landa war es der fünfte Grand Tour-Etappensieg.

Dahinter hielt Enric Mas (Movistar Team) den Angriffen seiner Konkurrenten stand. Vor der Schlussetappe in Granada führt er die Gesamtwertung mit 2:15 Minuten Vorsprung auf Primož Roglič (Red Bull-Bora-Hansgrohe) an. Felix Gall (Decathlon CMA CGM Team) war am Schlussanstieg der stärkste Klassementfahrer, konnte Primož Roglič (Red Bull-Bora-Hansgrohe) aber nicht mehr von Gesamtrang zwei verdrängen.

So verlief die 20. Etappe der Vuelta a España 2026

Bereits auf den ersten Kilometern der 186,8 Kilometer langen Königsetappe gab es zahlreiche Angriffe. Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike) und Ivo Oliveira (UAE Team Emirates-XRG) gehörten zu den ersten Fahrern an der Spitze. Seitenwind teilte zwischenzeitlich das Peloton.

Sechs Uno-X-Profis in der Spitzengruppe

Nach rund 30 Kilometern setzte sich eine 14-köpfige Gruppe ab. Uno-X Mobility war mit gleich sechs Fahrern vertreten, darunter Tobias Halland Johannessen, Andreas Leknessund und Magnus Cort. Auch Van Aert und Oliveira gehörten zur Fluchtgruppe.

Dahinter bildete sich nach etwa 50 Rennkilometern eine große Verfolgergruppe mit rund 50 Fahrern. Movistar hatte Iván Romeo, Raúl García Pierna und Pablo Castrillo darin platziert. Auch Landa sowie Ramses Debruyne (Alpecin-Premier Tech) fuhren in dieser Gruppe. An der ersten Auffahrt zum Puerto de El Purche lag das Peloton bereits rund neun Minuten hinter den Führenden, während die Verfolger etwa 3:20 Minuten Rückstand hatten.

Kuss und Carapaz griffen früh an

Noch vor der Hälfte der Etappe kam Bewegung in den Kampf um die Gesamtwertung. Sepp Kuss (Team Visma | Lease a Bike) attackierte 97 Kilometer vor dem Ziel. Kurz darauf setzte Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) nach. Félix Gall (Decathlon CMA CGM Team) beteiligte sich an der Verfolgung und führte Mas und Roglič über die erste Auffahrt zum Puerto de El Purche wieder an die beiden Angreifer heran.

Kuss versuchte es am zweiten Anstieg zum El Purche erneut. Diesmal setzte er sich deutlicher ab und überquerte die Passhöhe mit etwa einer Minute Vorsprung auf die Gruppe um Mas. Für Oscar Onley (Netcompany Ineos) war das Tempo zu hoch: Der bis dahin Gesamtfünfte verlor den Anschluss an die übrigen Klassementfahrer.

Vorne behauptete sich die große Spitzengruppe. Auf dem Weg zum Puerto de El Duque schlossen Landa und Debruyne zu den ursprünglichen Ausreißern auf. Während Carapaz hinter ihnen mehrfach beschleunigte, blieb Mas bei seinen unmittelbaren Konkurrenten. Von den zuvor vorausgefahrenen Movistar-Profis ließen sich García Pierna und später Romeo zur Unterstützung ihres Kapitäns zurückfallen.

Landa setzte sich am Schlussanstieg ab

Am Puerto de El Duque lösten sich Johannessen, Landa und Debruyne aus der Spitzengruppe. Sie erreichten den Fuß des Collado del Alguacil mit einem großen Vorsprung auf die Klassementfahrer. Kuss lag zu diesem Zeitpunkt zwischen den beiden Gruppen und fuhr im virtuellen Gesamtklassement bereits weit nach vorne.

Rund sieben Kilometer vor dem Ziel griff Landa an. Zunächst verlor Debruyne den Anschluss, dann musste auch Johannessen den Basken ziehen lassen. Auf den steilen Rampen vergrößerte Landa seinen Vorsprung und erreichte den Gipfel nach 4:58:01 Stunden als Solist. Johannessen wurde mit 47 Sekunden Rückstand Zweiter, Debruyne folgte weitere 40 Sekunden später auf Platz drei. Für Landa war es der erste Sieg seit der Burgos-Rundfahrt 2021.

Gall distanzierte Roglič – Mas bleibt in Rot

In der Gruppe der Klassementfahrer übernahm Castrillo am Schlussanstieg noch einmal die Tempoarbeit für Mas. Als er zurückfiel, attackierte Gall rund fünf Kilomter unterhalb des Ziels. Nur Mas konnte zunächst folgen; Roglič und Carapaz verloren den Anschluss. Zwei Kilometer vor dem Ziel ließ Gall schließlich auch den Mann im Roten Trikot hinter sich.

Der Österreicher beendete die Etappe als bester Klassementfahrer auf Rang 13, 6:37 Minuten hinter Landa. Mas folgte 17 Sekunden später, Roglič verlor insgesamt 55 Sekunden auf Gall. Dieser verkürzte damit seinen Rückstand auf den zweitplatzierten Slowenen, konnte ihn aber nicht mehr überholen: Vor dem Finale in Granada liegt Roglič 2:15 Minuten hinter Mas, Gall weitere 29 Sekunden dahinter.

Kuss kam als Achter ins Ziel und verbesserte sich durch seinen Effort vom 11. auf den 5. Gesamtrang.

Foto: Photonews.be