Start Profi-Sport 15. Etappe Vuelta a España 2026: Wout van Aert siegt erneut

15. Etappe Vuelta a España 2026: Wout van Aert siegt erneut

Übersicht

Wout van Aert (Visma | Lease a Bike) hat die verkürzte 15. Etappe der Vuelta a España 2026 gewonnen. Der Belgier setzte sich nach 110,2 Kilometern von Palma del Río nach Córdoba im Sprint einer fünfköpfigen Spitzengruppe vor Alessandro Romele (XDS Astana Team) und Thibau Nys (Lidl-Trek) durch. Ramses Debruyne (Alpecin-Premier Tech) und Andreas Leknessund (Uno-X Mobility) folgten mit zwei Sekunden Rückstand auf den Plätzen vier und fünf.

Für Van Aert war es bereits der zweite Etappensieg nach seinem Erfolg auf der 13. bei dieser Vuelta. Enric Mas (Movistar) erreichte das Ziel gemeinsam mit seinen wichtigsten Konkurrenten und geht mit 2:06 Minuten Vorsprung auf Felix Gall (Decathlon CMA CGM) in den zweiten Ruhetag.

So verlief die 15. Etappe der Vuelta a España 2026

Noch vor dem Start war die Etappe aufgrund der extremen Hitze deutlich verändert worden. Ursprünglich waren 189,7 Kilometer vorgesehen, nach der Aktivierung des Protokolls für extreme Temperaturen verkürzte die Organisation den Tagesabschnitt auf 110,2 Kilometer. Dadurch entfiel ein großer Teil der ursprünglich geplanten Schleife nördlich von Córdoba. Statt drei blieben nur zwei kategorisierte Anstiege im Programm.

Die verkürzte Distanz sorgte von Beginn an für ein extrem schnelles Rennen. Bereits unmittelbar nach der Freigabe folgte eine Attacke auf die nächste.

Elf Fahrer bildeten die erste Fluchtgruppe

Zunächst setzten sich elf Fahrer vom Feld ab: Frederik Wandahl (Red Bull-Bora-Hansgrohe), Ivo Oliveira (UAE Team Emirates-XRG), Xabier Mikel Azparren (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team), Enzo Paleni (Groupama-FDJ United), Ethan Hayter (Soudal Quick-Step), Andreas Leknessund (Uno-X Mobility), Rudy Porter (Jayco-AlUla), Alastair Mackellar (EF Education-EasyPost), Fabian Weiss (Tudor Pro Cycling Team), Reuben Thompson (Lotto-Intermarché) und Gijs Leemreize (Picnic PostNL).

Viel Vorsprung bekamen sie allerdings nicht. Visma | Lease a Bike und Cofidis übernahmen im Peloton früh die Kontrolle. Nach 20 Kilometern betrug der Vorsprung der Ausreißer lediglich 1:17 Minuten – mehr sollte es an diesem Tag nicht werden.

Am ersten kategorisierten Anstieg des Tages, dem Puerto de la Forestal, verringerte sich der Abstand weiter. Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost) attackierte aus dem Feld und schloss zur Spitzengruppe auf, die damit auf zwölf Fahrer anwuchs. An der Passhöhe lag das Peloton weniger als 30 Sekunden zurück.

UAE erhöhte das Tempo – die Spitzengruppe zerfiel

Danach erhöhte UAE Team Emirates-XRG das Tempo deutlich. Nachdem UAE die Tempoverschärfung beendet hatte, nutzte Michael Gogl (Alpecin-Premier Tech) die Situation und fuhr zur Spitze.

Kurz vor dem Puerto Artafi konnte sich Andreas Leknessund als stärkster Fahrer der aus der Ausreißergruppe absetzen.

In der Abfahrt gelang es Debruyne, die Lücke zu Leknessund zu schließen. Das Duo erreichte gemeinsam den Zwischensprints in Santa María de Trassierra, rund 31 Kilometer vor dem Ziel. Dann setzte Alessandro Romele setzte sich aus der Verfolgergruppe ab und erreichte den Zwischensprint als Dritter. Direkt hinter ihm beschleunigte Van Aert. Der Belgier beließ es aber nicht bei den Punkten für das Grüne Trikot, sondern setzte seine Attacke fort.

Wout van Art mit einem klassischen Move

Van Aert schloss zu Debruyne und Leknessund auf. Wenig später gelang dies auch Romele. Thibau Nys erkannte die Gefahr und überbrückte ebenfalls. Rund 30 Kilometer vor dem Ziel lagen damit fünf Fahrer gemeinsam an der Spitze: Van Aert, Nys, Romele, Debruyne und Leknessund.

In der Folge versuchten weitere Fahrer, zur Spitze aufzuschließen. Rund ein Dutzend Profis formierte sich in einer Verfolgergruppe. Doch die fünf Führenden arbeiteten zunächst gut zusammen und vergrößerten ihren Vorsprung. Die Verfolger kamen nicht näher als ungefähr 45 Sekunden heran. Das Peloton lag weiter zurück.

Leknessund und Nys versuchten Van Aert abzuschütteln. Doch Van Aert übernahm auf den letzten Kilometern viel Führungsarbeit und reagierte gleichzeitig auf die Vorstöße seiner Begleiter.

Debruyne und Romele hielten sich ebenfalls in der Gruppe, konnten sich aber nicht entscheidend lösen. Van Aert sorgte auf den letzten Kilometern selbst dafür, dass das Quintett zusammenblieb. Damit kam es in Córdoba zum Sprint um den Etappensieg.

Nys versuchte Van Aert mit einem langen Sprint zu überraschen. Rund 300 Meter vor dem Ziel trat der Lidl-Trek-Profi an. Van Aert reagierte sofort, schloss das Loch und zog anschließend am Belgier vorbei.

Verschiebung an der Spitze, aber mit einem erneut offensiven Erfolg von Van Aert. Die wegen der Hitze massiv verkürzte Etappe wurde nicht zum erwarteten kontrollierten Sprinttag. Stattdessen nutzte der Belgier die taktische Freiheit seines Teams, attackierte selbst rund 30 Kilometer vor dem Ziel und entschied anschließend auch das Finale aus der fünfköpfigen Spitzengruppe für sich.

Foto: Photonews.be