Start Profi-Sport 14. Etappe Vuelta a España 2026: Marco Brenner siegt an der Sierra La Pandera

14. Etappe Vuelta a España 2026: Marco Brenner siegt an der Sierra La Pandera

Übersicht

Marco Brenner (Tudor Pro Cycling Team) hat die 14. Etappe der Vuelta a España 2026 gewonnen. Der Deutsche setzte sich nach 154,5 Kilometern von Jaén zur Bergankunft auf der Sierra de La Pandera vor Santiago Buitrago (Bahrain Victorious) durch. Buitrago wurde mit einer Sekunde Rückstand Zweiter, Cristian Rodríguez (XDS Astana Team) belegte elf Sekunden später Rang drei. Sie alle gehörten zu einer 45 Mann großen Ausreißergruppe.

Brenners Erfolg war der erste Sieg eines deutschen Rad-Profis bei einer Grand Tour in diesem Jahr sowie der erste Grand Tour-Etappensieg in der Geschichte des Teams Tudor Pro Cycling.

Im Kampf um das Rote Trikot verteidigte Enric Mas (Movistar) seine Führung. Felix Gall (Decathlon CMA CGM) rückte auf Gesamtrang zwei vor, da Primož Roglič (Red Bull-Bora-Hansgrohe) im Schlussanstieg gegenüber dem Österreicher 25 Sekunden verlor.

So verlief die 14. Etappe der Vuelta a España 2026

Wie schon am Vortag entwickelte sich unmittelbar nach dem Start ein intensiver Kampf um die Fluchtgruppe. Das hohe Tempo sorgte dafür, dass das Feld in mehrere Gruppen zerfiel. Aus dieser Rennsituation entstand schließlich die große Ausreißergruppe des Tages mit mehr als 40 Fahrern. UAE Team Emirates-XRG war mit João Almeida, Ivo Oliveira und Kevin Vermaerke vertreten, Movistar mit Pablo Castrillo und Raúl García Pierna. Für Visma | Lease a Bike fuhren Steven Kruijswijk und Jørgen Nordhagen mit, für Decathlon CMA CGM Oscar Chamberlain. Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team stellte mit David de la Cruz, Xabier Azparren, Walter Calzoni und Milan Vader gleich vier Fahrer.

Hinzu kamen Embret Svestad-Bårdseng (Netcompany INEOS), Pello Bilbao und Santiago Buitrago (beide Bahrain Victorious), Julien Bernard und Patrick Konrad (beide Lidl-Trek), Clément Berthet und Guillaume Martin-Guyonnet (beide Groupama-FDJ United), Pau Martí (NSN Cycling Team), Alberto Dainese, Valentin Paret-Peintre und Filippo Zana (alle Soudal Quick-Step), Paul Ourselin (Cofidis), Koen Bouwman, Asbjørn Hellemose, Finlay Pickering und Jasha Sütterlin (alle Jayco-AlUla), Vincenzo Albanese, Darren Rafferty und Georg Steinhauser (alle EF Education-EasyPost), Marco Brenner, William Barta und Lawrence Warbasse (alle Tudor Pro Cycling Team), Lorenzo Fortunato, Cristian Rodríguez und Alessandro Romele (alle XDS Astana Team), Sinuhé Fernández, José Manuel Díaz, Mario Aparicio und Clément Alleno (alle Burgos Burpellet-BH), Reuben Thompson (Lotto-Intermarché), Juan Martinez (Picnic PostNL) sowie Iván Sosa (Equipo Kern Pharma).

Buitrago sammelte weitere Bergpunkte

Movistar ließ die große Gruppe fahren und kontrollierte dahinter das Tempo. Am Puerto de Los Villares, dem ersten kategorisierten Anstieg des Tages, hatten die Ausreißer knapp fünf Minuten Vorsprung. Buitrago erreichte die Passhöhe als Erster und baute damit seine Führung in der Bergwertung weiter aus.

Unmittelbar nach der Bergwertung begann die taktische Phase im Kampf um den Etappensieg. Vermaerke griff in der Abfahrt an und setzte sich alleine von seinen bisherigen Begleitern ab. Der US-Amerikaner baute seinen Vorsprung zeitweise auf rund eineinhalb Minuten aus und erreichte damit den Puerto de Locubín als Solist.

Hinter ihm machte XDS Astana in der Verfolgergruppe Tempo. Vermaerke konnte seinen Vorsprung dadurch nicht komplett halten, hatte aber noch knapp eine Minute an der Passhöhe. Das Peloton mit den Klassementfavoriten lag inzwischen mehr als sieben Minuten zurück.

Steinhauser als Solist an der Spitze

Auf den Kilometern zwischen dem Puerto de Locubín und dem Schlussanstieg verlor Vermaerke immer mehr von seinem Vorsprung. Rund 14 Kilometer vor dem Ziel nutzte Georg Steinhauser einen steilen Gegenanstieg zur Attacke. Der Deutsche schloss zu Vermaerke auf und erreichte gemeinsam mit ihm gemeinsam den Enstieg zum Schlussanstieg

Vermaerke konnte Steinhauser nicht mehr folgen. Neun Kilometer vor dem Ziel gelang Guillaume Martin der Sprung nach vorne. Wenig später erreichte auch Mario Aparicio (Burgos Burpellet-BH) die Spitze.

Dahinter reagierte Paret-Peintre. Der Franzose erhöhte das Tempo in der Verfolgergruppe und sorgte damit für eine deutliche Selektion. Neben ihm blieben unter anderem Brenner, Buitrago, Rodríguez, Berthet, Zana, Sosa, Calzoni, Svestad-Bårdseng und Vermaerke im Rennen um den Tagessieg. Rund fünf Kilometer hatten sie das Spitzentrio eingeholt.

Buitrago zerlegte die Spitzengruppe

Dann going Aparicio in die Offensive. Doch Buitrago schloss die Lücke und erhöhte anschließend selbst das Tempo. Einer nach dem anderen fiel zurück. Nur Brenner konnte zunächst am Hinterrad des Bahrain-Victorious-Profis bleiben.

Sosa und Paret-Peintre gelang es später noch einmal, zu Brenner und Buitrago aufzuschließen. Damit lagen vier Fahrer gemeinsam an der Spitze, als die letzten rund zwei Kilometer begannen. Buitrago versuchte erneut, die Entscheidung zu erzwingen.

Rund einen Kilometer vor der Ziellinie beschleunigte der Kolumbianer. Mit etwa Verzögerung konnte nur Brenner folgen.

Vorne erreichten Buitrago und Brenner gemeinsam die letzten ansteigenden Meter. Brenner kam als Erster aus der kurzen Abfahrt und ging von vorne in den Schlussteil. Buitrago konnte nicht mehr am Deutschen vorbeiziehen. Nach 4:15:09 Stunden überquerte Brenner als Sieger die Ziellinie.

Buitrago wurde mit nur einer Sekunde Rückstand Zweiter. Rodríguez folgte elf Sekunden nach dem Sieger und sicherte sich Rang drei vor Sosa mit 14 Sekunden und Paret-Peintre mit 22 Sekunden Rückstand. Berthet wurde Sechster, Nordhagen Siebter und Zana Achter. Calzoni und Almeida komplettierten die Top Ten.

Carapaz eröffnete den Kampf um Rot

Während vorne um den Tagessieg gefahren wurde, begann wenige Minuten dahinter der Kampf der Klassementfahrer. Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) eröffnete die Attacken rund vier Kilometer vor dem Gipfel. Mas und Gall reagierten ohne größere Schwierigkeiten. Roglič geriet zunächst etwas unter Druck, konnte die Lücke aber noch einmal schließen.

Movistar konnte anschließend einen taktischen Vorteil nutzen. Castrillo kam von vorne  und übernahm die Tempoarbeit für seinen Kapitän. Unter seinem hohen Rhythmus bekamen zunächst Roglič und danach auch Carapaz Schwierigkeiten.

Mas und Gall blieben dagegen zusammen. Der Österreicher war als Dritter der Gesamtwertung mit 2:06 Minuten Rückstand auf das Rote Trikot in die Etappe gegangen und lag nur 21 Sekunden hinter Roglič.

Gall rückt auf Gesamtrang zwei vor

Mas und Gall erreichten das Ziel gemeinsam 4:12 Minuten hinter Brenner. Roglič folgte 25 Sekunden später. Carapaz verlor weitere sechs Sekunden und erreichte die Ziellinie 31 Sekunden nach Mas und Gall.

Damit verteidigte Mas das Rote Trikot und vergrößerte seinen Vorsprung auf Roglič von 1:45 auf 2:10 Minuten. Noch wichtiger war die Verschiebung unmittelbar hinter dem Spanier: Gall blieb zeitgleich mit Mas und liegt weiterhin 2:06 Minuten zurück. Damit übernahm der Österreicher Gesamtrang zwei und liegt nun vier Sekunden vor Roglič.

Foto: Photonews.be