Start Profi-Sport Giro d’Italia der Frauen 2027: Alle Etappen, Strecken und Profile

Giro d’Italia der Frauen 2027: Alle Etappen, Strecken und Profile

Übersicht

Von den neun Etappen enden zwei mit Bergankünften, zudem gibt es ein Bergzeitfahren und ein schweres Alpenfinale im Mont-Blanc-Massiv: Der Giro d’Italia der Frauen 2027 bietet vor allem den Kletterinnen ein perfektes Terrain. Vom 29. Mai bis 6. Juni führt die Italien-Rundfahrt der Frauen über neun Etappen von Viareggio an der toskanischen Küste bis ins Aostatal. In Summe sind das 1.132 Kilometer mit 17.450 Höhenmetern von Viareggio bis ins Aostatal.

Streckencheck Giro d’Italia der Frauen 2027: Von der Küste in die Alpen

Der Giro d’Italia der Frauen steigert sich in seinen Schwierigkeiten im Laufe der neun Etappen, die nicht durch einen Ruhetag unterbrochen werden. Nach dem welligen Auftakt in der Toskana und in Ligurien sowie dem längsten Tagesabschnitt über 171 Kilometer nach Viadana folgt am vierten Tag bereits die erste Bergankunft am Passo della Presolana. Zwei Tage später wartet mit dem Abschnitt von Bergamo nach Madesimo am Splügenpass bereits die nächste schwere Kletterprüfung. Dazwischen und danach – an Tag fünf und sieben – erhalten die Sprinterinnen ihre Möglichkeiten.

Besonders anspruchsvoll sind die beiden Etappen am Schlusswochenende: Auf das Bergzeitfahren in Valdigne folgt die „Monte Bianco Stage“ mit dem Colle San Carlo als letzter großer Schwierigkeit und fast 4.000 Höhenmetern. Damit verlangt der Parcours neben Kletterstärke auch eine gute Erholungsfähigkeit. Wer das Rosa Trikot gewinnen will, muss bis zum letzten Tag konkurrenzfähig bleiben.

Die Strecke des Giro d’Italia der Frauen 2027 im Video

Vorschau auf die neun Etappen des Giro d’Italia der Frauen 2027

1. Etappe | 29. Mai 2027 | Viareggio – Viareggio | 124 km | 1.200 hm

Die erste Etappe führt über einen Rundkurs mit Start und Ziel im toskanischen Küstenort Viareggio. Während der 124 Kilometer langen Etappe müssen die Fahrerinnen insgesamt vier Mal den rund drei Kilometer langen Pitoro-Anstieg bewältigen. Hier könnten die Sprinterinnen Probleme bekommen. Allerdings kommen dazwischen immer längere Flachstücke. So sind es auch von der finalen Überfahrt bis ins Ziel noch gut 20 Kilometer.

2. Etappe | 30. Mai 2027 | Massa – Genua | 139 km | 2.100 hm

Auch die zweite Etappe weist einige topographische Schwierigkeiten auf. Auf dem 139 Kilometer langen Abschnitt von Massa nach Genua sind der Passo del Bracco und der Anstieg San Martino di Noceto die größten Herausforderungen. Allerdings bleibt es während der gesamten Fahrt leicht wellig und auch die letzten Meter zum Ziel steigen leicht an. Entscheidend wird sein, wie die Sprinter-Teams zusammen mit den Mannschaften der Favoritinnen im Gesamtklassement die Nachführarbeit organisieren.

3. Etappe | 31. Mai 2027 | Cogorno – Viadana | 171 km | 1.350 hm

Die mit 171 Kilometern längste Etappe dieser Rundfahrt beginnt kurz nach dem Start in Cogorno mit einem „Highlight“. Über 15 Kilometer führt die Straße berghoch zum Passo del Bocco auf rund 950 Meter. Damit ist die Kletterarbeit für den Tag aber auch erledigt. Die restlichen knapp 150 Kilometer bis ins Ziel nach Viadana verlaufen leicht abfallend beziehungsweise flach.

4. Etappe | 1. Juni 2027 | Credaro – Passo della Presolana | 131 km | 3.500 hm

Die erste Bergetappe endet auch gleich ganz oben. Nach 131 Kilometern ist der Passo della Presolana auf 1.279 Metern das Ziel der 4. Etappe. Auf dem Weg dorthin müssen die Profi-Frauen zunächst über Forcellino di Bianzano, hoch nach Ganda, über den Colle di Zambla, ehe die schwerste Prüfung des Tags ansteht. 11,6 Kilometer mit durchschnittlich 5,4 Prozent Steigung und Spitzen von zehn Prozent führen ins Etappenziel – am Ende summieren sich die Strapazen dann auch auf 3.500 Höhenmeter.

5. Etappe | 2. Juni 2027 | Cassano d’Adda – Cassano d’Adda | 140 km | 300 hm

Erneut wird eine Etappe auf einem Rundkurs entschieden. Start und Ziel der 5. Etappe ist Cassano d’Adda. Nach dem Start führt die Strecke zunächst flach durch die Provinzen Mailand und Bergamo, ehe die Fahrerinnen auf den Rundkurs einbiegen, den sie insgesamt vier Mal absolvieren. Der abschließende Rundkurs wird viermal gefahren. Mit 300 Höhenmetern auf 140 Kilometer ist das die flachste Etappe der gesamten Rundfahrt und ein Traum für die Sprinterinnen.

6. Etappe | 3. Juni 2027 | Bergamo – Madesimo-Valle Spluga | 137 km | 3.550 hm

Höhepunkt der sechsten Etappe, die über 137 Kilometer von Bergamo zur Bergankunft nach Madesimo am Splügenpass führt, ist ohne Zweifel der Passo San Marco. Mit seinen 1.987 Metern ist der Pass der höchste Punkt des Giro d’Italia der Frauen und damit die Cima Alfonsina Strada. Nach einer rund 20 Kilometer langen Kletterprüfung und einer knapp 30 Kilometer langen Abfahrt ins Veltlin steuern die Frauen auf den Finalanstieg zu. Dieser ist 19,3 Kilometer lang und durchschnittlich 6,3 Prozent steil, einzelne Passagen erreichen 13 Prozent. Hier wird der Grundstein für den Giro-Sieg gelegt.

7. Etappe | 4. Juni 2027 | Carugate – Rho | 147 km | 1.000 hm

Die GC-Fahrerinnen und ihre Helferinnen können kurz Luft holen, während die Sprinterinnen-Teams an diesem Tag alles geben werden. Nur eine Bergwertung gibt es auf dem 147 Kilometer langen Weg durch die Lombardei von Carugate nach Rho. Für die endschnellen Frauen ist dieser Tagesabschnitt auch ihre letzte Chance auf einen Etappensieg vor dem schweren Schlusswochenende.

8. Etappe | 5. Juni 2027 | Valdigne (Bergzeitfahren) | 11 km | 650 hm

Das Finalwochenende des Giro d’Italia der Frauen beginnt mit einem Bergzeitfahren. Über elf Kilometer mit 650 Höhenmetern führt der Kampf gegen die Uhr in Valdigne im Aostatal. 4,2 Prozent ist der Anstieg durchschnittlich steil, einige Abschnitte haben eine Steigung von bis zu 9 Prozent. Um hier weite vorne zu landen, wird auch das Pacing entscheidend sein.

9. Etappe | 6. Juni 2027 | Monte Bianco-Etappe | 132 km | 3.950 hm

Die Final-Etappe des Giro d’Italia Women 2027 verläuft durch beziehungsweise im Schatten des Mont-Blanc-Massivs. Start- und Zielort hat Rennveranstalter RCS noch nicht bekannt gegeben, wohl aber die insgesamt vier Anstiege, die sich nach einer Renndistanz von 132 Kilometern auf knapp 4.000 Höhenmeter summieren. Mit Doues, Verrogne, Saint-Nicolas und dem Colle San Carlo stehen vier kategorisierte Anstiege auf dem Programm. Besonders der Colle San Carlo könnte zum entscheidenden Schauplatz werden: 10,5 Kilometer mit durchschnittlich 9,8 Prozent Steigung bieten reichlich Gelegenheit für Angriffe. Die Strecke verläuft teilweise über Straßen, die bereits beim Giro d’Italia der Männer 2019 zum Programm gehörten.

Grafiken: RCS Sport