Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) hat die 4. Etappe der Vuelta a España 2026 mit Start und Ziel in Andorra gewonnen. Der Weltmeister siegte am Ende der schweren, abe nur 105 Kilometer langen Bergetappe durch die Pyrenäen mit einen Vorsprung 2:39 Minuten auf Jarno Widar (Lotto-Intermarché) und Felix Gall (Decathlon CMA CGM). Bereits zur Rennmtte hatte sich Pogačar an der der Collada de Beixalís abgesetzt und die Führung sukzessive ausgebaut. In der Gesamtwertung führt der fünffach Tour de France-Sieger nach nur vier Etappen bereits mit 3:21 Minuten vor Primož Roglič (Red Bull-Bora-Hansgrohe).
So verlief die 4. Etappe Vuelta a España 2026
Einen Tag nach dem wegen eines Unwetters abgebrochenen 3.Etappe nach Font Romeu stand für die Profis die erste Hochgebirgsetappe dieser Vuelta auf dem Programm. Erwartungsgemäß wurde schon auf dem ersten langen Anstieg zum Port d‘Envalira attackiert. Letztendlich löste sich eine große Gruppe, in der Visma | Lease a Bike gleich mit Wout van Aert, Matthew Brennan, Bruno Armirail und Ben Tulett vertreten war. Ebenfalls „mit an Bord“ waren unter anderem Finn Fisher-Black (Red Bull-Bora-Hansgrohe), Pablo Castrillo und Raúl García Pierna (beide Movistar), Eddie Dunbar (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team), Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost), Lorenzo Fortunato (XDS Astana), Paul Double (Jayco-AlUla) und Simon Dalby (Uno-X Mobility).
Decathlon verschärfte schon am Port d’Envalira das Tempo
Decathlon CMA CGM, das Team von Felix Gall, forcierte dann das Tempo und ließ den Vorsprung der Ausreißer schnell zusammenschrumpfen. Gleichzeitig zerfiel die Spitzengruppe.
Lorenzo Fortunato hielt sich dagegen bis zur Bergwertung vorne und überquerte den 2.409 Meter hohen Port d’Envalira als Erster vor Paul Double. Auf der Abfahrt wurde die verbliebene Spitzengruppe gestellt.
Die nächste Schwierigkeit war die Collada de Beixalís. Auch hier schlug Decathlon CMA CGM mit Gregor Mühlberger für seinen Kapitän Gall ein hohes Tempo an, durch das die Gruppe der Favoriten auf weniger als 15 Fahrer zusammenschrumpfte.
Pogačar fuhr 50 Kilometer vor dem Ziel alleine los
Pogačar ging dann 50 Kilometer vor dem Ziel in die Offensive. Gall reagierte als einziger und versuchte, dem Slowenen zu folgen. Doch wenig später musste der Österreicher die Lücke aufgehen lassen.
Der Vorsprung wuchs in kürzester Zeit. An der Bergwertung auf der Collada de Beixalís hatte Pogačar bereits rund eineinhalb Minuten Vorsprung.
Auch in der Abfahrt nahm der Weltmeister seinen Verfolgern weitere Zeit ab. Als Pogačar rund 35 Kilometer vor dem Ziel in den Col d’Ordino ging, betrug sein Vorsprung bereits etwa zwei Minuten.
Gall attackierte – Roglič schloss die Lücke
Erneut war es Decathlon CMA CGM, das die Konkurrenz unter Druck setzte. Gall griff am Col d’Ordino an und zunächst konnte nur Oscar Onley (Netcompany INEOS) folgen. Dann schlossen Primož Roglič, Enric Mas (Movistar) und Sepp Kuss (Visma | Lease a Bike) schaff auf.
In der langen Abfahrt konnten Richard Carapaz, Mattias Skjelmose (Lidl-Trek), Jarno Widar sowie Mühlberger wieder zur ersten Verfolgergruppe aufschließen. So gingen neun Fahrer gemeinsam in den letzten Anstieg des Tages, die Alto de La Comella.
Dort setzte Decathlon erneut auf eine offensive Fahrweise. Mühlberger machte Tempo für Gall, wodurch zunächst Skjelmose den Anschluss verlor. Gall griff noch einmal an, ohne sich entscheidend absetzen zu können. Roglič konterte anschließend und distanzierte dabei Carapaz. An der Bergwertung sprintete Onley zu den vier Bonussekunden, Gall holte zwei Sekunden.
Vorne musste Pogačar längst nicht mehr ans Limit gehen und konnte den Abstand auf den finalen Kilometern kontrollieren. Auch die letzte Abfahrt hinunter nach Andorra la Vella absolvierte er ohne Probleme.
2:39 Minuten nach ihm erreichten die ersten Verfolger das Ziel. Im Sprint um Rang zwei setzte sich der erst 20 Jahre alte Jarno Widar durch. Felix Gall wurde Dritter vor Oscar Onley, Sepp Kuss, Enric Mas und Primož Roglič. Richard Carapaz kam 2:57 Minuten nach Pogačar als Achter ins Ziel, Mattias Skjelmose verlor als Neunter 3:17 Minuten.
Pogačar baut Führung in der Gesamtwertung aus
Mit seinem zweiten Etappensieg bei dieser Vuelta hat Pogačar bereits eine Vorentscheidung herbeigeführt. Der Slowene führt nun mit 3:21 Minuten Vorsprung vor seinem Landsmann Primož Roglič. Enric Mas folgt mit 3:32 Minuten Rückstand auf Rang drei. Dahinter liegen Sepp Kuss mit 3:44 Minuten und Oscar Onley mit 3:45 Minuten. Felix Gall ist nach seiner offensiven Etappe Siebter und liegt 3:57 Minuten zurück.
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