3. Etappe | 24. August | Gruissan – Font-Romeu | 174 km
Schon am dritten Tag der Vuelta a España 2026 geht es hoch hinaus. Die 3. Etappe führt von Gruissan am Mittelmeer in die Pyrenäen zur Bergankunft nach Font-Romeu. Während die ersten rund 100 Kilometer weitestgehend flach verlaufen, wird das Gros der knapp 2.700 Höhenmeter im letzten Renndrittel gesammelt. Hier führt die Strecke beinahe kontinuierlich bergauf. Mit dem Col de Mont-Louis, einem Berg der 1. Kategorie, und dem Finalanstieg in Font-Romeu auf 1.936 Metern Höhe sind die Klassementfahrer gefordert.
Gut möglich, dass Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) seinen Konkurrenten hier weitere Zeit abnimmt, und früh für eine Vorentscheidung sorgt.
Strecke der 3. Etappe der Vuelta a España 2026
Der Start erfolgt im französischen Küstenort Gruissan im Département Aude. Vom Mittelmeer führt die Strecke zunächst über weitgehend flache Straßen in Richtung Südwesten. Über Sigean und Fitou gelangen die Fahrer nach Rivesaltes. Nach gut 100 Kilometern passiert das Rennen Ille-sur-Têt. Bis dahin verläuft der Parcours weitgehend flach.
Über Marquixanes und Prades fährt das Peloton anschließend hinein in das Tal des Têt. Schon hier steigt die Straße kontinuierlich an, zunächst allerdings noch ohne offizielle Bergwertung. Über Villefranche-de-Conflent, Serdinya und Olette gelangen die Profis immer tiefer in die Pyrenäen.
Rund 35,6 Kilometer vor dem Ziel beginnt dann der entscheidende Teil der Etappe. Über 19,4 Kilometer mit durchschnittlich 4,8 Prozent Steigung führt die Straße hinauf zum Col de Mont-Louis. Die Passhöhe des Anstiegs der 1. Kategorie liegt auf 1.571 Metern und wird 16,2 Kilometer vor dem Ziel erreicht.
Der Col de Mont-Louis ist kein brutaler Vuelta-Anstieg mit zweistelligen Rampen, sondern vielmehr eine lange Ausdauerprüfung. Gerade weil die Steigung überwiegend moderat bleibt, können starke Helfer lange ein hohes Tempo fahren. Für größere Attacken der Klassementfahrer erscheint der Anstieg auf dem Papier weniger geeignet als die deutlich steileren Berge, die später in dieser Vuelta folgen.
Nach dem Col de Mont-Louis führt eine kurze Abfahrt über La Cabanasse, ehe die Schlussauffahrt nach Font-Romeu auf 1.936 Metern Höhe beginnt. Von der Passhöhe des Mont-Louis bis zum Beginn des finalen Anstiegs sind es gut sechs Kilometer.
Die Schlussauffahrt zur Bergwertung der 2. Kategorie ist 9,8 Kilometer lang und durchschnittlich fünf Prozent steil. Auch dieser Anstieg ist kein klassischer Vuelta-Berg mit extremen Steigungsprozenten. Gerade das könnte das Finale taktisch interessant machen. Für reine Kletterer dürfte es schwierig sein, bei durchschnittlich fünf Prozent große Lücken zu reißen. Explosive Klassementfahrer und bergfeste Puncheure besitzen dagegen gute Voraussetzungen, um auf den letzten Kilometern um den Etappensieg zu kämpfen.
Karte der 3. Etappe der Vuelta a España 2026

Das Finale der 3. Etappe der Vuelta a España 2026

Favoriten-Check: Etappensieg und Rotes Trikot
Auf der 3. Etappe der Vuelta a España 2026 sind erstmals die Kletterfähigkeiten gefragt. Eine klassische Hochgebirgsankunft mit zweistelligen Rampen ist der Schlussanstieg nach Font-Romeu nicht. Die langen, vergleichsweise gleichmäßigen Steigungen dürften zunächst größere Gruppen zusammenhalten. Dennoch summieren sich Col de Mont-Louis und Schlussanstieg zu fast 30 Kilometern Kletterarbeit unmittelbar vor dem Ziel. Damit bietet die Etappe zwei mögliche Szenarien: Entweder setzt sich eine stark besetzte Fluchtgruppe durch, oder UAE Team Emirates-XRG kontrolliert den Abstand und ermöglicht seinem Leader Tadej den Kampf um den Tagessieg.
Sollten die Favoriten den Sieg unter sich ausmachen, führt kaum ein Weg an Tadej Pogačar vorbei. Der Slowene gewann bereits das Auftaktzeitfahren in Monaco und verteidigte das Rote Trikot auf der 2. Etappe nach Manosque.
Die Steigungen sind nicht extrem steil, wodurch hohe absolute Leistung und die Fähigkeit zu explosiven Tempowechseln entscheidend werden können. All das liegt Pogačar.
Zu seinen Herausforderer zählen Richard Carapaz (EF Education-EasyPost), Oscar Onley (Netcompany Ineos) und Felix Gall (Decathlon CMA CGM).
Ein Profil wie dieses dürfte auch Mattias Skjelmose (Lidl-Trek) entgegenkommen. Der Däne beendete die Tour de France auf Rang sechs und ist ein deutlich explosiverer Gespannt darf man auf Primož Roglič (Red Bull-Bora-Hansgrohe) sein.
Wertungen der 3. Etappe der Vuelta a España 2026
Sprintwertungen
Villefranche-de-Conflent | Rennkilometer 129,0 | Intermediate Sprint
Bergwertungen
Col de Mont-Louis (1.571 m) | 1. Kategorie | 19,4 km mit 4,8 % | Rennkilometer 157,8
Font-Romeu (1.936 m) | 2. Kategorie | 9,8 km mit 5,0 % | Rennkilometer 174
TV-Tipp: 3. Etappe der Vuelta a España 2026 im Fernsehen
Ab 14:45 Uhr überträgt Eurosport 1 die 3. Etappe der Vuelta a España 2026 live im Free-TV.
Profile: © A.S.O.
Karte: © GEOATLAS
