Start Profi-Sport Vuelta a España 2026: Matthew Brennan gewinnt 2. Etappe

Vuelta a España 2026: Matthew Brennan gewinnt 2. Etappe

Übersicht

Matthew Brennan (Visma | Lease a Bike hat die 2. Etappe der Vuelta a España 2026 gewonnen. Der Brite setzte sich nach 202,1 Kilometern von Monaco nach Manosque im Sprint eines dezimierten Feldes vor Pau Miquel (Bahrain Victorious) durch. Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) belegte Rang drei und verteidigte damit das Rote Trikot. Zuvor hatte Ethan Hayter mit einer offensiven Fahrt und Bonussekunden beim Zwischensprint zwischenzeitlich virtuell die Gesamtführung übernommen.

Für Brennan war es zugleich der erste Etappensieg bei einer Grand Tour.

So verlief die 2. Etappe der Vuelta a España 2026

Nach einem offensiven Beginn bildete sich auf der langen ersten Straßenetappe von Monaco nach Manosque die Ausreißergruppe des Tages erst nach mehreren Anläufen. Zunächst setzten sich Koen Bouwman (Jayco-AlUla) und Diego Uriarte (Equipo Kern Pharma) ab. Ethan Hayter (Soudal Quick-Step), der nach seinem zweiten Platz im Auftaktzeitfahren zeitgleich mit Gesamtleader Tadej Pogačar war, machte sich alleine auf die Verfolgung und schloss zu den beiden Spitzenreitern auf. Wenig später gelang dies auch Sinuhé Fernández (Burgos-Burpellet-BH).

Am Alto Châteauneuf-Grasse, dem ersten kategorisierten Anstieg der diesjährigen Vuelta, gewann Bouwman die Bergwertung. Im Peloton übernahmen unter anderem Visma | Lease a Bike und Lidl-Trek die Nachführarbeit.. Rund 150 Kilometer vor dem Ziel betrug der Abstand knapp zwei Minuten.

Bouwman sichert sich das Bergtrikot

Auch am Col de Saint-Andrieu war Bouwman Erster und holte sich so das Bergtrikot. Im Peloton kontrollierten Visma | Lease a Bike und Lidl-Trek. Während Lidl-Trek auf eine Chance für Mads Pedersen hoffte, hatte Visma mit Wout van Aert und Matthew Brennan zwei Optionen für das Finale. Gleichzeitig wurde Hayter für die Gesamtwertung immer gefährlicher: Aufgrund seines minimalen Rückstands auf Pogačar hätten ihm bereits Bonussekunden gereicht, um virtuell das Rote Trikot zu übernehmen.

Rund 60 Kilometer vor dem Ziel erhöhte Visma | Lease a Bike deshalb das Tempo im Peloton deutlich. Kurz musste Bouwman seine Begleiter ziehen lassen.

Hayter fuhr virtuell ins Rote Trikot

Hayter gab seine Fluchtpläne nicht auf. Auch als Uriarte und Fernández dem Tempo nicht mehr folgen konnten, setzte der Brite seine Fahrt alleine fort. Sein Ziel war nun vor allem der Zwischensprint in Gréoux-les-Bains, bei dem neben Punkten auch sechs, vier und zwei Bonussekunden vergeben wurden. Zeitweise baute Hayter seinen Vorsprung auf das Peloton noch einmal auf rund 30 Sekunden aus.

Der Plan ging zunächst auf. Hayter erreichte den Zwischensprint vor dem herannahenden Feld und sicherte sich die sechs Bonussekunden. Damit war er zu diesem Zeitpunkt virtueller Gesamtführender. Hinter ihm sprintete Wout van Aert zu vier Sekunden Zeitgutschrift, Bryan Coquard (Cofidis) nahm zwei Sekunden mit.

Wenig später war die Flucht von Hayter beendet. Rund 31 Kilometer vor dem Ziel wurde der Brite vom Feld eingeholt.

Van Aert attackierte im Finale – Pogačar reagierte

Auf den letzten Kilometern nach Manosque zog sich das Feld immer stärker in die Länge. Mehrere Teams kämpften um die vorderen Positionen, ehe Visma | Lease a Bike seine Fahrer um Christophe Laporte, Wout van Aert und Matthew Brennan nach vorne brachte. Rund zwei Kilometer vor dem Ziel attackierte van Aert. Tadej Pogačar reagierte direkt und schloss die Lücke. Kurz darauf kam auch Alessandro Romele (XDS Astana) nach vorne. Doch das Feld blieb dicht hinter den Angreifern. Unter der Flamme Rouge wurden van Aert, Pogačar und Romele wieder gestellt. Damit kam es auf der ansteigenden Zielgeraden doch zur Sprintentscheidung.

Matthew Brennan bechleunigte aus guter Position und fuhr bei seinem Grand-Tour-Debüt zu seinem ersten Etappensieg. Hinter Brennan sprintete Pau Miquel (Bahrain Victorious) auf Rang zwei. Pogačar wurde Dritter und sicherte sich dadurch weitere vier Bonussekunden. Mads Pedersen (Lidl-Trek) belegte Rang vier vor Hugo Hofstetter (NSN Cycling Team).

Foto: Photonews.be