Start Profi-Sport Cyclassics 2026: Paul Magnier siegt im Sprint

Cyclassics 2026: Paul Magnier siegt im Sprint

Übersicht

Paul Magnier hat die ADAC Cyclassics 2026 in Hamburg gewonnen. Der Franzose aus dem Team Soudal Quick-Step setzte sich nach 205,3 Kilometern von Buxtehude nach Hamburg im Sprint einer knapp 50 Fahrer starken Gruppe durch. Magnier verwies Mike Teunissen (XDS Astana Team) und Laurence Pithie (Red Bull-Bora-hansgrohe) auf die Plätze zwei und drei. Bester Deutscher wurde Henri Uhlig (Alpecin-Premier Tech) auf Rang fünf. Die Top-Sprinter Jonathan Milan und Olav Kooij verloren bei der letzten Waseberg-Passage den Anschluss an die entscheidende Gruppe. Lange Zeit prägte eine sechs Fahrer große Ausreißergruppe das deutsche World Tour-Rennen

Rennbericht: So verliefen die Cyclassics 2026

Nach dem Start in Buxtehude bildete sich eine sechsköpfige Ausreißergruppe. Mit Jonas Rutsch (Lotto-Intermarché) und Niklas Behrens (Team Visma | Lease a Bike) waren auch zwei deutsche Profis vertreten. Außerdem schafften Benjamin Thomas (Cofidis), Dries De Pooter (Team Jayco-AlUla), Loe van Belle (Team Visma | Lease a Bike) und Filip Maciejuk (Movistar Team) den Sprung nach vorne. Bei der ersten Zieldurchfahrt in Hamburg, rund 90 Kilometer vor dem Ende, betrug ihr Vorsprung rund vier Minuten. Zu diesem Zeitpunkt lag die erste der insgesamt fünf Waseberg-Passagen bereits hinter den Fahrern.

Rund 75 Kilometer vor dem Ziel versuchten Benoît Cosnefroy (UAE Team Emirates-XRG), Tim Rex (Team Visma | Lease a Bike), Brandon Rivera (Netcompany-Ineos) und Brent Van Moer (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team), sich vom Feld abzusetzen. Die Sprinterteams ließen die Verfolger jedoch nicht entscheidend wegkommen. Wenig später war die Gruppe wieder gestellt.

Auch Gianni Vermeersch (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Florian Vermeersch (UAE Team Emirates-XRG) probierten es anschließend mit einem Angriff. Doch auch ihr Vorstoß blieb ohne Erfolg.

35 Kilometer vor dem Ziel musste mit Dries De Pooter der erste Fahrer aus der ursprünglichen Spitzengruppe abreißen. Die fünf verbliebenen Ausreißer hatten zu diesem Zeitpunkt nur noch knapp eineinhalb Minuten Vorsprung.

Biniam Girmay stürzte und verlor den Anschluss

Bei der vorletzten Waseberg-Passage zerfiel die Fluchtgruppe weiter. Benjamin Thomas forcierte das Tempo am Anstieg, nur Jonas Rutsch konnte ihm zunächst folgen. Gleichzeitig rückte das Feld immer näher. Rund 24 Kilometer vor dem Ziel wurde dann Biniam Girmay (NSN Cycling Team) durch einen Sturz zurückgeworfen. Der Eritreer wechselte das Rad und setzte das Rennen fort, verlor dadurch aber den Kontakt im entscheidenden Moment.

UAE Team Emirates-XRG drückte anschließend auf das Tempo und verkürzte den Abstand zur Spitze auf rund 20 Sekunden. Bei der fünften und letzten Auffahrt zum Waseberg lagen die verbliebenen Ausreißer nur noch knapp vor dem Feld. Jonas Rutsch erreichte die Bergwertung als Erster, während dahinter Isaac del Toro die Pace bestimmte. Kurz danach war die Flucht beendet. Del Toro attackierte selbst noch einmal nach, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen.

Die Tempoverschärfung am Waseberg hatte dennoch Folgen. Rund zehn Kilometer vor dem Ziel befanden sich nur noch etwa 50 bis 60 Fahrer in der ersten Gruppe. Vor allem zwei prominente Namen fehlten: Jonathan Milan (Lidl-Trek) und Olav Kooij (Decathlon CMA CGM Team).

Soudal Quick-Step hielt Milan und Kooij im Finale auf Distanz

Soudal Quick-Step erkannte die Situation und übernahm an der Spitze der ersten Gruppe die Tempoarbeit. so kam es auf der Mönckebergstraße zum Sprint einer großen Gruppe. Dort setzte sich der gut in Positon gebrachte Magnier durch und feierte seinen ersten Sieg bei den Cyclassics. Mike Teunissen wurde Zweiter, Laurence Pithie komplettierte als Dritter das Podium. Dahinter belegten Paul Penhoët (Groupama-FDJ United) und Henri Uhlig die Plätze vier und fünf.

Fotos: Photonews.be