Start Profi-Sport 16. Etappe Tour de France 2026: Remco Evenepoel siegt im Einzelzeitfahren

16. Etappe Tour de France 2026: Remco Evenepoel siegt im Einzelzeitfahren

Übersicht

Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-Hansgrohe) hat das Einzelzeitfahren über 26,1 Kilometer am Genfer See gewonnen. Er war auf dem Parcours von Évian-les-Bains nach Thonon-les-Bains 28 Sekunden schneller als der Träger des Gelben Trikots, Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG). Dritter wurde Mattias Skjelmose (Lidl Trek), der bereits einen Rückstand von 1:04 Minuten hatte. Der Führende in der Nachwuchswertung, Issac Del Toro (UAE Team Emirates-XRG), kam hinter Paul Seixas (Decathlon CMA CGM Team – 1:16 Minuten) auf Platz fünf. Mit einem Rückstand von 1:21 Minuten auf den Sieger.

Für Evenepol war es sein insgesamt vierter Etappensieg bei einer Frankreich-Rundfahrt. Er gewann jeweils ein Einzelzeitfahren 2024 und 2025 sowie die 15. Etappe 2026.

Überschattet wurde das Rennen vom Sturz von Florian Lipowitz, der bis dahin ein starkes Rennen fuhr, und dann aufgeben musste

In der Gesamtwertung führt weiterhin Tadej Pogačar mit einem Vorsprung von 4:32 Minuten auf Evenepoel. Dritter ist Del Toro; sein Rückstand beträgt 6:51 Minuten.

So verlief die 16. Etappe der Tour de France 2026

Eine erste frühe Richtzeit setzte Joshua Tarling (Netcompany Ineos). Der Waliser benötigte für die 26,1 Kilometern 34:21 Minuten. Tarling teilte sein Zeitfahren gut ein, verlor auf der ansteigenden Anfangsphase etwas gegenüber einigen später gestarteten Fahrern, profitierte dann aber vom Windschatten der Motorrädr

Auch Filippo Ganna (Netcompany Ineos ) kam nicht ganz an Tarling heran. Der italienische Zeitfahrspezialist blieb vier Sekunden hinter seinem Teamkollegen.

Cattaneo überraschte mit starkem Zeitfahren

Bruno Armirail überraschte. Der Franzose von Team Visma | Lease a Bike fuhr besonders stark im ansteigenden ersten Teil des Zeitfahrens und nahm Tarling an der Côte de Larringes deutlich Zeit ab. Im flacheren Finale verlor Armirail wieder etwas von diesem Vorsprung, rettete aber eine neue Bestzeit ins Ziel.

Diese Marke hielt nicht lange. Matteo Cattaneo (Red Bull-Bora-Hansgrohe) fuhr sein Zeitfahren noch ausgeglichener. Der Italiener verlor bergauf nicht entscheidend viel und war vor allem auf dem flachen Schlussabschnitt stark. Auf den letzten Kilometern baute er seinen Vorsprung aus und kam mit 34:01 Minuten ins Ziel. Zu diesem Zeitpunkt lag er 13 Sekunden vor Armirail und setzte damit die klar stärkste Marke des Tages.

Arensman trotz verspätetem Startp knapp an der Bestzeit

Eine der auffälligsten Leistungen zeigte Thymen Arensman (Netcompany Ineos). Der Niederländer verlor bereits vor dem eigentlichen Rennen wichtige Sekunden, weil er verspätet startete. Auf der Strecke fuhr Arensman dann ein starkes Rennen und lag am dritten Zwischenpunkt nur knapp hinter Cattaneo. Im Ziel fehlten ihm 4,97 Sekunden auf die Bestzeit des Italienrs.

Skjelmose holte sich die Bestzeiten

Mattias Skjelmose (Lidl-Trek) war der nächste Fahrer, der bei der ersten Zwischenzeit eine neue Bestmarke setzte. Mit 8:30 Minuten war der Däne 15 Sekunden schneller als Cattaneo. Sein Teamkollege Juan Ayuso (Lidl-Trek) lag an diesem Messpunkt dagegen bereits 17 Sekunden zurück.

Florian Lipowitz und Paul Seixas wiesen hier jeweils nur drei Sekunden Rückstand auf. Anschließend egalisierte Isaac del Toro, Führender in der Nachwuchswertung und Gesamtdritter, mit ebenfalls 8:30 Minuten die Zwischenbestzeit.. Doch Weltmeister und Olympiasieger Remco Evenepoel pulverisierte diese Marke mit einer Zeit von 8:08 Minuten. Tadej Pogačar lag hier sieben Sekunden hinter dem Belgier.

Remco Evenepoel von Beginn an auf der Siegerstraße

Bei der zweiten Zwischenzeit am Ende des Anstiegs hatte Ayuso bereits mehr als eine Minute Rückstand auf den bis dahin führenden Skjelmose. Lipowitz lag dort sechs Sekunden hinter Skjelmose, Seixas und del Toro jeweils zehn Sekunden. Dann kam Evenepoel und setzte mit 15:42 Minuten eine neue Bestzeit. Der Träger des Gelben Trikots, Tadej Pogačar, kam nicht an Evenepoel heran. Er hatte an der zweiten Zwischenzeit 14 Sekunden Rückstand.

Sturz und Aufgabe von Florian Lipowitz

Lipowitz kam bei der dritten Zwischenzeit noch einmal nahe an Skjelmoses Zeit heran. Wenig später stürzte er jedoch in einer Rechtskurve, knallte mit der Schulter auf den Asphalt und musste das Rennen aufgeben.

Evenepoel verteidigte derweil seine Führung vor Pogačar. Der Slowene im Gelben Trikot lag 8,1 Kilometer vor dem Ziel, bei der dritten Zwischenzeit, 16 Sekunden hinter dem Belgier. Der Zeitfahrweltmeister Evenepoel war der der stärkste Fahrer des Tages und unterbot die Bestzeit von Skjelmose im Ziel um mehr als eine Minute. Pogačar hatte noch einen Schreckmoment zu überstehen, als er sich in der Kurve versteuerte, in der Lipowitz stürzte. Am Ende hatte Pogačar im Ziel einen Rückstand von 28 Sekunden auf den Sieger Evenepoel.

Tageswertung der 16. Etappe der Tour de France 2026

Évian-les-Bains – Thonon-les-Bains | 26,1 km Einzelzeitfahren

RangFahrerTeamZeit / Rückstand
1Remco EvenepoelRed Bull-Bora-hHansgrohe32:19
2Tadej PogačarUAE Team Emirates-XRG+ 28 Sek.
3Mattias SkjelmoseLidl-Trek+ 1:04 Min.
4Paul SeixasDecathlon CMA CGM Team+ 1:16 Min.
5Isaac del ToroUAE Team Emirates-XRG+ 1:21 Min.
6Mattia CattaneoRed Bull-Bora-Hansgrohe+ 1:42 Min.
7Thymen ArensmanNetcompany Ineos Cycling Team+ 1:47 Min.
8Bruno ArmirailTeam Visma | Lease a Bike+ 1:55 Min.
9Pablo CastrilloMovistar Team+ 2:00 Min.
10Joshua TarlingNetcompany Ineos + 2:02 Min.

Gesamtwertung nach der 16. Etappe der Tour de France 2026

Gelbes Trikot: Tadej Pogačar

RangFahrerTeamZeit / Rückstand
1Tadej PogačarUAE Team Emirates-XRG56:14:18
2Remco EvenepoelRed Bull-Bora-Hansgrohe+ 4:32 Min.
3Isaac del ToroUAE Team Emirates-XRG+ 6:51 Min.
4Paul SeixasDecathlon CMA CGM Team+ 7:11 Min.
5Juan AyusoLidl-Trek+ 9:22 Min.
6Mattias SkjelmoseLidl-Trek+ 10:14 Min.
7Lenny MartinezBahrain Victorious+ 12:50 Min.
8Tom PidcockPinarello-Q36.5 Pro Cycling Team+ 12:58 Min.
9Jordan JegatTotalEnergies+ 22:50 Min.
10Yannis VoisardTudor Pro Cycling Team+ 24:18 Min.

Fotos: Photonews.be