Alpecin-Premier Tech geht mit Mathieu van der Poel und Jasper Philipsen in die Tour de France 2026. Die Mannschaft setzt weniger auf das Gesamtklassement, sondern auf Etappensiege, Sprintchancen und offensive Rennsituationen. Neben den beiden Top-Stars nominierte das Teammanagement Ramses Debruyne, Silvan Dillier, Tim Marsman, Edward Planckaert, Jonas Rickaert und Emiel Verstrynge. Die Vorschau zum Team, den Fahrern und den möglichen Rollen bei der Frankreich-Rundfahrt.

Etappensiege im Fokus
Philipsen soll auf den Sprint-Etappen um den Sieg kämpfen. Van der Poel soll den schwerer kontrollierbaren Puncheur-Etappen seinen Stempel aufdrücken. Daneben ist der Gewinn des Grünen Trikots immer ein Ziel für Jasper Philipsen. Dies gelang ihm bereits einmal, im Jahr 2023.
Wie schon 2021 und 2025 will das Team auch Jagd auf das Gelbe Trikot machen – zumindest temporär. Daher ist das erste große Ziel, beim Teamzeitfahren auf der 1. Etappe nicht allzu viel Zeit zu verlieren. Gelingt dies, hat van der Poel die Chance, an Tag zwei mit einem Etappensieg Gelb zu holen.
Planckaert und Rickaert als Lead-out-Fahrer im Sprintzug
Für die klassischen Sprintetappen ist die Struktur erkennbar. Edward Planckaert und Jonas Rickaert gehören zu den vertrauten Kräften im Lead-out.
Rickaert ist dabei das Powerhouse. Mit seiner Erfahrung und Physis ist er einer jener Fahrer, die Sprintfinals nicht erst auf den letzten 500 Metern prägen, sondern schon mehrere Kilometer vor dem Ziel: Position halten, Lücken schließen, Tempo stabilisieren. Planckaert ergänzt diese Arbeit mit Rennübersicht und Routine in den entscheidenden Momenten. Für Philipsen ist dieses Lead-out zentral, denn die Konkurrenz in den Massensprints dürfte breit und hochklassig sein.
Silvan Dillier bringt eine andere, ebenso wichtige Qualität ein. Der Schweizer ist ein erfahrener Arbeiter, der Rennen kontrollieren, frühe Rennphasen absichern und an schweren Tagen Präsenz zeigen kann.
Verstrynge und Debruyne erweitern die Optionen
Neben den etablierten Helfern setzt Alpecin-Premier Tech auch auf Fahrer, die dem Team in hügeligem Terrain zusätzliche Optionen geben. Emiel Verstrynge und Ramses Debruyne erweitern das Profil der Mannschaft in Richtung Mittelgebirge, Ausreißergruppen und selektive Übergangsetappen.
Verstrynge gab bereits im vergangenen Jahr sein Debüt bei der Frankreich-Rundfahrt. In diesem Jahr machte er bereits bei den Ardennen-Klassikern mit Platz fünf beim Amstel Gold Race sowie Platz vier bei Lüttich-Bastogne-Lüttich auf sich aufmerksam.
Ramses Debruyne steht dagegen vor seiner ersten Tour de France. Er kam während der Saison immer besser in Form. Nach guten Ergebnissen bei der Baskenland-Rundfahrt und beim Brabantse Pijl zeigte er zuletzt bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes seine Klasse.
Tim Marsman gibt Grand-Tour-Debüt
Eine der interessantesten Nominierungen ist Tim Marsman. Der Niederländer gibt in Barcelona sein Grand-Tour-Debüt. Das ist auch für viele Experten überraschend, da der 25 Jahre alte Niederländer bis Ende der vergangenen Saison noch im Conti-Team VolkerWessels fuhr. Doch Marsman überzeugte das Teammanagement und die Performance-Abteilung.

Die Fahrer des Team Alpecin-Premier Tech bei der Tour de France 2026
Jasper Philipsen | Belgien | 28 Jahre
Tour de France-Starts: 6
Grand Tour-Starts: 9
Mathieu van der Poel | Niederlande | 31 Jahre
Tour de France-Starts: 5
Grand Tour-Starts: 6
Ramses Debruyne | Belgien | 23 Jahre
Tour de France-Starts: –
Grand Tour-Starts: 1
Silvan Dillier | Schweiz | 35 Jahre
Tour de France-Starts: 6
Grand Tour-Starts: 11
Tim Marsman | Niederlande | 25 Jahre
Tour de France-Starts: –
Grand Tour-Starts: –
Edward Planckaert | Belgien | 31 Jahre
Tour de France-Starts: 1
Grand Tour-Starts: 7
Jonas Rickaert | Belgien | 32 Jahre
Tour de France-Starts: 4
Grand Tour-Starts: 5
Emiel Verstrynge | Belgien | 24 Jahre
Tour de France-Starts: 1
Grand Tour-Starts: 1
Fotos: Photonews.be
