Am 1. Mai findet traditionell das deutsche WorldTour-Radrennen Eschborn-Frankfurt statt. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Strecke des Eintagesrennens durch den Taunus noch anspruchsvoller geworden. Der Charakter des Rennens hat sich dabei erneut verschoben: Aus dem lange sprinterfreundlichen Klassiker ist endgültig ein schweres Eintagesrennen für bergfeste Klassikerspezialisten geworden.
Der Feldberg wird erneut zweimal passiert, beide Auffahrten führen nun aber über die anspruchsvollere Südwestseite. Dazu kommt mit dem Burgweg ein neuer, kurzer und steiler Stich, der gleich dreimal im Programm steht. Insgesamt summiert sich die Strecke auf 211,4 Kilometer mit mehr als 3.300 Höhenmetern.

Die Strecke des Radklassikers Eschborn-Frankfurt 2026
Nach dem Start in Eschborn führt die Strecke zunächst in Richtung Frankfurt und anschließend früh in den Taunus. Bereits nach knapp 40 Kilometern wartet die Auffahrt zum Sandplacken, ehe die Strecke zweimal über den neuen kurzen und steilen Anstieg Burgweg führt. Der Burgweg ist nur rund 500 Meter lang, weist aber im Schnitt elf Prozent Steigung auf. Nach der ersten Passage des Burgwegs beginnt gleich der Anstieg zum Feldberg mit einer Passhöhe von 857 Metern. Der Feldberg ist und bleibt das große Wahrzeichen des Rennens im Taunus. Im Roadbook ist die entscheidende Passage – die Südwest-Auffahrt – jeweils mit 3,5 Kilometern und 7,7 Prozent angegeben.
Nach diesem frühen „Block“ mit vier Anstiegen in Folge erreichen die Fahrer Eppstein. Danach könnte sich das Rennen wieder beruhigen, ehe die nächste Runde über die Anstiege des Taunus beginnt. Den Anfang macht nach gut 100 Rennkilometern der Mammolshainer, der insgesamt dreimal Teil der Strecke ist. Die 2,3 Kilometer lange Rampe mit durchschnittlich 8,3 Prozent bleibt eines der Highlights des Rennens. Im Anschluss verläuft der Parcours dann ein zweites Mal hinauf zum Feldberg. Durch die doppelte Auffahrt bekommt der Anstieg eine etwas andere Bedeutung als in den Vorjahren. Er ist nicht mehr nur ein früher Selektionspunkt, sondern Teil einer Kette aus wiederholten Belastungen, die die Profis lange vor dem Finale mürbe machen dürfte. In der Folge wird – rund zehn Kilometer später – der Burgweg zum dritten und letzten Mal erklommen, ehe die Fahrer nach gut 140 Kilometern erneut Eppstein erreichen.
Das Finale des Rennens könnte dann am Mammolshainer eingeläutet werden. Die beiden späten Passagen, die relativ dicht aufeinanderfolgen – bei Rennkilometer 162,2 und 176,9 –, verändern die Dramaturgie des Finales. Dort dürfte sich endgültig entscheiden, ob noch ein größeres Feld nach Frankfurt zurückkehrt oder ob sich eine kleinere Gruppe absetzt. Nach der letzten Passage über den Mammolshainer führt der Kurs über Königstein, Kronberg, Schwalbach und Eschborn zurück in die Frankfurter Innenstadt. Dort biegen die Profis auf einen Rundkurs um die Alte Oper ein, der zweimal zu absolvieren ist.

Favoriten-Check Eschborn-Frankfurt 2026
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TV-Tipp Eschborn-Frankfurt 2026
Das Rennen wird am 1. Mai live im hr-Fernsehen in voller Länge übertragen. Die Live-Übertragung beginnt um 11:40 Uhr. Zudem gibt es einen Stream auf hessenschau.de, auf YouTube und in der ARD Mediathek.
Foto: A.S.O. / Marcel Hilger
Grafiken: A.S.O.
