Start Profi-Sport Mathieu van der Poel gewinnt 2. Etappe bei Tirreno-Adriatico 2026

Mathieu van der Poel gewinnt 2. Etappe bei Tirreno-Adriatico 2026

Übersicht

Mathieu van der Poel hat die zweite Etappe von Tirreno-Adriatico, die über 206 Kilometer von Camaiore nach San Gimignano führte gewonnen. Der Niederländer aus dem Team Alpecin-Premier Tech gewann den Sprint vor Isaac Del Toro (UAE Team Emirates XRG) und Giulio Pellizzari (Red Bull-Bora-Hansgrohe). In der Schlussphase setzten sich alle drei Fahrer auf dem 5,3 Kilometer langen Schotterabschnitt ab und kämpften im toskanischen Zielort mit den vielen Türmen um den Sieg. Neuer Gesamtführender ist nun der junge Mexikaner Isaac Del Toro, der Filippo Ganna das Maglia Azzurra abnahm.

Wie erwartet griff van der Poel auf dem Schotterabschnitt im Finale an. Zunächst konnte er sich leicht absetzen, dann bekamen er von Isaac Del Toro und von Giulio Pellizzari „Gesellschaft”. Das Trio fuhr gemeinsam auf der nassen, rutschigen Mini-Strade-Bianche-Passage mit Rampen von bis zu 15 Prozent in Richtung Ziel. Pellizzari eröffnete den Sprint, doch van der Poel zog vorbei und konnte sich schließlich gegen den aufkommenden del Toro behaupten. Für Mathieu van der Poel ist das bereits der vierte Etappensieg bei dieser Rundfahrt und nach dem Erfolg beim Omloop Het Nieuwsblad der zweite Saisonsieg.

So verlief die 2. Etappe des Tirreno-Adriatico 2026

Nach dem Start in Camaiore löste sich eine kleine Gruppe. Zu ihr gehörten Manuele Tarozzi, Joan Bou, Alessandro Iacchi und Diego Pablo Sevilla. Das Peloton ließ die Ausreißer zunächst gewähren, der Abstand pendelte sich bei rund zweieinhalb Minuten ein. Auf dem Weg durch die Toskana gingen der Zwischensprint und die einzige kategorisierte Bergwertung an die Ausreißer.

Je näher das Ziel in San Gimignano kam, desto höher wurde das Tempo im Peloton. Unter dem Tempodiktat von Teams wie Ineos Grenadiers, Decathlon und Alpecin-Premier Tech schrumpfte der Vorsprung des Quartetts. Rund 39 Kilometer vor dem Ziel wurden das Ausreißer-Quartett eingeholt. Das Tempo blieb hoch, da die Teams ihre Kapitäne vor dem Schotterabschnitt vorne positionieren wollten.

Knapp sieben Kilometer vor dem Ziel ging es für die Fahrer im Regen auf den Schotterabschnitt. Als Erster erreichte Julian Alaphilippe den „Sterrato“, dicht gefolgt von Mathieu van der Poel. Dann ging Giulio Pellizzari nach vorn. Dann übernahm van der Poel die Spitze, drehte auf und schon gingen große Lücken auf. In einer Kurve rutschte Matteo Jorgenson, der am Hinterrad von van der Poel fuhr, aus. Dieser konnte sich daraufhin erst einmal absetzen. Doch Pellizzari und Del Toro kämpften sich wieder an ihn heran. Vier Kilometer vor dem Ziel bestand die Spitzengruppe also aus drei Fahrern. Van der Poel rutschte in einer Kurve das Hinterrad weg, doch der Cyclocross-Weltmeister konnte den Sturz vermeiden und verlor nichts an Boden. Im Gegensatz zu Tymen Arensman, der in einer Gruppe dahinter stürzte.

Zwei Kilometer vor dem Ziel hatten die drei bereits einen Vorsprung von mehr als 20 Sekunden auf die nächsten Verfolger. Del Toro fuhr auf dem letzten Kilometer von vorne, da er das Führungstrikot erobern wollte. In der Altstadt eröffnete Pellizzari den Sprint, doch Van der Poel konterte und sicherte sich den Sieg. Die Verfolgergruppe mit Matteo Jorgenson, Primož Roglič und Antonio Tiberi kam mit 17 Sekunden Rückstand ins Ziel.

Fotos: Photonews.be