Start Profi-Sport Mathieu van der Poel hat die Mountainbike-Weltmeisterschaften im Blick

Mathieu van der Poel hat die Mountainbike-Weltmeisterschaften im Blick

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Während viele Radprofis nach der Tour de France wieder bei Straßenrennen wie der Deutschland Tour oder der Vuelta a España starten, stürzt sich Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) ins Gelände. Der Niederländer wird am kommenden Wochenende beim Mountainbike-Weltcup im französischen Les Gets am Start stehen. Für ihn stehen dort das Shorttrack-Rennen am Freitag, 21. August, und das Cross-Country-Rennen am Sonntag, 23. August, auf dem Programm.

Der Weltcup soll zugleich die Generalprobe für das eigentliche Ziel sein: die Mountainbike-Weltmeisterschaften in Val di Sole. Diese finden vom 26. bis 30. August in Italien statt, das XCO-Rennen der Männer steht am Sonntag, 30. August, auf dem Programm.

Van der Poels Ambitionen auf dem Mountainbike sind dabei weit mehr als ein sommerlicher Abstecher in eine weitere Disziplin. Der Weltmeistertitel im olympischen Cross-Country gehört zu den wenigen großen Erfolgen, die dem 31-Jährigen noch fehlen. Weltmeister wurde er bereits auf der Straße, im Cyclocross und im Gravel. In einem Interview mit der spanischen Sportzeitung AS erklärte Van der Poel im Frühjahr, dass ein MTB-WM-Titel seine Sammlung auf historische Weise komplettieren würde. Noch nie habe ein Fahrer in all diesen Disziplinen den Weltmeistertitel gewonnen.

Mathieu van der Poel startet beim MTB-Weltcup in Les Gets

Bevor van der Poel bei der Mountainbike-WM um das Regenbogentrikot kämpfen kann, steht in Les Gets zunächst ein wichtiger Formtest an. Es ist sein erster MTB-Renneinsatz der Saison 2026, da er anders als zunächst geplant im Mai in Nové Město nicht antratt.

An den physischen Voraussetzungen dürfte es bei van der Poel kaum mangeln. Doch modernes Cross-Country verlangt weit mehr als hohe Leistungswerte. Technische Passagen, Linienwahl, Starts, Positionskämpfe und das Fahren auf ständig wechselndem Untergrund spielen eine entscheidende Rolle. Gerade diese spezifische Rennpraxis lässt sich nur begrenzt durch Training oder Straßenrennen ersetzen.

Hinzu kommt, dass Van der Poels jüngere Mountainbike-Vergangenheit nicht ohne Rückschläge verlief. Bei den Olympischen Spielen in Tokio 2021 endete sein Rennen nach einem Sturz vorzeitig. Auch seine späteren sporadischen MTB-Einsätze verliefen nicht immer nach Plan. Bei seinem Weltcup-Comeback in Nové Město 2025 stürzte er zweimal und beendete das Rennen nicht.

Die zentrale Frage vor der WM 2026 lautet deshalb weniger, ob Van der Poel schnell genug ist. Entscheidend wird sein, ob er innerhalb kurzer Zeit wieder das technische Niveau und die spezifische Rennhärte erreicht, um gegen Fahrer bestehen zu können, die sich während der gesamten Saison regelmäßig im Mountainbike-Weltcup messen.

Les Gets als Generalprobe für die Mountainbike-WM

Daher kommt dem Weltcup in Les Gets besondere Bedeutung zu. Dort wird sich erstmals zeigen, wie gut Van der Poel die Umstellung von der Straße auf das Mountainbike gelungen ist und wo er eine Woche vor dem WM-Rennen im Vergleich zu den Spezialisten steht.

Von Vorteil könnte sein, dass Van der Poel den Parcours in Les Gets kennt. Bereits 2025 bestritt er dort ein Weltcup-Rennen. Nach einer schlechten Startposition arbeitete er sich im Verlauf des Rennens weit nach vorne und belegte schließlich Rang sechs.

Schon das Shorttrack-Rennen am Freitag, 21. August ist daher wichtig. Die Ergebnisse haben Einfluss auf die Startaufstellung für das längere Cross-Country-Rennen am Sonntag. Eine sehr gute Platzierung könnte van der Poel also helfen, diesmal weiter vorne ins XCO zu starten und nicht schon auf den ersten Runden viel Energie für eine Aufholjagd investieren zu müssen.

Ob der Niederländer eine Woche später tatsächlich bei der Weltmeisterschaft in Val di Sole startet, ist noch nicht endgültig bestätigt. Alles deutet allerdings darauf hin, dass genau darauf seine derzeitige Vorbereitung ausgerichtet ist.

Foto: Photonews.be