Guillermo Thomas Silva gewann die 2. Etappe des Giro d’Italia über 221 Kilometer von Burgas nach Veliko Tarnovo in Sprint einer rund 30 Fahrer großen Gruppe Der Uruguayer vom XDS Astana Team setzte sich knapp vor Florian Stork (Tudor Pro Cycling) durch. Dritter wurde Giulio Ciccone (Lidl-Trek).
In der Ausreißergruppe des Tages waren die beiden Teamkollegen Diego Pablo Sevilla und Mirco Maestri (Team Polti VisitMalta). Nachdem das Duo eingeholt worden war, kam es auf regennassen Straßen zu einem schweren Massensturz, gefolgt von einer Neutralisation. Im finalen Anstieg attackierte Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike) mit Giulio Pellizzari (Redbull-Bora-Hansgrohe) und Lennert Van Eetvelt (Lotto Intermarché), doch die Verfolger holten die Gruppe im 500 Meter vor Ziel zurück und so kam es zum Sprint, den Silva gewann. Der XDS Astana-Profi übernahm auch die Führung in der Gesamtwertung und wird auf der 3. Etappe das Rosa Trikot tragen.
So verlief die 2. Etappe des Giro d’Italia 2026
Lange wirkte die mit 221 Kilometern zweitlängste Etappe dieses Giro wie ein kontrollierter Übergangstag mit schwerem Finale. Die Fluchtgruppe des Tages bildete sich früh und bestand aus Mirco Maestri und Diego Pablo Sevilla – beide vom Team Polti VisitMalta. Der Träger des Bergtrikots, Sevilla, nutzte den Tag, um an den Bergwertungen weitere Punkte für die Maglia Azzurra zu sammeln. Erst auf den letzten 25 Kilometern wurde es chaotisch, nachdem die beiden eingeholt worden waren.

Sturz sorgte für viele Opfer und Neutralisation
Auf regennasser Straße kam es zu einem schweren Massensturz, der das Rennen vorübergehend neutralisierte. Besonders UAE Team Emirates-XRG wurde hart getroffen; unter anderem mussten Jay Vine und Marc Soler das Rennen aufgeben. Adam Yates verlor viel Zeit. Mit Santiago Buitrago (Bahrain Victorious) musste ein weiterer GC-Fahrer das Rennen aufgeben.
Danach wurde das Rennen für kurze Zeit neutralisiert. Nach der Wiederaufnahme sicherte sich Egan Bernal die sechs Bonussekunden, ehe es in den finalen Anstieg zum Lyaskovets-Monastery-Pass ging. Hier machte Davide Piganzoli das Tempo für seinen Teamkapitän Jonas Vingegaard. In dieser Phase musste der Träger des Rosa Trikots, Paul Magnier, bereits abreißen lassen.
Jonas Vingegaard attackierte am Schlussanstieg
Kurz unterhalb der Bergwertung ging Vingegaard an die Spitze und beschleunigte. Nur Lennert Van Eetvelt und Giulio Pellizzari konnten zu Vingegaard aufschließen. Zu dritt gingen sie mit einem Vorsprung von etwa zehn Sekunden auf eine erste Verfolgergruppe in die letzten zehn Kilometer und konnten diesen zunächst auf über 20 Sekunden ausbauen.

Doch in Richtung Ziellinie schmolz der Vorsprung zusehends. In der Schlusssteigung schloss Jan Christen zu dem Trio auf. Dann attackierte Van Eetvelt. Doch die Verfolger schlossen 500 Meter vor dem Ziel die Lücke, sodass die Entscheidung im Sprint fallen musste. Christian Scaroni (XDS Astana Team) zog den Sprint für seinen Teamkollegen Guillermo Thomas Silva an, der auf dem letzten Meter noch an Florian Stork vorbeizog.
Fotos: Photonews.be
