Start Profi-Sport 7. Etappe Vuelta a España 2026: Ausreißer Leknessund siegt

7. Etappe Vuelta a España 2026: Ausreißer Leknessund siegt

Übersicht


Andreas Leknessund (Uno-X Mobility) hat die 7. Etappe der Vuelta a España 2026 gewonnen. Der Norweger setzte sich nach 149,8 Kilometern von Vall d’Alba zur Bergankunft in Aramón Valdelinares aus der Ausreißergruppe durch. 7,5 Kilometer vor dem Ziel attackierte Leknessund und brachte seinen Vorsprung bis ins Ziel. Sein Teamkollege Tobias Halland Johannessen komplettierte mit 34 Sekunden Rückstand den Uno-X-Triumph. Wout van Aert (Visma | Lease a Bike) wurde Dritter. Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) baute unterdessen seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. 

So verlief die 7. Etappe der Vuelta a España 2026

Unmittelbar nach dem Start ging Wout van Aert in die Offensive. Andreas Leknessund und Milan Vader (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team) folgten dem Belgier. Das Trio konnte sich schnell absetzen.

Immer wieder versuchten Fahrer, den Sprung nach vorne zu schaffen. Im Anstieg zum Puerto El Remolcador formierte sich schließlich eine größere Verfolgergruppe. Aus dieser lösten sich Tobias Halland Johannessen, Alexey Lutsenko (NSN Cycling Team) und Eddie Dunbar (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team). Rund 98 Kilometer vor dem Ziel erreichte das Trio Van Aert und Leknessund. Damit lagen fünf Fahrer an der Spitze.

Dahinter hatte sich eine große Gruppe mit rund 20 Fahrern gebildet. Unter anderem waren Léo Bisiaux (Decathlon CMA CGM), Pello Bilbao und Jakob Omrzel (beide Bahrain Victorious), Mads Pedersen (Lidl-Trek), Bruno Armirail (Visma | Lease a Bike), Valentin Paret-Peintre und Filippo Zana (beide Soudal Quick-Step), Koen Bouwman und Finlay Pickering (beide Jayco-AlUla) sowie Marco Brenner und Larry Warbasse (beide Tudor Pro Cycling Team) vertreten.

Zwei Uno-x-Fahrer in der Spitzengruppe

Leknessund sammelte währenddessen an den ersten Bergwertungen Punkte. In der Spitzengruppe arbeitete der Norweger zunächst viel für Johannessen, der als stärkerer Kletterer galt. Das Quintett harmonierte insgesamt besser als die große Verfolgergruppe.

Dort versuchte Bahrain Victorious, das für Jakob Omrzel zu fahren und die Verfolger  an das Führungsquintett heranzuführen.

Auf dem Puerto de San Rafael, dem vorletzten Anstieg des Tages, begann sich auch die große Verfolgergruppe aufzulösen. Bisiaux verschärfte das Tempo, später versuchten unter anderem Paret-Peintre, Iván Ramiro Sosa (Equipo Kern Pharma) und weitere Kletterer, die Lücke nach vorne zu schließen. Doch auch 20 Kilometer vor dem Ziel betrug der Rückstand noch deutlich mehr als eine Minute.

7,5 Kilometer vor dem Ziel setzte Leknessund selbst die entscheidende Attacke. Lutsenko versuchte zu reagieren, während Johannessen taktisch am Hinterrad der Konkurrenten blieb. Leknessund baute seine Führung schnell aus. Dunbar fiel zurück, wenig später geriet auch Lutsenko in Schwierigkeiten. Van Aert konnte Johannessen folgen

Während Leknessunds Sieg sicher schien, griff sein Teamkollege Johannessen hinter ihm an, um sich von van Aert zu lösen . Das gelang. Der Doppelerfolg für Uno-X war perfekt. Nach 3:49:47 Stunden erreichte Leknessund allein das Ziel in Aramón Valdelinares. Johannessen folgte 34 Sekunden später, Van Aert wurde mit 47 Sekunden Rückstand Dritter.

Gall attackierte– Pogačar nahm den Konkurrenten erneut Zeit ab

Auch hinter den Ausreißern wurde auf der Schlusssteigung noch um Sekunden für die Gesamtwertung gekämpft. Lange hatte UAE Team Emirates-XRG das Tempo kontrolliert, ehe Decathlon CMA CGM das Kommando übernahm. Gregor Mühlberger und Matthew Riccitello erhöhten die Geschwindigkeit und reduzierten die Gruppe der Favoriten deutlich. So konnten Mattias Skjelmose (Lidl-Trek) und Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) konnten nicht mehr folgen.

Schließlich attackierte Felix Gall (Decathlon CMA CGM). Nur Pogačar und Enric Mas (Movistar) konnten folgen. Gall konnte die beiden allerdings nicht distanzieren. Anschließend übernahm Pogačar die Führung und erhöhte selbst das Tempo.

Auf den letzten rund 1,5 Kilometern löste sich der Weltmeister von Gall und Mas. Pogačar erreichte das Ziel als 19. mit 4:23 Minuten Rückstand auf Leknessund. Gall verlor sechs Sekunden auf den Gesamtführenden, Mas 16 Sekunden. Primož Roglič (Red Bull-Bora-hansgrohe), Sepp Kuss (Visma | Lease a Bike) und Oscar Onley (Netcompany INEOS) kamen 29 Sekunden nach Pogačar ins Ziel.

So baute Pogačar seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter aus. Nach sieben Etappen führt der Slowene 3:50 Minuten vor Enric Mas. Roglič liegt mit 4:50 Minuten Rückstand auf Rang drei. Gall verbesserte sich auf Rang vier und liegt bei 5:01 Minuten Rückstand nur noch elf Sekunden hinter Roglič. Sepp Kuss folgt mit 6:05 Minuten auf Position fünf.

Van Aert  übernahm mit Rang drei im Ziel die Führung in der Punktewertung von Pogačar.

Foto: Photonews.be