Mauro Schmid (Team Jayco AlUla) hat die 13. und längste Etappe der Tour de France 2026 gewonnen. Er setzte sich nach 205,8 Kilometern von Dole nach Belfort in einem Zweier-Sprint gegen Harold Tejada (XDS Astana Team) durch. Auf Rang drei kam Tom Pidcock (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team). Sie alle gehörten gehörte zu einer 57 Fahrer großen Ausreißergruppe, die sich allerdings am Ballon d‘ Alsace drastisch reduzierte. Schmid und Tejada setzen sich nach der Abfahrt rund 12 Kilometer vor Ziel ais einer mittlerweile zehnköpfigen Spitzengruppe ab.
Da das Hauptfeld mit einem großen Rückstand von 7:32 Minuten ins Ziel kam, verbesserte sich Tom Pidcock in der Gesamtwertung auf den vierten Platz.
Das Gelbe Trikot trägt weiterhin Tadej Pogačar (UAE Team Emirats-XRG). In der Punktewertung konnte Mads Pedersen (Lidl-Trek) seine Führung verteidigen. Im Klassement des besten Nachwuchsprofis liegt Juan Ayuso (Lidl-Trek) vorne.
So verlief die 13. Etappe der Tour de France 2026
Schon der Start in Dole verlief hektisch. Viele Teams hatten diese Etappe im Vorfeld als Chance für eine Fluchtgruppe markiert. Das Profil war dafür geeignet: lange flache Anfahrt, später mehrere Anstiege, dazu der Ballon d’Alsace als schwerster Punkt des Tages und eine lange Abfahrt ins Ziel. Entsprechend groß war das Interesse, früh in die richtige Gruppe zu kommen.
Zunächst lösten sich fünf Fahrer: Georg Zimmermann (Lotto-Intermarché), Kasper Asgreen (EF Education-EasyPost), Louis Vervaeke (Soudal Quick-Step), Alex Kirsch (Cofidis) und Michał Kwiatkowski (Netcompany Ineos Cycling Team). Doch diese Gruppe kam nicht richtig weg.
37 Mann an der Spitze
Nach vielen Attacken und Gegenattacken entstand schließlich eine außergewöhnlich große Spitzengruppe als es rund 35 Kilometer nach dem Start einen Riß im Feld gab. Plötzlich waren 37 Fahrer vorne. Dazu zählten:
- Brandon McNulty, Tim Wellens (beide UAE Team Emirates XRG)
- Victor Campenaerts, Per Strand Hagenes (beide Team Visma | Lease a Bike)
- Tim van Dijke, Maxim Van Gils (beide Red Bull–Bora–Hansgrohe)
- Ben Healy, Michael Valgren (beide EF Education-EasyPost)
- Nicolya Vinokurov (XDS Astana Team)
- Matej Mohorič (Bahrain Victorious)
- Kévin Vauquelin (Netcompany Ineos Cycling Team)
- Jasper Philipsen, Edward Planckaert, Emiel Verstrynge (alle Alpecin-Premier Tech)
- Mauro Schmid (Team Jayco AlUla)
- George Bennett (NSN Cycling Team)
- Raúl García Pierna, Michel Heßmann, Nelson Oliveira (alle Movistar Team)
- Alex Aranburu, Ion Izagirre, Benjamin Thomas (alle Cofidis)
- Tom Pidcock, Quinten Hermans, Xandro Meurisse, Fred Wright (alle Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team)
- Romain Grégoire, Lorenzo Germani, Quentin Pacher, Clément Russo (alle Groupama-FDJ United)
- Julian Alaphilippe, Marc Hirschi, Rick Pluimers (alle Tudor Pro Cycling Team)
- John Degenkolb (Team Picnic PostNL)
- Jordan Jegat, Nicolas Breuillard, Thibault Guernalec (alle TotalEnergies)
Mads Pedersen mit 19 weiteren Profis in der Verfolgung
Für einen Moment sah es so aus als wäre das die Rennsituation für die nächste Stunden. Doch Mads Pedersen (Lidl-Trek) initiierte die Verfolgergruppe, die dann letztendlich 20 Fahrer umfasste. Neben Pedersen waren das Kasper Asgreen (EF Education-EasyPost), Harold Tejada, Davide Ballerini (beide XDS Astana Team), Vlad Van Mechelen (Bahrain Victorious), Michał Kwiatkowski und Joshua Tarling (beide Netcompany Ineos Cycling Team), Ben O’Connor, Michael Matthews und Luke Plapp (alle Team Jayco AlUla), Jonas Abrahamsen und Magnus Cort Nielsen (beide Uno-X Mobility), Biniam Girmay und Tom Van Asbroeck (beide NSN Cycling Team), Lars Craps (Lotto Intermarché), Clément Braz Afonso (Groupama-FDJ United), Joris Delbove und Matteo Vercher (beide TotalEnergies), Robbe Dhondt (Team Picnic PostNL) sowie Stefano Oldani und José Félix Parra (beide Caja Rural-Seguros RGA).
Zwischen der Spitzengruppe und den Verfolgern entwickelte sich eine rasende Aufholjagd, da sowohl Mads Pedersen als Biniam Girmay Jasper Philipsen nicht den Sieg beim Zwischensprint kampflos überlassen wollte.
Doch trug die Aufholjagd der Verfolger Früchte. 92 Kilometer vor dem Ziel gab es den Zusammenschluss. Jetzt waren also 57 Fahrer an der Spitze. Das bedeutet 33 Prozent aller Fahrer dieser Frankreich-Rundfahrt bildete die rste Gruppe. Mit an der Spitze jetzt mit Mads Pedersen, Biniam Girmay und Jasper Philipsen drei Sprinter, die ums Grüne Trikot kämpfen. Das Feld hatte mittlerweile einen Rückstand von über 7 Minuten.

Im Peloton stieg mittlerweile das Team Bahrain Victorious in die Nachführarbeit ein, um den Rückstand zu begrenzen und den neunten Gesamtrang ihres Fahrers Lenny Martinez (+6:34 Minuten) zu verteidigen. Schließlich war der Zehntplatzierte im GC, Tom Pidcock (+ 11:49 Minuten) in der Spitzengruppe.
Jaspe Philipsen gewann den Zwischensprint vor Pedersen
Philipsen gewann dann nach Vorarbeit von Edward Plackaert den Zwischensprint in Mélisey bei Rennkilometer 137,8 vor Pedersen und Girmay. Damit konnte sich Philipsen an Girmay vorbei auf den zweiten Platz der Punktewertung schieben. Pedersen hat jedoch weiterhin einen Vorsprung von 41 Punkten.
Nun begann ein neues Rennen. Denn zehn Kilometern später ging es in den ersten Berg des Tages – den Col des Croix . In der Spitzengruppe machte das Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team das Tempo für seinen Leader Tom Pidcock. Am Col de Croix, einem Anstieg der dritten Kategorie, verkleinerte sich die Spitzengruppe erwartungsgemäß. Rund ein dutzend Fahrer fielen zurück.

Das Peloton hatte oben am Col de Croix fast acht Minuten Rückstand – immer noch angeführt von Bahrain Victorious. Pidcock lag nun virtuell auf Rang drei in der Gesamtwertung.
In der Anfahrt zum Ballon d’Alsace stieg UAE Team Emirates-XRG mit Florian Vermeersch mit in die Führungsarbeit des Hauptfeldes ein.
Am Fuß des Ballon d’Alsace attackierte Rick Pluimers. Doch er kam nicht wirklich weg. Hinten fielen die Sprinter aus der Gruppe. Doch noch waren über 7,7 Kilometer zur Passhöhe des Berges der 1. Kategorie zu fahren. Dann ging Jordan Jegat, 10. der Tour de France 2025. Pidcock ging hinterher, schloss die Lücke und ging an die Spitze. Die Gruppe um ihn herum war noch rund 15 Fahrer groß.
Nach zwei, drei Attacken, die nichts bewirkten, übernahm Jayco AlUla die Führung in der Spitzegruppe. Im Hauptfeld übernahm Lidl-Trek die Tempoarbeit. Rund 3,9 Kilometer unterhalb des Gipfels setze sich Maxim van Gils nach einer Konterattacke als Solist an die Spitze. Wieder konnte Pidcock die Lücke schließen. Dann ging Luke Plapp. Doch Pidcock setzte erneut nach und führte eine kleine Gruppe wieder heran. Nun griff Plapps Teamkollege Mauro Schmid an. Doch van Gils stellte ihn wieder.
Tom Pidcock virtuell auf Position zwei in der Gesamtwertung

An der Spitze waren jetzt nur noch 10 Fahrer: Pidcock, van Gils, McNulty, Wellens, Schmid, Plapp, Vauquelin, Tejada, Braz und Jegat verteten. Dann attackierte Pidcock 800 Meter vor der Passhöhe, kam aber nicht weg, sicherte sich aber die Bergwertung. Rund eine halbe Minute dahinter eine siebenköpfige Verfolgergruppe mit Craps, Hirschi, Breuillard, Garcia Pierna, Valgren, Izagirre und dem sprintstarken Michael Matthews.
Im Hauptfeld löste am Anstieg zum Ballon d’Alsace nun Red Bull-Bora-Hansgrohe das Team Lidl-Trek in der Verfolgung ab, da Pidcock virtuell schon auf Rang zwei in der Gesamtwertung lag. Am Gipfel hatte das Feld einen Rückstand von 8:15 Minuten.

Schon in der Abfahrt begannen die Attacke an der Spitze. Tim Wellens machte den Anfang rund 17 Kilometer vor Ziel. Doch seine Attacke wurde egalisiert. Dann setzten sich Mauro Schmid und Harold Tejada ab. Doch die anderen setzen nach. Zehn Kilometer vor Ziel hatten das Duo an der Spitze 12 Sekunden Vorsprung. Ihr Vorsprung wuchs bis zur Kilometer auf über 20 Sekunden an.
An einer Welle griffen Vauquelin und Jegat aus der Verfolgergruppe an, wurden aber wieder eingeholt. Zwei Kilometer vor Ziel lagen Tejada und Schmid immer noch vorne und es sah so aus, als würden sie den Sieg unter sich ausmachen. Die beiden hatten nch Zeit sih auf den letzten400 Meter zu attackieren. Tejada eröffnete den Sprint blieb lange vorn, doch am Ende gewann Schmid.
Fotos: Photonews.be
