Start Profi-Sport 7. Etappe Giro d’Italia 2026: Jonas Vingegaard gewinnt Bergankunft am Blockhaus

7. Etappe Giro d’Italia 2026: Jonas Vingegaard gewinnt Bergankunft am Blockhaus

Übersicht

Top-Favorit Jonas Vingegaard hat die erste Bergankunft dieses Giro d’Italia 2026 gewonnen. Der Däne aus dem Team Visma | Lease a Bike siegte als Solist am Ende der 7. Etappe am Blockhaus. Jonas Vingegaard griff rund 5,5 Kilometer vor dem Ziel an und setzte sich nach und nach von seinen Konkurrenten ab. Zweiter auf dem mit 244 Kilometern längsten Tagesabschnitts wurde Felix Gall (Decathlon CMA CGM) mit einem Rückstand von 13 Sekunden. Auf Rang drei kam Jai Hindley (Red Bull-Bora-Hansgrohe), 1:02 Minuten zurück. Hindleys Teamkollege Giulio Pellizarri wurde Vierter mit einem Rückstand von 1:05 Minuten.

Der Gesamtführende Afonso Eulálio (Bahrain Victorious), der 2:55 Minuten hinter dem Sieger ins Ziel kam, verteidigte sein Rosa Trikot. Auf Platz zwei in der Gesamtwertung liegt nun Jonas Vingegaard mit einem Rückstand von 3:17 Minuten. Dritter ist der Österreicher Felix Gall, 3:34 Minuten zurück.

So verlief die 7. Etappe des Giro d’Italia 2026

Schon früh bildete sich eine Fluchtgruppe. Jonathan Milan (Lidl-Trek) attackierte direkt nach dem scharfen Start und bekam später Gesellschaft von Tim Naberman (Team Picnic PostNL), Jardi Christiaan van der Lee (EF Education-EasyPost), Diego Pablo Sevilla (Team Polti VisitMalta) und Nickolas Zukowsky (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team). Der Vorsprung der Gruppe stieg zwischenzeitlich auf rund sechs Minuten.

Für Milan ging es vor allem um Punkte für die Maglia Ciclamino. Der Italiener gewann den Zwischensprint und verkürzte seinen Rückstand in der Punktewertung auf Paul Magnier (Soudal Quick-Step), der vor der Etappe weiterhin deutlich führte. Nach getaner Arbeit fiel Milan im weiteren Verlauf aus der Spitzengruppe zurück, als das Rennen in schwereres Terrain führte.

Diego Pablo Sevilla, der Träger des Bergtrikots, nutzte die Bergwertung in Roccaraso, um sein Konto in der Maglia-Azzurra-Wertung weiter auszubauen.

Im Feld kontrollierten zunächst Bahrain Victorious für den Gesamtführenden Afonso Eulálio sowie Team Visma | Lease a Bike mit Blick auf Jonas Vingegaard das Tempo.

Regen und Wind verschärften die Bedingungen in den Apenninen, ehe in der langen Abfahrt vor dem Finale wieder trockenere Straßen gemeldet wurden. Allmählich reduzierte sich der Vorsprung der Ausreißer deutlich. Während sie zwischenzeitlich maximal sechs Minuten vor dem Feld gelegen hatten, betrug ihr Vorsprung rund 40 Kilometer vor dem Ziel nur noch 2:40 Minuten.

Vor dem Schlussanstieg verlor Tim Naberman den Anschluss an die Spitze, während Sevilla nach einem kurzen Abstecher ins Nirgendwo an einem Kreisverkehr wieder zurückkam.

Team Visma | Lease a Bike bereitet Jonas Vingegaard den Sieg perfekt vor

Die Entscheidung fiel also am Schlussanstieg hinauf zum Blockhaus. Red Bull-Bora-Hansgrohe versuchte früh, das Finale schwer zu machen, doch Visma übernahm neun Kilometer unterhalb des Gipfels mit Davide Piganzoli und Sepp Kuss die Kontrolle und schlug ein hohes Tempo an. Piganzolis Tempo sorgte bereits sieben Kilometer vor dem Ziel dafür, dass die Ausreißer eingeholt wurden und unter anderem Enric Mas, Derek Gee-West und Egan Bernal den Anschluss in der GC-Gruppe verloren. Unter dem Tempo von Kuss fiel schließlich auch Eulálio zurück, bevor Vingegaard selbst attackierte.

Nach der Vorarbeit seiner Mannschaft setzte Vingegaard rund 5,5 Kilometer vor dem Ziel die entscheidende Attacke. Zunächst konnten Giulio Pellizzari und kurzzeitig Felix Gall reagieren. Rund einen Kilometer später setzte sich Vingegaard auch von Pellizzari ab und fuhr als Solist dem Etappensieg entgegen.

Felix Gall starker Etappenzweiter am Blockhaus

Dahinter zeigte Felix Gall eine eindrucksvolle Vorstellung. Er fuhr ein gleichmäßig hohes Tempo, holte Pellizzari ein, zog an ihm vorbei und verringerte seinen anfänglichen Rückstand bis ins Ziel sogar noch etwas. Pellizzari wiederum wurde von seinem Teamkollegen Jai Hindley wieder eingeholt und konnte in dessen Windschatten das Ziel erreichen. Mit in dieser Mini-Gruppe war auch Ben O’Connor, der am Ende Fünfter wurde.

Fotos: Photonews.be