Davide Ballerini hat die 6. Etappe des Giro d’Italia 2026 im Sprint gewonnen. Der Italiener vom XDS Astana Team setzte sich nach 142 Kilometern von Paestum nach Neapel in einem chaotischen Finale vor Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step) und Paul Magnier (Soudal Quick-Step) durch. Für Ballerini war es der erste Etappensieg beim Giro überhaupt, zugleich war es der erste Tagessieg durch einen Italiener bei der diesjährigen Landesrundfahrt.
Dylan Groenewegen stürzt in der finalen Kurve
In der letzten 180-Grad-Kurve vor dem Ziel rutschten Anfahrer Elmar Reinders und sein Sprinter Dylan Groenewegen (beide Unibet Rose Rockets) auf demregenassen und rutschigem Pflaster weg, dahinter kamen einige Fahrer wie Jonathan Milan und Orluis Aular zu Fall. Paul Magnier wurde aufgehalten, konnte aber weiterfahren.
In der Gesamtwertung bleibt Afonso Eulálio (Bahrain Victorious) weiterhin im Rosa Trikot. Der Portugiese führt weiter vor Igor Arrieta (UAE Team Emirates XRG) und Christian Scaroni (XDS Astana Team).
So verlief die 6. Etappe des Giro d’Italia 2026
Zu Beginn wollte sich kaum jemand in eine Fluchtgruppe gehen. Dann attackierte ein Alpecin-Premier Tech- Duo bestehend aus Edward Planckaert und Luca Vergallito. Wenig Später schlossen Mattia Bais (Team Polti VisitMalta), Manuele Tarozzi und Martin Marcellusi (beide Bardiani CSF 7 Saber) auf. Planckaert ließ sich wieder ins Feld zurückfallen.
Die Sprinterteams hielten den Abstand jedoch konsequent klein. Lidl-Trek, Soudal Quick-Step und Unibet Rose Rockets ließen die Gruppe nie wirklich weit weg beziehungsweise verzögerten das Tempo, wenn sie den Ausreißern zu nahe kamen. Rund 30 bis 35 Kilometer vor dem Ziel war die Flucht wieder gestellt.

Danach lief alles auf den Sprint hinaus. Filippo Magli (Bardiani CSF 7 Saber) holte sich noch die maximalen Bonussekunden am Red-Bull-Kilometer, Alec Segaert (Bahrain Victorious) versuchte es mit einer späten Attacke, wurde aber rasch wieder gestellt. Auf den finalen Kilometern setzte der Regen ein, und es formierten sich die Züge. Unibet Rose Rockets übernahm früh Verantwortung für Dylan Groenewegen.
Die Entscheidung fiel dann nicht über reine Power, sondern über Kontrolle und Position. In der letzten 180-Grad-Kurve rutschten Groenewegen und sein Anfahrer Elmar Reinders an der Spitze fahrend weg, danach kamen zahlreiche Fahrer zu Fall. Ballerini und Stuyven kamen innen durch. Ballerini eröffnete von vorn, Stuyven kam nicht mehr vorbei. Magnier rettete sich, nachdem er durch den Sturz aufgehalten wurde, noch auf Rang drei, dahinter wurde Jensen Plowright (Alpecin-Premier Tech) Vierter vor Ben Turner (Netcompany Ineos).
Fotos: Photonews.be
