Start Profi-Sport Vorschau 9. Etappe Giro d’Italia 2026: Bergankunft im Apennin

Vorschau 9. Etappe Giro d’Italia 2026: Bergankunft im Apennin

Übersicht

9. Etappe | 17. Mai 2026 | Cervia – Corno alle Scale | 184 km | 2400 Höhenmeter

Die zweite Bergankunft dieses Giro d’Italia 2026 endet nach 184 Kilometern am Corno alle Scale im Bologneser Apennin. Auch wenn der Parcours der 9. Etappe bergauf führt, ist dieser Abschnitt keineswegs so anspruchsvoll wie der 7. Tagesabschnitt von Formia zum Blockhaus. Das zeigt sich schon allein an den Höhenmetern. Rund 2.400 werden die Fahrer am Ende der Etappe gesammelt haben – und den Großteil davon erst im 10,6 Kilometer langen Schlussanstieg.

Die Etappe nimmt nach dem Start in Cervia an der Adriaküste sozusagen einen langen, flachen Anlauf, ehe es auf den finalen 30 Kilometern fast nur bergauf geht. Es ist also ein Etappenprofil mit klarer Botschaft: lange Ruhe, dann Selektion. Die 9. Etappe führt von Cervia an der Adriaküste hinauf zum Corno alle Scale im Bologneser Apennin.

Dieses Geläuf ist prädestiniert für eine Ausreißergruppe mit starken Kletterern, von denen der eine oder andere vielleicht noch einen Teamkollegen mitnimmt, der im Flachen Tempo bolzen kann. Die Klassementfahrer und ihre Teams werden sich wohl erst am Ende zeigen, wenn das Finale hinauf zum Corno alle Scale eröffnet wird.

Strecke der 9. Etappe des Giro d’Italia 2026

Nach dem Start in Cervia, einem Badeort an der Romagna-Riviera, führt die Strecke in Richtung Nordwesten durch die Po-Ebene über Castiglione di Ravenna, San Zaccaria, San Pietro in Vincoli, Barbiano, Solarolo und Bagnara di Romagna. Erst nach 105 gefahrenen Kilometern gibt es mit dem Monte della Capanna (314 Meter) eine kleine, unkategorisierte Steigung. Danach flacht das Gelände wieder ab, und die Profis erreichen den Zwischensprint in Marzabotto bei Kilometer 133. Anschließend geht es weiter in Richtung Silla, wo der erste von zwei kategorisierten Anstiegen beginnt. Über 11,3 Kilometer mit durchschnittlich 4,3 Prozent Steigung klettern die Profis hinauf zum Querciola in der Emilia-Romagna. Nach einem kurzen, leicht abfallenden Abschnitt beginnt in Villaggio Europa der Schlussanstieg.

Der Schlussanstieg zum Corno alle Scale ist als Bergwertung der 1. Kategorie eingestuft. Er verläuft über 10,8 Kilometer mit durchschnittlich 6,1 Prozent Steigung. Gleich zu Beginn der Auffahrt erreichen die Fahrer den Red-Bull-Kilometer bei Rennkilometer 172,6, wo es für die ersten drei Fahrer Bonussekunden zu gewinnen gibt. Die finalen 2.700 Meter sind im Durchschnitt über zehn Prozent steil, die Rampen erreichen bis zu 15 Prozent.

Auf dem Papier klingt der Corno alle Scale mit gut sechs Prozent Durchschnittssteigung nicht brutal. In der Realität ist das Profil jedoch deutlich giftiger. Die lange Vorbelastung über den Querciola, die kurze Abfahrt, die erneute Steigung und vor allem die steilen letzten Kilometer machen diesen Schlussanstieg zu einem echten Härtetest für die Klassementfahrer.

Karte der 9. Etappe des Giro d’Italia 2026


Das Finale der 9. Etappe des Giro d’Italia 2026

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Wertungen der 9. Etappe des Giro d’Italia 2026

Bergwertungen
• Querciola, 823 m | 3. Kategorie | Rennkilometer 167,4
• Corno alle Scale, 1.471 m | 1. Kategorie | Rennkilometer 184,0 | Bergankunft

Sprintwertungen
• Marzabotto | Rennkilometer 125,2 | Intermediate Sprint
• Red Bull km | Rennkilometer 172,6 | Zeitbonifikationen

TV-Tipp: 9. Etappe des Giro d’Italia im Fernsehen

Ab 12:30 Uhr überträgt Eurosport 1 die 9. Etappe der Italien-Rundfahrt live im Free-TV.

Karten & Grafiken: © RCS Sport