Start Profi-Sport Vorschau Ronde van Brugge 2026: der neue Sprint-Klassiker?

Vorschau Ronde van Brugge 2026: der neue Sprint-Klassiker?

Übersicht

Die flandrischen Klassiker gehen in ihre heiße Phase: In weniger als zwei Wochen findet die Ronde statt. Sie gehört zusammen mit Paris–Roubaix zu den bedeutendste Eintagesrennen dieser Saison. Vor der Flandern-Rundfahrt gibt es zur Einstimmung noch vier weitere spannende und dramatische Frühjahrsklassiker in Belgien. Den Auftakt macht am 25. März 2026 die Ronde van Brugge über 202,9 Kilometer. Mit rund 400 Höhenmetern eines der flachsten Rennen im World-Tour-Kalender. Die Ronde van Brugge ist der Nachfolger der Classic Brugge–De Panne und hat ihren Ursprung im bekannten Etappenrennen „Drei Tage von De Panne“.

Da es bei Brugge–De Panne in den vergangenen Jahren immer wieder zu schweren Stürzen im Finale kam, haben die Veranstalter die Strecke verändert. Sie führt jetzt nicht mehr nach De Panne, sondern nach Brügge, wo der Klassiker auch startet. Anders als bei vielen anderen Rennen in Flandern gibt es hier keinen einzigen Anstieg zu erklimmen – und es gibt nur einen einzigen echten Kopfsteinpflasterabschnitt, der allerdings mehrmals zu absolvieren ist. Im Fahrerfeld war die Ronde bereits eine inoffizielle Sprint-Weltmeisterschaft, ein Titel, den der Schelde-Preis schon seit Jahrzehnten trägt.

Allerdings garantiert in Flandern ein flacher Parcours nicht automatisch einen Massensprint. Wind, gepaart mit offenen und schmalen Straßen sowie 90-Grad-Kurven, reicht aus, um Hektik und Unruhe im Peloton zu erzeugen und eine rasante, unvorhersehbare Dramaturgie zu inszenieren.

Die Strecke von Ronde van Brugge 2026

Die Strecke startet am Markt von Brügge im historischen Zentrum und führt zunächst auf einer Schleife in Richtung Süden. Über Torhout, Wingene und Beernem verläuft der Parcours, ehe die Fahrer nach knapp 50 Rennkilometern in Oedelem auf die nördliche Runde – den sogennanten Local Loop – einbiegen. Diese verläuft über Damme, Koolkerke und Dudzele und kehrt nach Brügge zurück.

Diesen 59 Kilometer langen Rundkurs absolvieren die Profis zweieinhalb Mal und haben dabei zweimal die Gelegenheit, die Zieleinfahrt an der Gulden-Vlieslaan zu passieren, bevor der finale Sprint ansteht. Besonderheiten auf dem finalen Loop sind der 1,3 Kilometer lange Kopfsteinpflasterabschnitt auf dem Brieversweg und mehrere schnelle Abschnitte entlang des Damse Vaart. Der Damse Vaart war Teil der Zeitfahrstrecke der UCI-Straßenweltmeisterschaften 2021.

Gerade in diesen Streckenabschnitten kann es zu Vorentscheidungen kommen und sich bei Wind eine Spitzengruppe bilden, die es bei entsprechender Fahrweise und Besetzung schafft, als Erste in Richtung Ziel zu fahren.

Der Zieleinlauf liegt auf der breiten Gulden-Vlieslaan am Stadtrand. Die letzten 10 Kilometer lassen sich laut dem Veranstalter ohne große Hindernisse absolvieren. Im Zielbereich werden zusätzliche Safe-Cycling-Elemente, wie beispielsweise aufblasbare Barrieren, eingesetzt.

Die Favorite bei der Ronde van Brugge 2026

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Offizielle Webseite: rondevanbrugge.be

Fotos: Photonews.be