Start Profi-Sport Mathieu van der Poel siegt im Schnee beim Zilvermeercross in Mol

Mathieu van der Poel siegt im Schnee beim Zilvermeercross in Mol

Übersicht

Bei teilweise starkem Schneefall gewann Mathieu van der Poel am 2. Januar 2026 den Zilvermeercross in Mol. Der Weltmeister aus dem Team Alpecin-Premier Tech feierte bei widrigen Bedingungen seinen achten Saisonsieg. Bis zur siebten Runde des Exact Cross Mol lieferte er sich ein Duell mit Wout van Aert. Zwar lag van der Poel nach drei Runden bereits als Solist mit 15 Sekunden Vorsprung vor dem Belgier. In der darauffolgenden Runde stürzte van der Poel jedoch leicht, van Aert konterte und schaffte zum Ende der Runde den Anschluss. Die beiden fuhren zu zweit an der Spitze, bis Wout van Aert zweieinhalb Runden vor Schluss stürzte und kurz später das Rennen in der Boxengasse aufgab.
Zweiter wurde Toon Aerts (Charles Liègeois-Deschacht) mit einem Rückstand von 1:23 Minuten. Der Spanier Felipe Orts (Ridley Racing Team) kam mit einem Rückstand von 1:41 Minuten auf Rang drei.

So verlief der Zilvermeercross in Mol 2026

Schon in der ersten Runde zeigte Wout van Aert, dass der Sieg heute über ihn gehen sollte.  Der Belgier übernahm früh die Initiative und die Führung, als er im Sand die bessere Linie fand und an den vor ihm liegenden Mathieu van der Poel und Toon Aerts vorbeisurfte. Felipe Orts lag einige Radlängen zurück, schloss aber an Start und Ziel zu dem Führungstrio auf.

In der zweiten Runde machte Van Aert dann weiter Druck, sodass er sich mit van der Poel von den anderen beiden absetzen konnte. Zu Beginn der dritten Runde übernahm der Weltmeister die Spitze und pflügte durch den Sand. Als van Aert kurzzeitig Probleme hatte, flog van der Poel förmlich davon. Am Ende der dritten Runde hatte er bereits einen Vorsprung von 15 Sekunden auf seinen belgischen Rivalen. Das Rennen schien vorentschieden zu sein. Doch in der vierten Runde drehte sich das Bild erneut. Van der Poel stürzte leicht und Van Aert kam ihm mit einem unglaublichen Effort – besonders in den Sandpassagen – immer näher. Eingangs der fünften Runde waren die beiden dann wieder an der Spitze vereint.

In den nächsten beiden Runden fuhren die beiden auf dem schneebedeckten und extrem rutschigen Parcours „auf Sicherheit“. Keiner attackierte den anderen, denn der Vorsprung auf Toon Aerts, der zu diesem Zeitpunkt auf Position drei lag, war schon groß genug.

In einer Kurve, in der schon andere Fahrer gestürzt waren, ging van Aert zu Boden und landete hart auf Knie und Hüfte. Der Visma | Lease a Bike-Profi konnte zwar wieder aufsteigen und weiterfahren, doch in den folgenden Laufpassagen wirkte er gehandicapt. Als er in die Materialzone zum Radwechsel kam, hatte er so große Probleme zu laufen, dass er das Rennen aufgab.

Damit war das Rennen entschieden: Van der Poel fuhr „frierend“ zum Sieg. Doch auch ohne das Duell am Ende war es aufgrund der Temperaturen um den Gefrierpunkt und des Schneefalls eines der härtesten Rennen der Saison.

Ergebnisse des Zilvermeercross in Mol 2026

1. Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) 1:00:05 Stunden
2. Toon Aerts (Charles Liégeois-Deschacht) + 1:24 Minuten
3. Felipe Orts Lloret (Ridley Racing Team) + 1:41 Minuten
4. Joran Wyseure (Crelan-Corendon) + 2:35 Minuten
5. Thomas Mein (Hope Factory Racing) + 3:45 Minuten

Fotos: Photonews.be