Start Profi-Sport Tadej Pogačar siegt bei Mailand-Sanremo 2026 nach einem Sturz

Tadej Pogačar siegt bei Mailand-Sanremo 2026 nach einem Sturz

Übersicht

Tadej Pogačar hat Mailand–Sanremo, das erste Monument des Jahres gewonnen. Der Weltmeister aus dem Team UAE Team Emirates-XRG verwies nach 298 Kilometern im Sprint Tom Pidcock (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team) auf Platz zwei. Dritter wurde Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike), der sich wenige hundert Meter vor Ziel aus einer Verfolgergruppe löste.

An der Cipressa attackierte Tadej Pogačar, nur Tom Pidcock und Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) konnten diesem Angriff folgen. Wenige Kilometer zuvor waren sowohl Pogačar als auch van der Poel gestürzt und mussten sich erst wieder ins Feld zurückkämpfen. Am Poggio musste dann van der Poel die beiden ziehen lassen und wurde in der Abfahrt von den Verfolgern eingeholt.

Für Weltmeister Tadej Pogačar war es der erste Sieg bei Mailand-Sanremo. Jetzt fehlt dem Slowenen nur noch ein Erfolg bei Paris-Roubaix, dann hätte er alle fünf Monumente gewonnen.

So verlief Mailand-Sanremo 2026

Bereits sehr früh im Rennen bildete sich die Ausreißergruppe des Tages. In dieser Fluchtgruppe waren neun Fahrer vertreten. Es handelte sich um Martin Marcellusi und Manuele Tarozzi (beide Team Bardiani CSF-7 Saber), Lorenzo Milesi und Manlio Moro (beide Team Movistar), Andrea Peron und David Lozano (beide Team Novo Nordisk) sowie Alexy Faure Prost (Team Picnic-PostNL) und Dario Igor Belletta und Mirco Maestri (beide Team Polti-VisitMalta).

Silvan Dillier fährt knapp 200 Kilometer im Wind

Die Nachführarbeit übernahm das Team Alpecin-Premier Tech mit Silvan Dillier. Rund 100 Kilometer vor dem Ziel hatten die Ausreißer ihren Vorsprung auf über fünf Minuten ausgebaut. Kein anderes Team machte Anstalten, dem Schweizer bei der Nachführarbeit zu helfen, sodass der Vorsprung der Führenden weiter anwuchs.

Als der Vorsprung rund 85 Kilometer vor dem Ziel den Maximalvorsprung von 6:48 Minuten erreichte, schickte das UAE Team Emirates-XRG mit Domen Novak einen Fahrer an die Spitze des Pelotons. Dieser löste Dillier nach 200 Kilometern Nachführarbeit ab.

Kurz später fiel Lozano als Erster aus der Spitzengruppe zurück.  Im weiteren Verlauf schoben sich auch kurzzeitig weitere Teams an die Spitze. Bei Rennkilometer 229 gab es einen Sturz, bei dem allein drei Profis des Ineos-Grenadiers Team zu Boden ging. Filippo Ganna kam unbeschadet durch. Tom Pidcock (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team) wurde aufgehalten, wurde aber von seinem Team schnell wieder nach vorne gebracht.

Zu Beginn der ersten der drei Capi, der Capo Mele, betrug der Rückstand des Pelotons weniger als vier Minuten. Die Spitzengruppe verlor weiterhin Zeit und mit Peron auch den zweiten Profis aus dem Team Novo Nordisk. An der Capo Berta zerfiel die Spitzengruppe dann weiter. Vorne noch ein Quartett aus Milesi, Belletta und Maestri, die am „Gipfel“ eine Minute Vorsprung hatten.

Sturz wirft Pogacar, van der Poel & Co. zurück

Rund 33 Kilometer vor dem Ziel gab es erneut einen Crash mit vielen Profis. Darunter waren auch Tadej Pogačar, Mathieu van der Poel und Wout van Aert. Auch Giulio Pellizzari und Matteo Jorgenson wurden aufgehalten. Durch den Sturz teilte sich das Feld

Im Peloton ging jetzt Red Bull-Bora-Hansgrohe an die Spitze, während Pogačar mit seinen Teamkollegen heranzufahren versuchte. Ebenso musste sich Mathieu van der Poel, der sich an der Hand verletzt hatte, zurückkämpfen, was ihm gelang. Pogačar, vom Sturz gezeichnet, lag mit seinen Teamkollegen noch etwas weiter zurück, konnte aber wenig hundert Meter vorm Eingang zur Cipressa wieder ins Feld gelangen. Die Ausreißer waren zu dem Zeitpunkt eingeholt.

Vorne fuhr Ineos Grenadiers dosiert Tempo. 4,5 Kilometer unterhalb der Cipressa war Pogačar wieder vorne, direkt hinter seinen Teamkollegen Isaac Del Toro und Brandon McNulty, der die Pace machte. Dann übernahm Del Toro und 2,6 Kilometer unterhalb des Gipfels der Cipressa attackierte der Weltmeister. Nur Pidcock und van der Poel konnten mitgehen. 400 Meter vor der Passhöhe attackierte Pogačar nochmal, allerdings kam er nicht weg. Oben hatten die drei Führenden einen Vorsprung von rund 25 Sekunden auf eine Verfolgergruppe, die von Lidl-Trek angeführt wurde.

Van der Poel konnte am Poggio nicht mehr folgen

Das Spitzen-Trio arbeitete zusammen, hatte aber beim Einstieg zum Poggio – 9,2 Kilometer vor Ziel – nur noch acht Sekunden Vorsprung vor den Verfolgern. Im unteren Teil des Poggio attackierte Pogačar erneut. Diesmal konnte ihm nur Pidcock folgen. Van der Poel war geschlagen. Pogo attackierte mehrmals auf dem Weg zum Gipfel des Poggio, doch Pidcock ließ sich nicht abschütteln. Oben am Poggio hatten „Pogi“ und „Pidders“ 13 Sekunden Vorsprung auf van der Poel. Weitere sechs Sekunden dahinter die Verfolger, die den Niederländer kurze Zeit später einholten.

Pogačar nahm erneut – wie schon in der Abfahrt von der Cipressa – volles Risiko. Aus der Verfolgergruppe löste sich nach der Abfahrt hinunter nach Sanremo Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike) und war in Sichtweite der beiden Führenden. Pogi eröffnete den Sprint, doch Pidcock kam gegen Ende noch mal extrem auf. Aber es reichte für den Weltmeister zu seinem ersten Sieg bei Mailand-Sanremo. Dritter wurde Wout van Aert. Den Sprint der Verfolgergruppe um Platz vier gewann Mads Pedersen (Lidl-Trek). Mathieu van der Poel wurde am Ende noch Achter.

Ergebnis Mailand-Sanremo 2026

1 – Tadej Pogacar (UAE Team Emirates XRG) – 298 km in 6:35:49 Stunden
2 – Thomas Pidcock (Pinarello-Q36.5 Pro Cycling Team) s.t.
3 – Wout Van Aert (Team Visma | Lease a Bike) + 4 Sekunden
4 – Mads Pedersen (Lidl-Trek) s.t.
5 – Corbin Strong (NSN Cycling Team) s.t.

Foto: Photonews.be