Tadej Pogačar (UAE Emirates XRG) hat das Auftaktzeitfahren der Vuelta a España 2026 gewonnen. Der Top-Favorit war im 9,4 Kilometer langen Einzelzeitfahren durch Monaco um 9 Hundertstelsekunden schneller als der Zweitplatzierte Ethan Hayter (Soudal Quick-Step). Dritter wurde Zeitfahrspezialist Josh Tarling (Netcompany Ineos) mit einem Rückstand von vier Sekunden auf Pogačar.
Pogačar trägt damit nach dem Auftakt auch das erste Rote Trikot dieser Spanien-Rundfahrt. Zudem war der heutige Erfolg sein 36. Etappensieg bei einer Grand-Tour.
So verlief die 1. Etappe der Vuelta a España
Die 81. Vuelta a España begann mit einem kurzen, aber technisch anspruchsvollen Kampf gegen die Uhr. Vom Casino in Monte Carlo führte der Kurs über zahlreiche Kurven und teilweise über Straßen des bekannten Formel-1-Kurses durch das Fürstentum. Nach 5,6 Kilometern wurde eine Zwischenzeit genommen, ehe im zweiten Teil weitere technisch anspruchsvolle Passagen und Tunnel auf die Fahrer warteten.
Als erster Fahrer rollte Diego Uriarte (Equipo Kern Pharma) um 16:17 Uhr von der Startrampe. Der junge Jordan Labrosse (Decathlon CMA CGM) stellte dann mit 11:20 Minute eine erste Richtzeit auf. Danach wechselte die Bestmarke mehrfach: Zunächst übernahm Labrosses Teamkollege Sander De Pestel die Führung, ehe Matthew Brennan (Visma | Lease a Bike) mit 11:13 Minuten noch einmal zwei Sekunden schneller war.
Mit Andrew Oscar Chamberlain und Léo Bisiaux sorgten zwei junge Profis von Decathlon CMA CGM für weitere Überraschungen. Bisiaux lag an der Zwischenzeit noch vier Sekunden zurück, fuhr auf dem technischeren zweiten Teil aber stark und schob sich knapp an seinem Teamkollegen vorbei.
Kurz darauf übernahm Callum Thornley (Red Bull-BORA-hansgrohe) die Spitze. Der Brite war mit 11:02 Minuten drei Sekunden schneller als Bisiaux und sollte am Ende Vierter werden. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits einige der bekannteren Zeitfahrer ihre Chancen eingebüßt. Stefan Küng (Tudor Pro Cycling Team) konnte nicht in den Kampf um den Tagessieg eingreifen, Jay Vine (UAE Team Emirates-XRG) erreichte mit 11:11 Minuten Rang 13.
Ethan Hayter übernahm die Führung
Mit Joshua Tarling ging anschließend einer der großen Favoriten auf die Strecke. Der Brite war bereits bei der Zwischenzeit eine Sekunde schneller als Thornley. Auch im zweiten Abschnitt hielt Tarling sein Tempo hoch und verdrängte seinen Landsmann schließlich um eine Sekunde von Platz eins.
Doch auch Tarling konnte sich nicht lange auf dem Hot Seat bleiben. Ethan Hayter fuhr an der Zwischenzeit bereits drei Sekunden schneller als sein Landsmann. Bis ins Ziel baute der Soudal-Quick-Step-Profi seinen Vorsprung weiter aus und unterbot Tarlings Zeit um vier Sekunden. Eine neue Bestmarke von 10:57 Minuten war gesetzt.
Wout van Aert (Visma | Lease a Bike) konnte Hayters Zeit nicht gefährden. Der Belgier lag bereits an der Zwischenzeit außerhalb der Top Drei und beendete das Zeitfahren schließlich auf Rang acht mit neun Sekunden Rückstand auf den Sieger. Mads Pedersen (Lidl-Trek) kam auf Platz 15 und verlor 16 Sekunden.
Pogačar drehte das Zeitfahren auf den letzten Kilometern
Dann startete Tadej Pogačar als vorletzter Fahrer. An der Zwischenzeit lag der Tour-de-France-Sieger noch zwei Sekunden hinter Hayter. Damit schien der Brite weiterhin beste Chancen auf den Tagessieg zu besitzen. Doch auf dem kurvenreichen zweiten Teil des Parcours machte Pogačar den Rückstand wett.
Auf den finalen Kilometern holte der Slowene weiter auf. Im Ziel stoppte die Uhr ebenfalls bei 10:57 Minuten – bei der Messung auf Hundertstelsekunden hatte Pogačar Hayter allerdings tatsächlich noch abgefangen. Gerade einmal neun Hundertstel gaben den Ausschlag Tarling wurde vier Sekunden dahinter Dritter. Thornley und Christophe Laporte (Visma | Lease a Bike) komplettierten die Top Fünf.
Pogačar nimmt den GC-Konkurrenten wichtige Zeit ab
Neben dem Etappensieg verschaffte sich Pogačar bereits auf den ersten 9,4 Kilometern kleine Abstände zu seinen wichtigsten Konkurrenten um den Gesamtsieg. Mattias Skjelmose (Lidl-Trek) verlor 29 Sekunden, Enric Mas (Movistar) und Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) jeweils 33 Sekunden. Felix Gall (Decathlon CMA CGM) büßte 46 Sekunden ein, Oscar Onley (Netcompany Ineos) 50 Sekunden.
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Foto: Photonews.be
