Demi Vollering ist erstmals Straßen-Weltmeisterin geworden. Bei den Titelkämpfen in Montréal gewann die Niederländerin gewann das 180,4 Kilometer lange Rennen im Sprint gegen Katarzyna Niewiadoma-Phinney aus Polen. Bronze sicherte sich Elisa Longo Borghini aus Italien, vier Sekunden hinter der Siegerin. Vollering hatte bereits 38 Kilometer vor dem Ziel angegriffen, fuhr lange alleine an der Spitze, wurde auf der Schlussrunde aber wieder eingeholt.
So verlief das WM-Straßenrennen der Frauen 2026
Nach dem Start in Brossard setzte sich zunächst eine vierköpfige Gruppe mit Gergana Stoyanova, Beatriz Roxo, Marte Berg Edseth und Natalie Quinn ab. Roxo und Stoyanova verloren später den Anschluss. Edseth und Quinn erreichten den Rundkurs am Mont Royal mit etwa drei Minuten Vorsprung, während die Niederländerinnen im Feld die Nachführarbeit bestimmten
Rund 95 Kilometer vor dem Ziel sorgte ein Massensturz für Unruhe ins Hauptfeld. Unter den betroffenen Fahrerinnen waren die spanische Mitfavoritin Paula Blasi und Titelverteidigerin Magdeleine Vallieres. Blasi musste aufgeben; Vallieres setzte das Rennen zunächst fort, stieg später aber ebenfalls aus. Knapp 20 Kilometer später wurden die beiden letzten verbliebenen Ausreißerinnen vom Feld eingeholt, das nur noch rund 40 Fahrerinnen umfasste.
Squiban attackierte, Pieterse bereitet Vollerings Angriff vor
Es folgten mehrere erfolglose Vorstöße, ehe sich die Französin Maeva Squiban gut 50 Kilometer vor dem Ziel lösen konnte. Dahinter schrumpfte die Gruppe der Favoritinnen auf dem anspruchsvollen Rundkurs weiter. Am Anstieg der Voie Camillien-Houde verschärfte Puck Pieterse das Tempo für Vollering. Als diese 38,5 Kilometer vor dem Ziel antrat, konnte niemand folgen. Vollering holte auch Squiban ein und fuhr als Solistin an der Spitze.
Der Abstand blieb jedoch gering. Niewiadoma-Phinney und Longo Borghini stellten Vollering rund 15 Kilometer vor dem Ziel. Danach konnte Juliette Berthet ebenfalls aufschließen. Zu Beginn der Finalrunde griff Longo Borghini aus dieser vier Fahrerinnen starken Spitzengruppe an und erarbeitete sich einen kleinen Vorsprung. Vollering, die die Verfolgerinnen am letzten Anstieg anführte, holte die Italienerin kurz vor der Kuppe ein und setzte sich gemeinsam mit Niewiadoma-Phinney von ihr ab.
Auf den letzten Kilometern versuchte Niewiadoma-Phinney noch einmal, Vollering an einer Steigung abzuschütteln. Die Niederländerin blieb an ihrem Hinterrad und gewann anschließend den Sprint um das Regenbogentrikot.
Foto: Photonews.be
