Nur wenige Tage nach dem Ende der Tour Down Under findet das Cadel Evans Great Ocean Race statt. Am 1. Februar fällt im australischen Geelong der Startschuss für das erste Eintagesrennen der WorldTour-Saison. Das Rennen, das nach dem ersten und bislang einzigen australischen Sieger der Tour de France benannt wurde, verläuft über 186,1 Kilometer mit rund 2.000 Höhenmetern.
Im Mittelpunkt steht der Anstieg Challambra Crescent, der viermal zu bewältigen ist. Der Anstieg ist steil genug, um Sprinter abzuhängen. Mit der Abfahrt und den technischen Kurven direkt danach bietet er genau das Terrain für späte Attacken.
In diesem Jahr findet die elfte Auflage des australischen Rennens in Victoria statt, das 2015 erstmals ausgetragen wurde und zwei Jahre später in die WorldTour aufgenommen wurde.
Zu den Favoriten zählt der Vorjahressieger Mauro Schmid (Jayco-AlUla) aus der Schweiz, der bereits Zweiter beim WorldTour-Etappenrennen Tour Down Under 2026 wurde.
Der Kurs des Cadel Evans Great Ocean Race 2026
Renndirektor Scott Sunderland hat den Kurs in Abstimmung mit Cadel Evans unter ausdrücklicher Berücksichtigung des frühen Saisonzeitpunkts entworfen. Das erklärt den Rhythmus der Strecke: Sie ist hart genug, um zu selektieren, aber nicht so extrem, dass nur Kletterer belohnt werden. Vielmehr ist die Kombination aus Punch am Berg, Mut in der Abfahrt und taktischer Cleverness im Finale entscheidend.
Vom traditionellen Start in Steampacket Gardens aus fährt das Peloton zunächst Richtung Osten nach Curlewis und schwenkt dann nach Süden – vorbei am Lake Connewarre State Game Reserve.
Über Ocean Grove verläuft die Strecke flach zur Barwon Heads Bridge. Das Peloton passiert Barwon Heads und folgt anschließend der Küstenlinie entlang von Thirteenth Beach, wo Seitenwind das Feld aufsplittern kann.
In Torquay verläuft die Strecke entlang der Promenade „The Esplanade“, bevor es über Bell Street westwärts an der Rückseite von Jan Juc entlangführt. Danach folgt die ikonische Passage am Bells Beach: eine Abfahrt, die direkt in einen steilen Gegenanstieg hinauf zu den Klippen übergeht.
Von der Küste kommend führt die Strecke landeinwärts zum Anstieg nach Barrabool, dann über die historische Stadt Ceres und zurück nach Geelong auf den Circuit.
Schlüsselstelle Challambra Crescent auf dem Rundkurs
Dieser 21 Kilometer lange Rundkurs muss insgesamt dreieinhalb Mal absolviert werden. Das Highlight dieser Runde ist der Challambra Crescent. Vom Kreisverkehr am Barwon Boulevard bis zum „Gipfel” legen die Fahrer auf einem Kilometer rund 87 Höhenmeter zurück, was einer durchschnittlichen Steigung von 8,7 % entspricht. Die steilsten Abschnitte sind bis zu 11 Prozent steil.
Vom Gipfel aus folgt eine schnelle Abfahrt mit technischen Kurven. Danach gibt es einige kurze Gegenanstiege und Richtungswechsel zurück zur Uferpromenade von Geelong.
Entlang der Bucht und rund um den Botanischen Garten bietet das Rennen ein schnelles, aber positionsintensives Finale. Die Kombination aus Anstieg (Challambra), Kurven und Abfahrt ins Ziel sorgt dafür, dass mehrere Szenarien möglich sind: von einer Soloattacke bis zum Sprint eines reduzierten Pelotons. Von einer Soloattacke bis hin zum Sprint eines reduzierten Pelotons ist alles möglich.
TV-Tipp: Cadel Evans Great Ocean Race 2026 live auf Discovery Plus
Der Streamingdienst Discovery Plus überträgt das Cadel Evans Great Ocean Race am 1. Februar live ab 3 Uhr.
Startliste des Cadel Evans Great Ocean Race: Teams und Fahrer
Foto: Photonews.be
