Start Profi-Sport Tour de France-Start 2028 in Reims: Grand Départ in der Region Grand Est

Tour de France-Start 2028 in Reims: Grand Départ in der Region Grand Est

Übersicht

Nach zwei Auslandsstarts in Serie kehrt die Tour de France 2028 wieder nach Hause zurück. Die 115. Ausgabe der Frankreich-Rundfahrt startet am Samstag, 24. Juni 2028, in Reims in der Champagne. Die ersten Etappen führen durch die Region Grand Est und auf den Straßen der Départements Marne, Ardennes, Meuse und Moselle. Der Grand Départ 2028 wird sechs Etappenstädte miteinander verbinden: Charleville-Mézières, Épernay, Metz, Reims, Thionville und Verdun.

Der frühe Start der Tour mit dem 24. Juni und der voraussichtliche Finaltag am 16. Juli sind bewusst gewählt. Die Tour-Organisatoren wollten eine Kollision mit den Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles vermeiden. Denn das olympische Einzelzeitfahren der Männer findet bereits am 19. Juli statt. Also drei Tage nach dem Ende der Frankreich-Rundfahrt. Das Straßenrennen bei den Olympischen Spielen ist für 23. Juli 2028 terminiert. Somit bekommt die Tour 2028 schon vor der Präsentation der gesamten Strecke eine zusätzliche Dimension: Für die Klassementfahrer und Olympia-Kandidaten könnte die Saisonplanung deutlich komplizierter werden.

In Reims startet die Tour de France 2028: Champagne, Kathedrale, Gelbes Trikot

Nach Barcelona 2026 und dem Vereinigten Königreich 2027 kehrt die Tour 2028 auf heimischen Boden zurück. Reims ist nicht nur die Hauptstadt der Champagne, sondern auch ein Ort mit Tour-Vergangenheit. Bereits 1956 begann die Tour de France in der „Stadt der Könige“. Damals führte die erste Etappe nach Lüttich. Auch später schrieb die Stadt immer wieder Tour-Geschichte.

Vier Tage Grand Est – aber noch kein genauer Parcours

Sportlich ist der Grand Départ 2028 bislang nur in Grundzügen bekannt. Die ersten vier Etappen sollen die Region Grand Est zeigen – von den Weinbergen der Champagne über die Ardennen und das Maas-Tal bis an die Mosel. Die genaue Streckenführung, Profile und Start-Ziel-Orte wurden noch nicht veröffentlicht.

Trotzdem lässt die Kulisse bereits Rückschlüsse zu. Die Tour selbst spricht von anspruchsvollen Straßen, reizvollen Landschaften und einem „tückischen“ Terrain in der Champagne. Besonders die Hügel und Weinberge um Épernay wecken Erinnerungen an 2019, als Julian Alaphilippe dort mit einer Attacke das Rennen prägte und die französische Radsport-Euphorie neu entfachte.

Ohne exakte Profile bleibt jede sportliche Prognose vorsichtig, doch die Mischung aus welligem Terrain, möglichen Windkanten, engen Ortsdurchfahrten und nervösen ersten Tour-Tagen spricht eher für ein unruhiges Rennen als für einen kontrollierten Schaulauf. Klassiker-Spezialisten, Puncheure und gut organisierte Teams könnten früh Chancen bekommen – und die Klassementfahrer werden vom ersten Tag an aufmerksam fahren müssen.