Start Profi-Sport Remco Evenepoel gewinnt Amstel Gold Race 2026

Remco Evenepoel gewinnt Amstel Gold Race 2026

Übersicht

Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-Hansgrohe) hat das Amstel Gold Race 2026 für sich entschieden. Damit nahm der Olympiasieger eindrucksvoll Revanche für das Vorjahr als er Dritter wurde. Evenepoel schlug nach 257,2 Kilometern im Zweiersprint Vorjahressieger Mattias Skjelmose (Lidl-Trek). Die beiden hatten sich gemeinsam mit Romain Grégoire (Groupama – FDJ United) am Kruisberg, rund 42 Kilometer vor dem Ziel, vom Peloton abgesetzt. Kurze Zeit später holte das Trio mit Marco Frigo (NSN Cycling) den letzten verbliebenen Ausreißer ein. In der Folge konnte Grégoire dem hohen Tempo, das vornehmlich Evenepoel anschlug, nichts entgegensetzen und fiel zurück.

Dritter bei der 60. Austragung des Amstel Gold Race wurde Benoît Cosnefroy (UAE Team Emirates-XRG), der den Sprint der Verfolger gewann, die einen Rückstand von knapp zwei Minuten hatten. Bester Profi des Teams Alpecin-Premier Tech war Emiel Verstrynge, der knapp hinter Cosnefroy auf Platz fünf landete.

So verlief das Amstel Gold Race 2026

Früh im Rennen setzte sich die Ausreißergruppe des Tages ab. Zu ihr zählten neun Fahrer: Huub Artz (Lotto-Intermarché), Filip Maciejuk (Movistar Team), Marco Frigo (NSN Cycling Team), Warren Barguil (Team Picnic PostNL), Xabier Mikel Azparren Iruzun (Q36.5 Pro Cycling Team), Joseba Lopez Cuesta (Caja Rural – Seguros RGA), Siebe Deweirdt (Team Flanders – Baloise), Valentin Retailleau (TotalEnergies) und Abram Stockman (Unibet Tietema Rockets). Das Feld ließ sie zunächst an der langen Leine, sodass ihr Maximalvorsprung knapp fünf Minuten betrug.

Red Bull-Bora-Hansgrohe kontrollierte im Feld und reduzierte den Abstand in Richtung der ersten Cauberg-Passage. Dort, rund 80 Kilometer vor dem Ziel, gab es dann an der Spitze erste Auflösungserscheinungen. Vorne blieb zunächst ein Trio mit Artz, Frigo und Azparren übrig, während das Feld den Rückstand immer weiter verkleinerte. Zwischen Spitze und Peloton versuchte sich kurzzeitig noch Pepijn Reinderink, doch die Favoritengruppe ließ ihn nicht gewähren.

Frigo erwies sich als der stärkste Fahrer aus der Fluchtgruppe und setzte sich nach dem Gulperberg von seinen letzten Begleitern ab. Am Kruisberg eröffnete dann Romain Grégoire das Finale. Dem Franzosen konnten zunächst Evenepoel, Skjelmose, Kévin Vauquelin, Matteo Jorgenson und Mathieu Burgaudeau folgen. Doch kurze Zeit später rutschte Vauquelins Hinterrad in einer Kurve weg, und er riss Jorgenson und Artz mit.

So blieben vorne nur Evenepoel, Grégoire und Skjelmose übrig. Das Trio schloss rund 36 Kilometer vor dem Ziel zu Frigo auf und machte sofort weiter Druck. Am Keutenberg verschärfte Evenepoel das Tempo erneut. Frigo musste abreißen lassen.

An der vorletzten Passage über den Cauberg beschleunigte Evenepoel, Grégoire konnte nicht mehr folgen. Das Duo Evenepoel/Skjelmose blieb über den Geulhemmerberg und den Bemelerberg zusammen. Alles sah so aus, als würde in der finalen Cauberg-Auffahrt die Entscheidung fallen. Evenepoel versuchte es auch dort noch einmal, wurde den Dänen aber nicht los. Ein Sprint würde also das Jubiläums-Amstel Gold Race entscheiden.

Auf den letzten 1.000 Metern saß Evenepoel zunächst am Hinterrad von Skjelmose, wartete lange und trat dann an. Der Belgier ging beinahe leichtfüßig vorbei und gewann damit erstmals in seiner Karriere das Amstel Gold Race. Skjelmose musste sich diesmal mit Rang zwei begnügen, nachdem er im Vorjahr noch Evenepoel und Tadej Pogačar geschlagen hatte. Benoît Cosnefroy entschied knapp zwei Minuten später den Sprint der ersten Verfolgergruppe für sich und komplettierte damit das Podium vor Romain Grégoire. Fünfter und bester Alpecin-Premier Tech-Profi wurde Emiel Verstrynge.

Fotos: Photonews.be