Start Profi-Sport Mathieu van der Poel gewinnt Omloop Het Nieuwsblad 2026

Mathieu van der Poel gewinnt Omloop Het Nieuwsblad 2026

Übersicht

Mathieu van der Poel hat den ersten Frühjahrsklassiker des Radsportjahres 2026 gewonnen. Der Niederländer aus dem Team Alpecin-Premier Tech gewann den Omloop Het Nieuwsblad als Solist. Er hatte nach 207 Kilometern im Ziel in Ninove einen Vorsprung von 22 Sekunden auf Tim van Dijke (Red Bull-Bora-Hansgrohe), der den Zweier-Sprint gegen Florian Vermeersch (UAE Team Emirates-XRG) für sich entschied.

An der Muur van Geraardsbergen, rund 16 Kilometer vor dem Ziel, setzte sich van der Poel aus einer siebenköpfigen Spitzengruppe ab. Zuvor hatte eine Attacke von Florian Vermeersch (UAE Team Emirates-XRG) am Molenberg zu einer Vorentscheidung geführt. Vermeersch konnte sich gemeinsam mit van der Poel und Tim van Dijke von den übrigen Fahrern absetzen und zu den verbliebenen vier Ausreißern aufschließen.

Gleich bei seiner ersten Teilnahme konnte Mathieu van der Poel das legendäre Rennen am Opening Weekend gewinnen und bescherte seinem Team den zweiten Saisonsieg.

Rennbericht: So verlief der Omloop Het Nieuwsblad 2026

Nur wenige Kilometer nach dem Start der 81. Austragung des Omloop Het Nieuwsblad setzten sich drei Fahrer ab. Jelte Krijnsen (Jayco AlUla), Timo de Jong (Picnic PostNL) und Michiel Lambrecht (Sport Vlaanderen-Baloise) konnten einen kleinen Vorsprung herausfahren. Doch dann gab es in der Ausreißergruppe einen Sturz, dem Timo de Jong und Michiel Lambrecht zum Opfer fielen.

In der Folge schlossen Alexis Renard (Cofidis), Clément Alleno (Burgos-BH), Vincent Van Hemelen (Flanders-Baloise) und Alexys Brunel (TotalEnergies) zum Führenden Krijnsen auf. Diese Ausreißergruppe könnte dank einer Toilettenpause im Peloton schnell über drei Minuten Vorsprung herausfahren

Im Peloton gab es im hinteren Teil des Feldes immer mal Stürze. Leidtragende war Kaden Groves von Team Alpecin-Premier Tech sowie Tom Pidcock. Beide konnten aber das Rennen fortsetzen und wenig später auch wieder zum Peloton aufschließen konnte.

75 Kilometer vor dem Ziel lagen die Ausreißer noch zweieinhalb Minuten vor dem Feld. Dann kurz vor dem Eikenberg der nächste Surz im Feld. Leidtragende waren Ben Swift, Mikkel Honoré und Thomas Gachignard.

Am Eikenberg selbst machte Alpecin-Premier Tech das Tempo. Kurz später fiel der Vorjahreszweite Paul Magnier wegen eines Defekts zurück.

Kasper Asgreen (EF Education – EasyPost) war dann der erste, der aus dem Feld heraus attackierte. Am Wolvenberg rund 58 Kilometer vor Ziel attackierte dev Däne, konnte sich aber nicht wirklich absetzen. Er blieb in Sichtweite des Pelotons, das zeitweise von Alpecin Premier-Tech angeführt wurde. Wenige Kilometer später wurde er wieder vom Feld geschluckt.

Mit einem Rückstand von 40 Sekunden hinter dem Peloton folgte eine kleine Gruppe, unter anderem mit Paul Magnier und Jasper Philipsen, der wegen eines Defekts ebenfalls zurückgefallen war. Das Team UAE Team Emirates-XEG erhöhte im Feld das Tempo, damit diese nicht mehr zurückkommen sollten.

Florian Vermeersch sorgte für Vorentscheidung am Molenberg

Rund 45 Kilometer vor dem Ziel am Molenberg attackierte Florian Vermeersch. Dahinter rutschte Rick Pluimers (Tudor Pro Cycling) auf dem nassen Kopfsteinpflaster aus. Mit einer artistisch anmutenden Einlage konnte Mathieu van der Poel gerade noch ausweichen und setzte nach. Er schloss zu Vermeersch auf. Kurz darauf schaffte auch Tim van Dijke (Red Bull-Bora-Hansgrohe) den Sprung zu den beiden. Wenige Kilometer später schloss dieses Trio zur Spitzengruppe auf.

Van der Poel und Vermeersch machten das Tempo und bauten den Vorsprung weiter aus. Am Leberg hatte das Peloton bereits eine Minute Rückstand.

An der Mur von Geraardsbergen konnte sich van der Poel dann schon im unteren Teil von sein Verfolgern absetzen. 16 Kilometer vor Ziel war er als Solist an der Spitze. Oben an de Kapelle hatte er bereits 18 Sekunden Vorsprung auf van Dijke und Vermeersch. Das Feld folgte mit über 50 Sekunden Rückstand.

Der Alpecin Premier-Tech-Profi baute seinen Vorsprung weiter aus und fuhr seinem Premierensieg entgegen. Mit einem Rückstand von einer halben Minute erreichten Vermeersch und van Dijke den Bosberg. 20 Sekunden dahinter folgte ein kleines Peloton. Kurzzeitig sah es so aus, als würden die beiden Verfolger noch eingeholt werden. Doch das Team Red Bull-Bora-Hansgrohe konnte das Tempo im Feld immer wieder verschleppen, sodass Vermeersch und van Dijke um den zweiten Platz kämpfen konnten.

Fotos: Photonews.be