Start Profi-Sport Mathieu van der Poel siegt auch beim Azencross in Loenhout

Mathieu van der Poel siegt auch beim Azencross in Loenhout

Übersicht

Die Siegesserie des Cyclocross-Weltmeisters Mathieu van der Poel hält an. Der Profi des Teams Alpecin-Deceuninck gewann auch den Azencross in Loenhout, das zur X²O-Trophy zählt. Van der Poel konnte sich in seinem fünften Saisonrennen früh zusammen mit Wout van Aert absetzen. Als van der Poel dann in der vierten von insgesamt acht Runden das Tempo anzog, musste van Aert ihn ziehen lassen. Dies war wohl auch darauf zurückzuführen, dass der Belgier einen Reifenschaden erlitt und langsamer fahren musste.

Van der Poel fuhr einsam an der Spitze seine Runden und holte ungefährdet seinen sechsten Sieg in Loenhout. Zweiter wurde sein Alpecin-Deceuninck-Teamkollege Niels Vandeputte mit einem Rückstand von 46 Sekunden. Den Kampf um Platz drei gewann Joris Nieuwenhuis im Sprint vor Ryan Kamp und Toon Aerts.
Im dritten Duell gegen van der Poel hatte Wout van Aert keine Chance, da er während einer Attacke auf Platz zwei liegend erneut einen Hinterradschaden hatte. Van Aert kam am Ende auf Rang zehn.

So verlief der Azencross in Loenhout 2025

In Abwesenheit von Thibau Nys und Tibor del Grosso waren, richteten sich alle Augen auf das dritte Duell zwischen Wout van Aert und Mathieu van der Poel. Beide erwischten keinen Top-Start, sortierten sich aber schnell ein. Einen Schreckmoment erlebte Weltmeister van der Poel, als er offenbar die ausgestreckte Hand eines Zuschauers touchierte und kurz aus dem Tritt kam. Doch der Weltmeister fing sich und arbeitete sich weiter nach vorne.

In der dritten von acht Runden übernahm Wout van Aert die Spitze von Joris Nieuwenhuis und setzte sich leicht ab. Doch in seinem Windschatten war schnell das Regenbogentrikot zu sehen. Die beiden Top-Stars arbeiteten sich als Duo schnell einen Vorsprung von elf Sekunden auf die Verfolger zum Ende der dritten Runde heraus.  In der vierten Runde setzte sich der Alpecin-Deceuninck-Profi an die Spitze und erhöhte sukzessive die Geschwindigkeit.

Doppelter Defekt bei Wout van Aert

Schnell konnte er sich absetzen, was aber nicht allein auf seine Klasse zurückzuführen war. Denn Wout van Aert erlitt den ersten von zwei Plattfüßen an diesem Tag. Van der Poel fuhr weiter und hatte am Ende dieser Runde einen Vorsprung von 24 Sekunden auf Van Aert. Elf Sekunden hinter dem Belgier folgte eine sieben Mann starke Verfolgergruppe mit Nieuwenhuis, Vandeputte und Co.

Nachdem van Aert sein Rad gewechselt hatte, fand er sich wi in der inzwischen auf über zehn Fahrer angewachsenen ersten Verfolgergruppe wieder.

Nach der fünften Runde hatte der Weltmeister seinen Vorsprung auf 50 Sekunden auf die ersten Verfolger ausgebaut. In dieser Gruppe befand sich auch Laurens Sweeck, der in der Start- und Zielpassage so schwer stürzte, dass er nicht nur das Rennen aufgeben musste, sondern auch seine diesjährige Cross-Saison beendet war.

Nachdem sich Wout van Aert anfänglich in der Gruppe zurückgehalten hatte, ging er an die Spitze, beschleunigte und konnte sich absetzen. Es sah nach einer heißen Verfolgungsjagd auf van der Poel aus. Allerdings nur kurz, denn van Aert hatte erneut Pech. Erneut Reifenschaden. Nun war das Rennen endgültig entschieden. Durch van Aerts Effort war die Gruppe auseinandergerissen und Niels Vandeputte war als Solist erster Verfolger von van der Poel. Der fuhr das Rennen besonnen wie überlegen zu Ende. Während Vandeputte Zweiter wurde, konnte Nieuwenhuis Ryan Kamp im Sprint um Platz drei noch schlagen.

Ergebnis des Azencross in Loenhout

1. Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) 57:48 Minuten
2. Niels Vandeputte (Alpecin-Deceuninck-Devoteam) + 46 Sekunden
3. Joris Nieuwenhuis (Ridley Racing Team) + 57 Sekunden
4. Ryan Kamp (Fenix) s.t.
5. Toon Aerts (Deschacht-Hens-CX Team) s.t.

Fotos: Photonews.be