Start Profi-Sport E3 Saxo Classic 2026: Mathieu van der Poel siegt zum dritten Mal in Folge

E3 Saxo Classic 2026: Mathieu van der Poel siegt zum dritten Mal in Folge

Übersicht

Ein echter Hattrick gelang Mathieu van der Poel beim Frühjahrsklassiker E3 Saxo Classic 2026. Der Profi aus dem Team Alpecin-Premier Tech gewann die kleine Flandern-Rundfahrt, wie dieses Rennen auch genannt wird, zum dritten Mal in Folge. Nach 208,5 Kilometern erreichte van der Poel erneut als Solist das Ziel in Harelbeke. Allerdings rettete er nur wenigen Sekunden Vorsprung vor einer vierköpfigen Verfolgerguppe. Auf Platz zwei kam Per Strand Hagenes (Team Visma | Lease a Bike) vor Florian Vermeersch (UAE Emirates XRG).

Bei einem Angriff von Tim van Dijke (Red Bull-Bora-Hansgrohe) am Taaienberg, rund 70 Kilometer vor dem Ziel, ging van der Poel mit. Das Duo erreichte schnell die erste Verfolgergruppe, in der sich van der Poels Teamkollege Edward Planckaert befand. Aus dieser setzte sich van der Poel schnell ab und erreichte am Kapelberg die Spitzengruppe des Tages. Am nächsten Helling, dem Paterberg, war er dann allein vorn und konnte sich mit einem 63 Kilometer langen Solo den Sieg sichern.

Allerdings wurde es noch einmal eng, da von hinten eine vierköpfige Verfolgerguppe mit Per Strand Hagenes (Team Visma | Lease a Bike), Florian Vermeersch (UAE Emirates XRG), Jonas Abrahamsen (Uno-X Mobility) und Stan Dewulf (Decathlon CMA CGM Team), der in der Spitzengruppe des Tages fuhr, auf den finalen 1.000 Metern bis auf fünf Sekunden an van der Poel rankam.

Für Mathieu van der Poel war es bereits der vierte Saisonsieg, für sein Team Alpecin-Premier Tech der sechste Erfolg 2026.

So verliefen die E3 Saxo Classic 2026

Zunächst prägte eine sechs Mann starke Spitzengruppe das Rennen. Bastien Tronchon (Groupama – FDJ), Nickolas Zukowsky (Q36.5 Pro Cycling Team) und Michiel Lambrecht (Team Flanders – Baloise) hatten sich früh abgesetzt, wenig später schlossen auch Stan Dewulf (Decathlon CMA CGM Team), Luke Durbridge (Team Jayco AlUla) und Sven Erik Bystrøm (Uno-X Mobility) nach vorn auf. Dahinter versuchten Sean Flynn, Henri-François Renard-Haquin (beide Team Picnic PostNL) und Vojtěch Kminek (Burgos Burpellet BH) lange vergeblich, den Anschluss herzustellen, während das Feld den Vorsprung zunächst anwachsen ließ.

Erste Tempoverschärfungen des Team Visma | Lease a Bike aus dem Feld führten dazu, dass sich rund 100 Kilometer vor dem Ziel eine weitere Verfolgergruppe bildete. Zu ihr gehörten Timo Kielich (Team Visma | Lease a Bike), Daan Hoole (Lidl-Trek), Edward Theuns (Lidl-Trek), Pepijn Reinderink (Soudal-Quick-Step), Edward Planckaert (Alpecin-Premier Tech), Anthony Turgis (TotalEnergies) und Ben Swift (Ineos Grenadiers). Diese Fahrer schlossen wenig später zur vorderen Verfolgerkonstellation auf.

Vorentscheidung am Taaienberg

Am Taaienberg fiel dann, rund 70 Kilometer vor dem Ziel, die Vorentscheidung. Tim van Dijke (Red Bull-Bora-Hansgrohe) eröffnete dort das Rennen der Favoriten, Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) reagierte sofort. Nach dem Zusammenschluss mit einer Verfolgergruppe setzte der Titelverteidiger am Boigneberg die nächste Attacke und machte sich allein auf den Weg nach vorn. Auf dem Kapelberg stellte er die letzten Ausreißer, ehe er am Paterberg auch Dewulf distanzierte und endgültig als Solist an der Spitze übrigblieb.

Über den Oude Kwaremont baute van der Poel (Alpecin – Premier Tech) seinen Vorsprung zunächst weiter aus. Doch dahinter formierte sich mit Dewulf, Florian Vermeersch (UAE Team Emirates-XRG), Per Strand Hagenes (Team Visma | Lease a Bike) und Jonas Abrahamsen (Uno-X Mobility) eine gefährliche Vierergruppe, die im Gegensatz zu vielen anderen Konstellationen an diesem Tag konsequent zusammenarbeitete. Die Lücke schmolz in der Schlussphase zusehends, bei einsetzendem Regen wurde das Finale immer hektischer.

Mathieu van der Poel war fast schon eingeholt

Die Entscheidung fiel schließlich auf den letzten Metern. Im Schlusskilometer war van der Poel (Alpecin – Premier Tech) beinahe gestellt, doch in dem Moment, als sich die Verfolger kurz ansahen, tat sich noch einmal eine kleine Lücke auf. Genau diesen Augenblick des Zögerns nutzte der Niederländer zu einer letzten Beschleunigung. Hagenes gewann anschließend den Sprint der Verfolger vor Vermeersch, Dewulf und Abrahamsen.

Ergebnis der E3 Saxo Classic 2026

1 – Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) 4:45:15
2 – Per Strand Hagenes (Team Visma | Lease a Bike) +0:03
3 – Florian Vermeersch (UAE Team Emirates-XRG) +0:03
4 – Stan Dewulf (Decathlon CMA CGM Team) +0:03
5 – Jonas Abrahamsen (Uno-X Mobility) +0:03
6 – Tobias Lund Andresen (Decathlon CMA CGM Team) +0:24
7 – Christophe Laporte (Team Visma | Lease a Bike) +0:24
8 – Gianni Vermeersch (Red Bull-BORA-hansgrohe) +0:24
9 – Mads Pedersen (Lidl-Trek) +0:24
10 – Matteo Trentin (Tudor Pro Cycling Team) +0:24

Fotos Photonewws.be